Geißraute als Heilpflanze: Steckbrief, Inhaltsstoffe, Wirkung, Anwendung

Geißraute ist eine bekannte Heilpflanze, die positiv auf unsere Gesundheit wirkt und bei zahlreichen Beschwerden angewendet werden kann.

GeißrauteDie Heilpflanze Geißraute kann unter anderem bei Diabetes sowie bei einer Diät angewendet werden. (Foto by: vodolej / Fotolia.com)

Merkmale und Steckbrief

Die Geißraute (Galega officinalis) gehört der Familie der Schmetterlingsblütengewächse (Hülsenfrüchtler) an und stammt ursprünglich aus Mittel-, Ost- und Südeuropa und aus Asien. Heute wird sie vorwiegend in Ungarn, Polen und Bulgarien angebaut.

Die Geißraute zeichnet sich durch folgenden Merkmale aus:

  • Sie ist eine kräftige, mehrjährige Pflanze.
  • Sie erreicht eine Höhe von bis zu einem Meter.
  • Der hohle Stängel ist aufrecht und krautig.
  • Die Blätter sind schmal und unpaarig.
  • Sie trägt blauweiße bzw. rosaweiße Blüten, aus denen ca. 3 Zentimeter lange Hülsen hervorgehen. Diese wiederum enthalten braune Samen.

Synonyme

Diese Heilpflanze ist auch unter folgenden volkstümlichen Namen, wie Ziegenraute, Geissklee, Bockskraut, Flecken- bzw. Suchtkraut bekannt.

Sammelzeitraum

Das blühende Kraut wird zwischen Juni und August eingesammelt und weiterverarbeitet, die Samen werden von Juli bis September gesammelt.

In der Naturheilkunde werden die getrockneten, oberirdischen Teile dieser Pflanze verwendet.

Geruch und Geschmack

Geißraute weist einen aromatischen, leicht unangenehmen Geruch sowie einen bitteren Geschmack auf.

Inhaltsstoffe von Geißraute

Die Heilpflanze enthält Guanidinverbindungen (darunter den Hauptwirkstoff Galegin), Galuteolin, Bitterstoffe, Phytosterole, Flavonoide, Gerbstoffe, Saponine, Allantoin, Vitamin C und Kaempferol.

Die Wirkung

Die Geißraute weist eine antibiotische, antidiabetische, entzündungshemmende, harn-, milch- sowie eine schweißtreibende Wirkung auf den Organismus auf.

Zubereitung Geißrautentee

Für einen Tee einen gehäuften Teelöffel getrocknete Geißraute mit 200 ml heißem Wasser übergiessen, 10 Minuten ziehen lassen und anschließend abseihen. Die empfohlene Tagesdosis beträgt ein bis zwei Tassen.

Anwendung

Geißraute kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. Meist wird diese Heilpflanze als Tee verabreicht. Weiters ist die Geißraute in Tropfen-, Kapsel- oder Tablettenform bzw. als Salbe oder Tinktur erhältlich.

Abnehmen

Studien kamen zu dem Ergebnis, dass Geißraute gegen Übergewicht helfen kann. Geißraute wirkt als natürlicher Appetitzügler und kann deshalb unterstützend bei einer Diäten angewendet werden.

Weiters werden durch dessen Anwendung der Stoffwechsel sowie die Verdauung angeregt und Heißhunger-Attacken vorgebeugt.

Bei stillenden Frauen

Da Geißraute die Milchbildung fördert, wird diese Heilpflanze bei stillenden Frauen angewendet.

Zuckerkrankheit

Aufgrund ihrer blutzuckersenkenden Wirkung und einem Insulin sparenden Effekt findet diese Heilpflanze bei Diabetes mellitus eine unterstützende Verwendung.

Blasenentzündung

Dank ihrer harntreibenden Wirkung kann die Geißraute auch bei einer Blasenentzündung helfen.

Weitere Anwendungsgebiete

Bei weiteren Beschwerden kann diese Heilpflanze eingesetzt werden: bei Husten, Fieber, bei Verdauungsbeschwerden, bei entzündlichen Wunden sowie bei Magenbeschwerden.

Schwangerschaft

Da noch zu wenige Forschungsergebnisse vorliegen, sollte in der Schwangerschaft auf dessen Anwendung verzichtet werden.

Geißraute in der Homöopathie

Diese Heilpflanze wird als Zutat für verschiedene, homöopathische Arzneimittel verwendet.

Vorsicht! Nebenwirkungen

Wird die Pflanze zu hoch dosiert, kann es zu Risiken kommen. Die Verträglichkeit der Geißraute ist wissenschaftlich nicht belegt.

Da die Pflanze Giftstoffe enthält, sollte die Anwendung mit großer Vorsicht und nur nach Rücksprache mit einem Arzt erfolgen!

Früher wurde die Geißraut als Futterpflanze für Tiere verwendet. Bei Weidetieren kam es dadurch jedoch zu Vergiftungen, weshalb diese Pflanze nicht mehr an Tiere verfüttert wird.


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