Ernährung bei einer Schilddrüsenunterfunktion

Wie kann eine ausgewogene Ernährung die Schilddrüse unterstützen? Was darf man essen und was sollte gemieden werden? Dieser Artikel umfasst einige Ratschläge zur Ernährung, jedoch sollte stets auch professioneller Rat eingeholt werden.

Ernährung bei einer Schilddrüsenunterfunktion Während einer Schilddrüsenunterfunktion verlangsamt sich der Stoffwechsel. (Foto by: AndreyPopov / Depositphotos)

Warum ist eine Ernährungsumstellung bei einer Schilddrüsenunterfunktion wichtig?

Leidet man an einer  Schilddrüsenunterfunktion, verlangsamt sich bei vielen der Stoffwechsel. Meist tritt diese ab einem Alter über 60 auf, kann jedoch auch jüngere betreffen.

Neben einer Medikamententherapie ist jedoch die richtige Ernährung gleichauf wichtig, wenn es um die Behandlung und die Vorsorge geht.

Was sollte man während einer Schilddrüsenunterfunktion essen?

Elemente wie Jod, Eisen, oder Selen können bei der Bewältigung hilfreich sein. Jedoch gilt hier, wie bei vielen Mitteln, dass es auch zu viel des Guten gibt. Sich daher mit Ergänzungsmitteln zu überhäufen ist nicht notwendig, und auch nicht ratsam.

Selen

Selen hilft Schilddrüsenhormone zu „aktivieren“. Es besitzt auch entzündungshemmende Eigenschaften und schützt vor Freien Radikalen. Selenhaltige Lebensmittel sind daher großartig um die Gesundheit zu unterstützen.

Man findet sie in:

  • Thunfisch
  • Sardinen
  • Eiern
  • Hülsenfrüchten
  • Spargel
  • Lebererkrankung

Jod

Jod ist ein wichtiger Mineralstoff, den wir für unseren Körper regelmäßig brauchen. Daher entwickeln Personen mit einem Jodmangel oft auch eine Schilddrüsenüberfunktion. Jodtabletten sind jedoch nicht zwingend notwendig. Wieviel Jod benötigt wird, sollte unbedingt mit einem Arzt geklärt werden.

Empfohlen werden hierbei vor allem:

  • Kabeljau
  • Eier
  • Brokkoli
  • Kohl
  • Kartoffeln
  • Spinat
  • Karotten
  • Milchprodukte
  • Roggenbrot

Eisen

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion ist diese nicht fähig genügend Eisen aufzunehmen. Ein Eisenmangel hemmt daher die Produktion von Schilddrüsenhormonen, was vor allem in der Schwangerschaft Problem bereiten kann.

Gute Eisenlieferanten sind:

  • Petersilie
  • Minze
  • Thymian
  • Schweineleber
  • Kakao
  • Sojabohnen
  • Linsen

Ernährung bei einer Schilddrüsenunterfunktion Karotten sind gute Lieferanten für Jod und Vitamin A. (Foto by: denio109 / Depositphotos)

Was sollte man während einer Schilddrüsenunterfunktion nicht essen?

Die Beschränkungen im Ernährungsbereich sind hier nicht all zu groß. Essen mit Goitrogenen und stark verarbeitete Nahrung sollten jedoch möglichst gemieden werden.

Vermeiden sollte man also:

  • Hirseprodukte
  • Torten
  • Kekse
  • Sojaprodukte
  • Erdbeeren
  • Kaffee
  • Alkohol
  • Grüner Tee

Was man sonst noch tun kann

  • Genügend Schlaf
    Sieben bis acht Stunden Schlaf jede Nacht sollten gegeben sein. Nur so kann sich der Körper ordnungsgemäß erholen und man vermeidet die Zunahme von Gewicht und reduziert auch Stress.
  • Bewusstes Essen
    Es ist wichtig sich beim Essen bewusst darauf zu konzentrieren. Das gilt nicht nur bei einer Schilddrüsenunterfunktion. Essen vor dem Bildschirm sollte vermieden werden und wenn möglich sollte man bewusst und lange Kauen um die Verdauung anzuregen.
  • Yoga und Meditation
    Beides genießt nicht immer den besten Ruf, kann jedoch viel Erfolg für die Gesundheit bringen. Wer mit Yogaoder Mediation anfangen möchte, kann damit Stress reduzieren und etwas neues ausprobieren.
  • Kohlenhydrat-Diäten
    Durch den langsamen Stoffwechsel kämpft man mit einer Schilddrüsenunterfunktion häufig mit Übergewicht. Wer möchte, kann mit Unterstützung eines Ernährungsberaters oder Arztes eine Diät beginnen, die auf Kohlehydrate möglichst verzichtet.

 


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Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 09.04.2020
Überarbeitet am: 10.04.2020

Quellen:

Gesundheitsportal https://www.healthline.com/nutrition/hypothyroidism-diet#important-nutrients (Aufruf: 09.04.2020)

Gesundheitsportal https://www.schilddruesenpraxis.at/ernaehrung.html (Aufruf: 09.04.2020)

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