Meditieren für Anfänger

Meditieren ist schon lange nicht mehr nur etwas für Buddhisten, oder Leute mit zu viel Zeit auf ihrer Hand. Nicht nur kann jeder und jede meditieren lernen, es kann tatsächlich auch Vorteile für die körperliche, wie auch mentale, Gesundheit haben.

Meditieren lernen Es muss nicht immer ein Schneidersitz und ein Ohmmmm sein. Wichtig ist der Komfort. (Foto by: pressmaster / Depositphotos)

Mit dem Meditieren beginnen

Wer noch nach einem Grund sucht mit dem Meditieren anzufangen, dem kann gesagt sein, dass Meditation keine Nachteile, aber eine Reihe an positiven Effekten bringt.

Es hilft den Blutdruck zu senken, sondern auch das Cholesterin; es senkt Angstzustände und stärkt das Immunsystem. Meditation kann helfen die inneren Stürme der Gedanken und Gefühle zu besänftigen, und vielleicht sogar ein wenig Frieden mit sich selbst zu schließen. Man kann praktisch nur davon profitieren.

Für zwei Minuten sitzen

Es scheint fast lächerlich einfach zu sein und das soll es auch. Zu Beginn einfach einmal zwei Minuten am Tag für eine Woche nur still sitzen und sonst nichts tun und die Gedanken laufen lassen. Hat man sich daran gewöhnt, können es in der nächsten Woche schon 4 Minuten werden, bis man schließlich schon auf 10 Minuten pro Mediation anpeilen kann. Aber zu Beginn sollte man noch klein anfangen.

Am Besten jeden Morgen

Schön und gut, wenn man sich vornimmt es wirklich jeden Tag zu versuchen. Aber das Leben ist selten immer ruhig, daher ist es umso wichtiger sich eine feste Angewohnheit daraus zu machen. Am besten man plant die Mediation gleich am Morgen nach dem Aufstehen ein. Ein Zettel zur Erinnerung am Badezimmerspiegel kann helfen sich zu erinnern.

Nicht auf das „wie“ versteifen

Es ist unnötig zu viel darüber nachzudenken, wo man sich hinsetzten möchte. Es muss keine Yogamatte, kein perfekter Sitzpolster oder der Blick auf einen romantischen Wasserfall sein. Wichtiger ist es sich einfach mal hinzusetzen und es halbwegs gemütlich zu haben. Einfach nur sitzen, an einem Ort, wo man etwas Ruhe genießen kann. Später kann dann vieles optimiert werden, wenn man sich selbst besser kennen lernt.

Sich selbst fragen, wie es einem geht

Zu Beginn stellt man sich selbst ein paar Fragen. Wie fühlt sich der Körper? Was geht einem gerade durch den Kopf? Stress, Müdigkeit, oder sogar Angst? All das hat Platz während einer Mediation und ist völlig okay.

Beim Einatmen zählen

Man kann damit beginnen langsam die Atemzüge zu zählen. Es ist auch nicht schlimm, sollte man dabei einmal den Faden verlieren und mit den Gedanken abschweifen. Einfach wieder bei Eins anfangen, sich gerade aufsetzen und wieder konzentrieren so gut es geht. Klingt so einfach, kann aber auch Übung gebrauchen. Dabei ist es wichtig aus der Nase zu atmen, den Mund und die Augen geschlossen zu halten.

Sich selbst kennenlernen

Nicht nur das Fokussieren soll dabei gelernt werden. Es soll auch ein Verständnis für den eigenen Verstand, die eigenen Gedanken und Gefühle entwickelt werden. Das wird vor allem dann wichtig, wenn man nach einiger Zeit ein besseres Gefühl für die Entspannung und die Konzentration bekommt. Dann wird es Zeit sich selbst besser kennen  zu lernen.

Sich selbst lieben lernen

Beginnt man mit dem Fokus auf sich selbst, ist es wichtig dabei von Kritik und negativen Gefühlen Abstand zu nehmen. Wichtiger ist es Verständnis für die eigenen Gedanken und Taten zu finden  und sich selbst dabei helfen zu wollen der Mensch zu werden, der man wirklich sein möchte.

Häufige Probleme beim anfänglichen Meditieren

Meditieren für Anfänger Rückenschnmerzen, Kopfschmerzen, Lärm in der Umgebung. Einige Dinge können wirklich stören. (Foto by: olly18 / Depositphotos)

Der Kopf kommt nicht zur Ruhe

Die Gedanken lassen einen einfach nicht los, sie quälen einen fast schon. Das ist etwas, das viele Leute vor allem nachts vor dem Einschlafen kennen. Hier kommt das Zählen der Atmungen wieder zum Einsatz. Bei der Meditation soll es nicht darum gehen den Verstand zu unterdrücken. Die Atemzüge zu zählen kann dabei helfen.

Bei Entspannung fast einschlafen

Das Problem kann leicht passieren und ist nur natürlich. Merkt man, dass man langsam einnickt, sollte man versuchen die Meditation im Sitzen auszuführen, falls man es zuvor im Liegen probiert hat. Wichtig ist es dabei die Wirbelsäule gerade zu halten.
Hilft das nicht, kann man die Augen öffnen und leicht auf einen Gegenstand oder Punkt in unmittelbarer Nähe fokussieren.

Stillsitzen ist nicht möglich

Es muss nicht nur im Sitzen, oder im Liegen, meditiert werden. Es gibt auch die Möglichkeit der Meditation im Gehen.

Dabei geht man in der gewohnten Geschwindigkeit, oder auch etwas langsamer. Egal ob drinnen oder draußen. Dabei sollte man darauf achten die Atmung auf die Geschwindigkeit und Schritte anzupassen. Den Blick leicht geradeaus, die Augenlider entspannt. Dann konzentriert man sich auf den Kontakt der Füße mit dem Boden und die Atmung beim Gehen.

Rücken-, Po- oder Knieschmerzen

Verspannungen oder einfache Übermüdung können der Grund für einen belasteten Körper sein. Es ist wichtig sich daran zu erinnern, dass es okay ist auf einem gemütlichen Sessel oder Liegend zu meditieren, solange man dabei nicht einschläft.

Die richtige Position für eine Meditation ist stets eine, in der man sich wohl fühlt. Schmerzen sollten dabei keinen Platz haben.

Die fehlende Zeit

Es ist wichtig sich nicht in Ausreden zu vertiefen, warum man für etwas keine Zeit hat. Solange man überlegt ob man etwas machen möchte, solange hätte man es bereits einfach tun können.

Ist der Terminkalender wirklich so voll, kann man einfach den Wecker um 15 Minuten früher stellen und die Zeit so arrangieren. Oder man verzichtet auf die Nachrichten vor dem Zubettgehen und meditiert vor dem Einschlafen. Niemand zwingt einen zur Meditation, man muss es wirklich selbst wollen, sonst klappt es nicht.

Nichts passiert

Mediation sollte nicht erzwungen werden um den ultimativen Zen-Modus, oder eine Lösung für ein Problem zu finden. Meditation dient der Steigerung der Aufmerksamkeit auf den eigenen Körper und den Atemzügen. Unrealistische Erwartungen können einen dabei nur stören und nichts besonderes wird auf magische Weise passieren.

Und das ist auch gut so, und so soll es auch sein. Egal was man dabei fühlt, man kann nicht wirklich etwas falsch machen beim Meditieren, solange man sich nicht selbst unter Druck setzt.

 


Bewertung: Ø 5,0 (2 Stimmen)

Autor: Lisa Maria Pichler
Infos zum Autor: Redakteurin bei fitundgesund.at
Erstellt am: 30.01.2020
Überarbeitet am: 30.01.2020

Quellen:

Informationsportal https://zenhabits.net/meditation-guide/ (letzter Aufruf: 29.01.2020)

Informationsportal https://www.shape.com/lifestyle/mind-and-body/beginners-guide-meditation (letzter Aufruf: 29.01.2020)

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