Die Vor- und Nachteile einer veganen Ernährung

Die vegane Ernährung liegt im Trend. Dabei wird auf den Verzehr von Tieren und deren Produkte verzichtet. Das heißt: kein Fleisch, keine Eier, keinen Honig und keine Milchprodukte. Die Beweggründe für den Veganismus sind höchst unterschiedlich. Die meisten handeln aus Tierschutzgründen oder auf Grund gesundheitlicher Faktoren. Der absolute Verzicht auf tierische Produkte birgt sowohl Vor- als auch Nachteile für den Menschen und die Natur.

Vegane ErnährungEine vegane Ernährungsweise bringt viele Vor- aber auch Nachteile mit sich. (Foto by: Maridav / Depositphotos)

Die Vorzüge von Veganismus

Gesundheitliche Vorteile

Ein positiver Punkt für die vegane Ernährung ist eine kalorienarme und gesunde Nahrungsaufnahme. Meist ist die Ernährung von Veganern sehr reich an Magnesium, Vitamin C, Vitamin E, Beta-Carotin, Vitamin B9 - Folsäure, Kohlenhydraten und Ballaststoffen. Hierdurch ist eine Gewichtsabnahme möglich, ohne Diäten oder Hungerkuren.

Diese Art von Ernährungsumstellung sorgt mit ausreichender Bewegung für ein optimiertes Lebensgefühl. Durch das Aufnehmen von vielfältig ausgerichteten Lebensmitteln, wie Gemüse und andere pflanzliche Produkte, erfolgt eine fett- und kalorienarme Zufuhr.

Veganer haben ein deutlich geringeres Risiko für zahlreiche Krankheiten, wie zum Beispiel:

Klimaschutz

Bei einer veganen Ernährung werden natürliche Ressourcen optimierter genutzt als die übliche Ernährungsweise mit Fleisch – Veganismus wirkt sich dadurch positiv auf das Klima aus.


Methan, das Rinder ausstoßen, führt zu einer Klimaerwärmung, die 25 Mal stärker als Kohlendioxid ist. Kühe werden häufig mit Soja gefüttert – der Anbau erfolgt durch die Abholzung der Regenwälder. Diese zählen zu den wichtigsten CO2-Speichern unserer Welt. Die fleischlose Ernährung trägt folglich zur Verringerung der Treibhausgas-Emissionen bei.

Die Nachteile einer veganen Ernährung

Nährstoffmangel

Ernährungswissenschaftler sind sich bei der Bewertung von veganer Ernährung nicht einig. Ein häufiger Negativ-Aspekt ist die Gefahr von einem Mangel an Nährstoffen. Folgende Defizite werden genannt:

Veganer haben häufig einen niedrigeren Eisenwert im Blut. Sie konsumieren zwar die gleiche Menge an Eisen – aus Salat, Getreide oder getrocknete Früchte – doch das pflanzliche Eisen ist für den Körper nicht so gut verfügbar wie tierisches.

Fett kann durch die fleischlose Ernährung aufgenommen werden – die Eiweißzufuhr stellt jedoch ein Problem dar. Eiweiß führt dem menschlichen Stoffwechsel ausreichend Nährstoffe zu. Nutzt man Lebensmittel mit einem hohen Eiweißgehalt kann dies den Eiweißmangel vorbeugen.

Ungesunde vegane Ernährung

Wer sich vegan ernährt, muss nicht automatich gesünder essen, denn es gibt auch zahlreiche vegane, ungesunde Lebensmittel und Junk Food. Auch Zucker ist vegan.

Schwere Umstellung

Spontan zu Lebensmitteln greifen können - das funktioniert bei einer veganen Ernährung meist sehr selten. Vor allem zu Beginn einer Ernährungsumstellung wird es schwerfallen, geeignete Snacks zu finden.

Die Vor- und Nachteile einer veganen Ernährung bei Kindern/Babys

Vegane Ernährung für KinderOb eine vegane Ernährung gut für Kinder ist, darüber wird heftig diskutiert. (Foto by: oksun70 / Depositphotos)

Säuglinge sind von Natur aus keine Veganer – Muttermilch ist gesund und wichtig und die sollten sie auch ausnahmslos trinken. Muttermilch ist die beste Ernährung während der ersten Lebensmonate.

Viele Experten widersprechen einer veganen Ernährung für Kinder. Sie warnen die Eltern vor einer unzureichenden Zufuhr an Nährstoffen. Kinder wachsen schnell, aus diesem Grund steigt das Risiko von Mangelzuständen. Die Folge kann eine Störung des Knochenstoffwechsels sein, die aufgrund einer fehlenden Vitamin D Zufuhr auftreten kann. Fehlt der Nährstoff Vitamin B12 können Schäden im Nervensystem auftreten, die das Gehirn beeinträchtigen.

Dennoch wollen viele Eltern, nicht von einer veganen Ernährung für ihre Kinder absehen und das sollte auch respektiert werden. Die oben genannten Vorteile vom Veganismus gelten auch für Kinder.

Damit diese Art von Ernährung funktioniert, sollten Eltern die bestmögliche Versorgung des Kindes mit allen wichtigen Nährstoffen sicherstellen. Auf eine abwechslungsreiche Ernährung mit  frischem Obst und Gemüse, Vollkornprodukten, Nüssen, Hülsenfrüchten, Samen und hochwertigen Ölen (Lein- oder Rapsöl versorgen den Körper mit wichtigem Omega-3-Fettsäuren) sollte geachtet werden.

Bluttests sollten regelmäßig durchgeführt werden, um den Versorgungszustand des Kindes zu prüfen und um einen eventuellen Mangel an Vitamin B12 oder Vitamin D vorzubeugen.
Bei Bedarf sollten Kinder fehlende Vitamine und Nährstoffe als Zusatzstoffe aufnehmen – dadurch bleibt eine Mangelernährung aus.

Um Mängel frühzeitig zu erkennen, sollte der Kinderarzt die Ernährungspläne analysieren. Durch die Einhaltung dieser Regeln ist eine vegane Kinderernährung möglich.


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