Krauseminze - Grüne Minze als Heilpflanze: Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung

Fast jeder kennt den Geschmack der Krauseminze, denn ihr Aroma ist in vielen Kaugummis, Mundwässern oder diversen Zahnpastaprodukten enthalten. Zudem besitzt diese Heilpflanze eine positive Wirkungen auf unseren Körper und unsere Gesundheit.

KrauseminzeKrauseminze findet man unter anderem in Kaugummis, Mundwässern und in Zahnpastaprodukten. (Foto by: Lidara / Depositphotos)

Herkunft und Merkmale

Die Krauseminze (Mentha spicata) stammt aus der Familie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae).

Ursprünglich findet man diese Pflanze im Mittelmeergebiet, heute wird sie vorwiegend in Nordamerika, China und Indien angebaut.

Die Krauseminze (Grüne Minze) zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • wird bis zu 1,3 Meter hoch
  • trägt eiförmige bis lanzettenartige Blätter
  • besitzt lilafärbige Blüten

Sammelzeitraum und verwendete Pflanzenteile

Die Triebe werden in den Sommermonaten von Juli bis September eingesammelt und getrocknet. Diese zu Sträußen zusammenbinden und kopfüber an einen dunklen, warmen und luftigen Ort aufhängen. Nach dem Trocknen die Blätter vorsichtig abstreifen und in einer verschließbaren Dose aufbewahren.

Synonyme, weitere Bezeichnungen

Die Pflanze ist auch unter folgenden Namen bekannt:

  • Grüne Minze
  • Ährige Minze
  • Frauenminze
  • Grüne Rossminze
  • Speer-Minze
  • Spearmint

Unterschied Krauseminze und Pfefferminze

Die Krauseminze weist eine große Ähnlichkeit mit der Pfefferminze auf. Im Gegensatz zu dieser Heilpflanze ist die Krauseminze jedoch frei von Menthol, weshalb sie vor allem für Kinder und empfindliche Kranke besser verträglich ist.

Geschmack und Geruch

Diese Heilpflanze weist einen kräftigen, würzigen Geschmack und einen aromatischen Geruch auf.

Inhaltsstoffe

Diese Pflanze enthält ätherische Öle, Carvon, Gerbstoffe, Cineol und Limonen.

Die Wirkung

Diese Stoffe wirken antiseptisch, auswurffördernd, blähungshemmend, durchblutungsfördernd, krampflösend, schmerzstillend, schleimlösend und verdauungsfördernd.

Anwendungsbereiche

Die Anwendungsbereiche der Krauseminze sind den Bereichen der Pfefferminze sehr ähnlich.

Verdauungsprobleme

Vor allem bei Magen-Darm-Beschwerden, wie Übelkeit, Magenkrämpfe, Erbrechen oder Blähungen kann die Krauseminze angewendet werden.

Wundversorgung

Durch die Anwendung von Grüner Minze kann die Wundheilung auf positive Weise unterstützt werden. Hierfür einen Aufguss mit einer großen Menge an Krauseminze zubereiten und die Wunde damit waschen.

Erholsamer Schlaf

Eine Tasse Krauseminze-Tee vor dem Zu-Bett-Gehen kann für einen ruhigeren und besseren Schlaf sorgen.

Weitere Anwendungsbereiche

Weiters kann Krauseminze zur Behandlung von folgenden Beschwerden bzw. Erkrankungen verwendet werden:

Anwendungsmöglichkeiten und -formen

Tee mit Krauseminze zubereiten

Für einen Tee zwei Teelöffel Krauseminze-Blätter mit ca. 150 ml heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Pro Tag sollten mehrere Tassen davon getrunken werden.

Ein Tee wird vor allem bei Magen-Darm-Erkrankungen und zur Untersützung der Leber- und Gallenfunktion angewendet.

Krauseminze-Öl

Bei Erkältungskrankheiten empfiehlt sich das Einreiben mit Krauseminze-Öl.

Inhaltationstherapie

Außerdem wird die Grüne Minze für Inhalationstherapien verwendet.

Gewürz

Weiters kann die Krauseminze zum Verfeinern von Lamm- und Fischgerichten, Gemüse, Salaten, Desserts, Cocktails und Saucen verwendet werden.

Homöopathie

Auch in der Homöopathie findet diese beliebte Heilpflanze Anwendung.

Aromatherapie

In der Aromatherapie wird der Grünen Minze eine anregende, gedächtnisstärkende und konzentrationsfördernde Wirkung nachgesagt und wird gegen Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Stress angewendet.

Nebenwirkungen

Bei mäßiger Anwendung sind keine Nebenwirkungen bekannt.


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