Kleinblütiges Weidenröschen als Heilpflanze: Steckbrief, Anwendung und Wirkung

Die Heilpflanze Kleinblütiges Weidenröschen wird sowohl in der Küche als auch in der Naturheilkunde verwendet. Besonders bei Prostatabeschwerden und Blasenerkrankungen kann das Weidenröschen eingesetzt werden.

Kleinblütiges Weidenröschen als Heilpflanze: Steckbrief, Anwendung und Wirkung Das Weidenröschen stammt ursprünglich aus dem Norden Amerikas. (Foto by: vvvera / Depositphotos)

Schnellfakten über das kleinblütige Weidenröschen

  • Inhaltsstoffe
    Die Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind Beta-Sitosterin, Flavonoide, Gerbstoffe, Phytosterole Gallotannine, Caprylsäure, Caprinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, Tannide, ungesättigte Fettsäuren, Vitamin C und Oenothein B.
  • In der Volksmedizin
    Diese Inhaltsstoffe des Kleinblütigen Weidenröschens wirken antibakteriell, entzündungshemmend, stopfend, adstringierend und wassertreibend.
  • In der Botanik
    Das Kleinblütige Weidenröschen (lat. Epilobium parviflorum) gehört zur Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae).
  • In der Küche
    Das Weidenröschen lässt sich in kleinen Mengen zu Salat und Kräutermischungen hinzugeben. Gerne wird die wohltuende Wirkung für Tees und Tinkturen verwendet.

Welche positiven Wirkungen hat das kleinblütige Weidenröschen?

Die Prostata

Das Kleinblütige Weidenröschen wird auch als "Männerkraut" bezeichnet, da es die Prostata stärkt und reguliert. Somit kann die Heilpflanze bei Prostatitis, gegen Prostata-Vergrößerungen, und Prostata-Entzündungen angewendet werden. Inwieweit das Weidenröschen bei Prostatakrebs angewendet werden kann, steht noch nicht fest.

Blasenentzündung

Auch bei einer Blasenentzündung hat sich der Einsatz vom Kleinblütigen Weidenröschen bewährt. So wird die Blase gestärkt und Entzündungen gelindert. Besonders empfehlenswert sind Teemischungen aus Weidenröschen und Brennessel.

Durch seine anregende Wirkung hilft das Weidenröschen auch gegen Reizblase und bei Harninkontinenz.

Zahnfleischprobleme und Schleimhautentzündungen

Durch seine adstringierende Wirkung kann das Weidenröschen bei Zahnfleischproblemen und Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum helfen. Hierfür einen Tee zubereiten und damit gurgeln.

Weiteres wirkt das Weidenröschen auf:

Wann sollte man auf das kleinblütige Weidenröschen verzichten?

Auch bei der Anwendung des Kleinblütigen Weidenröschens sind Nebenwirkungen möglich. Bei einer zu hohen Dosierung oder bei einer längerfristigen Einnahme kann es zu Magen-Darm-Komplikationen kommen.

Das kleinblütige Weidenröschen in der Küche

Essbare Blüten

Im Frühling kann aus den jungen Trieben ein Salat zubereitet werden, diese schmecken wie Vogerlsalat. Aus der ganzen Pflanze kann Spinat gekocht werden.

Zubereitung Weidenröschentee

Zubereitung für eine Tasse Tee

  1. 2 TL getrocknetes Weidenröschenkraut
  2. Kraut mit 200ml kochendem Wasser übergießen
  3. zudecken
  4. 10 Minuten ziehen lassen
  5. Tee abseihen

Am besten wird der Tee langsam und in kleinen Schlucken getrunken um die Verträglichkeit zu testen. Empfehlenswert sind 1-3 Tassen täglich, jedoch sollte diese Menge nicht überschritten werden! Der Tee schmeckt meist blumig und leicht bitter.

Herstellung Weidenröschentinktur

Hierfür wird eine Hand voll frisches Kraut mit Blüten und Stengeln sowie Alkohol benötigt.

  1. Kraut klein schneiden
  2. mit Alkohol übergießen (hochprozentiger Schnaps oder Obstbrand)
  3. In ein Gefäß mit Deckel füllen
  4. für mindestens 2 Wochen stehen lassen
  5. Dabei die Flüssigkeit immer wieder gut durchschüttel
  6. Anschließend abfiltern und in kleine Fläschchen füllen

Bei Beschwerden können bis zu drei Mal täglich je 15-20 Tropfen eingenommen werden. Die Tinktur entweder in etwas Wasser geben oder zusammen mit einem hochwertigem Bio-Speiseöl einnehmen.

 

 


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Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 28.01.2010
Überarbeitet am: 28.05.2020

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