Maroni - ein gesunder Snack in der kalten Jahreszeit

Spaziergänge durch raschelndes Laub stehen im Herbst an der Tagesordnung und werden häufig für eine ganz besonders herbstliche Aktivität genutzt: Das Suchen und Sammeln von Maroni. Klein und rundlich, geschmeidig glatt und in einem warmen Braunton ist die Edelkastanie allein optisch ein Genuss für Groß und Klein. Doch auch an Ständen auf der Straße, oder sogar auf der Speisekarte in gehobenen Restaurants werden Maroni in der Herbstsaison immer wieder als besondere Spezialität angeboten.

Gesunde und schmackhafte MaroniMaroni verwöhnen kulinarisch und wirken positiv auf unsere Gesundheit. (Foto by: Rhombur / Depositphotos)

Maroni als altbewährte Energiequelle

Bereits vom Mittelalter bis zum Ende des 19. Jahrhunderts waren die Maroni in den Bergregionen Südeuropas das Hauptnahrungsmittel der ländlichen Bevölkerung.

Außerdem wurden die Nüsse als Kraftfutter für Tiere verwendet, was schon einen Hinweis auf die wertvollen Inhaltsstoffe dieser besonderen Nussfrucht gibt:

Vitalisierend und wohltuend für unseren Körper

  • Vitamin B und Phosphor stärken die Nerven und unterstützen das Wohlbefinden bei geistiger und körperlicher Erschöpfung. Gerade zur kälteren Jahreszeit hin wird es unser  Körper danken, wenn er durch reichhaltige Nahrung gepflegt und geschützt wird.
  • Weiterhin wirken die Maroni gegen den Säure-Überschuss im menschlichen Organismus, da Edelkastanien reich an basischen Mikronährstoffen sind.
  • Kalzium und Phosphor stärken Knochen und Zähne und bieten somit vor allem für Kinder und Jugendliche sowie ältere Menschen eine geeignete Energiequelle.
  • Letztere Gruppe zieht aus den Maroni einen weiteren Vorteil: Die Wirkung des Bioflavonoid Rutin dient zur Besserung von Beinbeschwerden, wie Krampfadern und Venenprobleme. Alternativ greifen Menschen oft zu Rutin-Kapseln, jedoch ist das Verspeisen von Maroni eine natürlichere und zudem schmackhafte Behandlungsmethode.

Facettenreiche Zubereitung

Neben den weit verbreiteten heißen Maroni gibt es zahlreiche alternative Zubereitungsarten.
Ob als Einlage in einer Suppe, zu einer gebratenen Gans, in einer Ente oder im Huhn mit Äpfeln und frischen Kräutern schonend im Ofen gegart - alle Varianten bieten Ihnen dieselben gesundheitlichen Vorzüge.

Geschmacklich überzeugt die Frucht durch ihr mild-nussiges Aroma in Kombination mit einer unverkennbaren weich-cremigen Konsistenz. Maroni passen auch gut zu Rotkohl, roten Rüben, Spinat und schmecken zu Gerichten mit Wildfleisch oder Gnocchipfannen mit Gorgonzola Sauce. Wer es lieber süß anstatt herzhaft-deftig mag, kann Maroni auch in Desserts verarbeiten.

gesunde MaroniGebratene Maroni sind ein Muss im Herbst. (Foto by: studioM / Depositphotos)

Der Frischetest - Worauf Sie beim Maroni-Kauf achten sollten

Beim Kauf von Maroni sollten sie die Schale begutachten. So können Sie erkennen, wie frisch die Nüsse sind. Ist die Schale runzlig, ist auch die Nuss innen wahrscheinlich hart und eingetrocknet.

Frische Maronen weisen eine glänzende Schale auf, die von einem leichten Flaum bedeckt sein kann. Kaufen Sie sicherheitshalber ein paar mehr Maronen, als Sie letztlich verwerten wollen. Später können Sie alle Maronen in eine Schüssel mit Wasser geben. Die Maroni, die oben schwimmen, sind ungenießbar und sollten aussortiert werden. Den Rest können sie bedenkenlos verwenden.

Erste Schritte der Verarbeitung - Was wichtig ist

Bevor Sie sich für ein Gericht entscheiden, muss die Frucht zunächst aus Ihrer Schale befreit werden. Dazu muss diese kreuzweise mit einem scharfen Messer auf der glatten Seite eingeritzt werden. Dabei gilt es zu beachten, dass nicht zu tief geschnitten wird, um den Kern nicht zu beschädigen. Dies hätte zur Folge, dass sich der weich gewordene Kern später nur schwer aus der Schale lösen ließe.

Mit der eingeritzten Seite nach oben werden die Maronen auf ein Backbleck gelegt und im Ofen bei 200 Grad etwa 20 Minuten gebacken. Durch das Einritzen hat sich nach dem Backen die Schale von den Früchten soweit gelöst, dass man sie nach dem Auskühlen problemlos entfernen kann.

Nun haben Sie die Früchte für die weitere Verarbeitung vorbereitet und können ein Feinschmecker-Gericht mit leicht verdaulichen, reichhaltigen Maroni zaubern. So tun Sie nicht nur etwas für Ihren Gaumen, sondern auch für Ihre Gesundheit.


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