10 Gründe für geschwollene Füße

Geschwollene Füße treten meist nach einem langen Arbeitstag auf den Beinen, oder einer Schwangerschaft auf. Der Schuh drückt, obwohl man ihn bereits öfters problemlos an hatte. Gründe dafür gibt es viele. Häufig besteht kein Grund zur Sorge, dennoch ist Vorsicht bei gewissen Symptomen gefragt.

Schwellung durch Verletzung Meist liegt der Schwellung eine Wassereinlagerungen im Bindegewebe zu Grunde. (Foto by: spukkato / Depositphotos)

Schnell-Übersicht

  • Was sind geschwollene Füße: Dabei kommt es zu einer Einlagerung von Flüssigkeiten in den betroffenen Regionen, welche die Füße unterschiedlich stark anschwellen lassen können.
  • Symptome: Typisch sind eine spürbare Verdickung des Fußes, ein Engegefühl in den Schuhen und manches mal auch ein Gefühl von Hitze an der betroffenen Stelle. Es kann auch zu Schmerzen kommen.
  • Ursachen: Häufige Ursachen sind Schwangerschaft und heißes Wetter. Aber auch Verletzungen, Alkohol, sowie Erkrankungen von Leber, der Nieren und des Herzen, können für geschwollene Füße sorgen.
  • Behandlung: Meistens hilft eine Pause, kühle Auflagen, Kompressionsstrümpfe und das Hochlagern der Füße. Liegt jedoch der Grund bei einer Erkrankung oder Infektion, müssen zusätzliche Maßnahmen durch einen Arzt/ eine Ärztin erfolgen.
  • Mögliche Komplikationen: Geht eine Schwellung nach mehreren Tagen nicht zurück, kann eine Erkrankung daran Schuld tragen.

Grund zur Beunruhigung?

Geschwollene Füße können ein Resultat von Faktoren wie einer Überdosis, einer Operation oder einer Schwangerschaft sein. In den meisten Fällen dauert es nur eine kurze Weile an und ist kein Grund zur Beunruhigung.

Es kann dennoch als sehr unangenehm empfunden werden und im Alltag stören. Manche Schwellungen können beruhigt und reduziert werden, so dass man wieder die alltäglichen Aufgaben bewältigen kann.

Sollten die Schwellung jedoch anhalten und weitere Symptome auftreten, könnte das ein Anzeichen für eine zu Grunde liegende Krankheit sein.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

In manchen Fällen ist der Besuch bei einem Arzt/einer Ärztin dringend zu empfehlen. Bei folgenden Beschwerden, sollte sofort professionelle Hilfe gesucht werden:

  • unergründliche, schmerzhafte Schwellung der Beine und Füße
  • warme, rötliche, oder entzündete Stellen an der betroffenen Stelle
  • Schwellung und Fieber
  • Schwierigkeiten beim Atmen
  • Schwellung eines einzelnen, ganzen Beines
  • Schmerzen in der Brust, Engegefühl

Ein Ödem

Schnell-Übersicht:

  • Was ist ein Ödem: Ödeme sind Wasseransammlungen im Gewebe.
  • Symptome: Charakteristisch sind schwere, dicke Beine, die vor allem Abends spürbar sind. Auch die Fußknöchel können dabei anschwellen.
  • Ursachen: Mögliche Ursachen sind eine Erkrankung des Herzens, der Leber, der Nieren, oder eine Schilddrüsenunterfunktion, sowie verschiedene Medikamente und Infektionen.
  • Behandlung: Langfristig sind Sport und Bewegung die besten Mittel gegen die Wasseransammlungen. Hilfreich ist auch das Hochlagern der Beine sowie eine Kompressionstherapie.
  • Vorbeugung: Hilfreich ist viel Bewegung, das Hochlagern der Beine, eine Kompressionstherapie, oder eine Lymphdrainage.

Mehr Informationen zu dem Thema Ödem gibt es HIER

Schwangerschaft

Geschwollene Füße in der Schwangerschaft In den späteren Monaten der Schwangerschaft sollte zu langes Stehen vermieden werden. (Foto by: konstantynov / Depositphotos)

Eine Schwellung der Füße ist während der Schwangerschaft nichts unübliches. Der Körper speichert während dieser Zeit mehr Wasser und produziert mehr Blut und Körperflüssigkeiten.

Dabei treten geschwollene Füße vor allem Abends oder nach einem langen Tag auf und meist ab dem 5. Schwangerschaftsmonat, bis hin zur Geburt. Ein guter Tipp ist hierbei ein entspanntes Fußbad gegen die Schwellungen.

Um eine Schwellung der Füße während der Schwangerschaft zu reduzieren, sollte man auch:

  • langes Stehen vermeiden
  • im Sommer kühle Räume aufsuchen
  • die Füße hoch lagern
  • bequeme Schuhe trage (keine High Heels)
  • Kompressionsstrümpfe tragen
  • entspannt schwimmen
  • kalte Kompressen auflegen
  • mehr Wasser trinken
  • weniger Salz zu sich nehmen

Alkohol

Beim Trinken von Alkohol kann es zu Wasserablagerungen in den Füßen kommen. Meist vergeht dieses Symptom nach wenigen Tagen von alleine. Sollte das nicht der Fall sein, ist Vorsicht geboten.

Treten die Schwellungen in den Füßen regelmäßig nach dem Verzehr von Alkohol auf, könnte das ein Anzeichen für ein Problem in der Leber, dem Herz, oder den Nieren sein. Ebenso wie ein Zeichen, dass man einen übermäßigen Alkoholkonsum ausübt.

Auch hier gilt wieder:

  • mehr Wasser trinken
  • wenig Salz zu sich nehmen
  • die Füße  hoch lagern und ausruhen
  • die Füße in Wasser kühlen

Heißes Wetter

Das Anschwellen der Füße während heißer Tage ist nichts ungewöhnliches. Durch die warmen Temperaturen erweitern sich die Venen als Teil des natürlichen Kühlungsprozesses des Körpers.

Manches Mal jedoch, schafft es das Blut von den Füßen nicht zurück zum Herz. Das Ergebnis sind Lagerungen von Flüssigkeiten in den Knöcheln und Füßen. Gerade Personen die bereits anfällig für niedrigen Blutdruck sind, können davon betroffen sein.

Neben kühlen Fußbädern, genügend Wasserzufuhr und dem Hochlagern der Beine, kann hier wieder ein Kompressionsstrumpf und bequeme Schuhe helfen.

Wichtig ist auch ein wenig Bewegung und leichte Beinübungen, um den Kreislauf zu unterstützen.

Verletzungen

Kühlung mit Eis Ein wichtiger Teil der PECH-Regel ist die Kühlung. So kann die Schwellung gelindert werden. (Foto by: AndreyPopov / Depositphotos)

Fußverletzungen wie gebrochene Knochen, Verstauchungen, Bänderrisse und weiteres, können die Füße anschwellen lassen. Nach einer Verletzung kommt es meist zu einer verstärkten Durchblutung der betroffenen Stelle.

Hier wird gerne die P.E.C.H.-Regel eingesetzt:

  • Pause
    Das betroffene Bein sollte so viel wie möglich in Ruhelage gelegt werden. Dabei sollte das Bein so wenig wie möglich belastet werden.
  • Eis
    Mit Eis und kühlen Auflagen, sollte die betroffene Stelle so um die 20 Minuten mehrmals über den Tag gekühlt werden
  • Compression
    Ein Kompressionsstrumpf kann helfen die Schwellung in den Griff zu bekommen.
  • Hochlagern
    Während man ruht, sollte man die Beine über der Herzhöhe lagern. Vor allem nachts, kann man den Körper dabei beim Kreislauf unterstützen.

Je nach Schwere und Art der Verletzung, können Ärzte und Ärztinnen auch Schmerzmittel verschreiben. Ebenso wird in manchen Fällen ein Gips, eine Schiene oder eine Operation notwendig sein.

Sollten die Schmerzen und die Schwellungen zu unangenehm werden und nicht zurück gehen, sollte dringen ärztlicher Rat eingeholt werden. Auch im Falle von auftretender Gefühlslosigkeit in den Beinen.

Erkrankungen der Nieren

Leidet man an einer Nierenerkrankung, oder an einer nicht-funktionalen Niere, kann sich zu zuviel Salz im Blut kommen. Dadurch sammelt sich Wasser und führt zu Schwellungen in den Füßen und Knöcheln.

Möglich sind auch Symptome wie:

  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Appetitlosigkeit
  • Müdigkeit und Niedergeschlagenheit
  • Mangel an Energie
  • Probleme beim Schlafen
  • Muskelzuckungen und Krämpfe
  • gerötete Augen
  • verstärkter Harndrang
  • Brustschmerzen
  • Atemnot
  • hoher Blutdruck

Bei einer Kombination dieser Symptome wird empfohlen einen Arzt aufzusuchen und eine mögliche Nierenerkrankung zu untersuchen.

Leberschäden

Auch eine Erkrankung der Leber kann zu einer übermäßigen Ansammlung an Flüssigkeiten in den Füßen und damit zu Schwellungen führen. Auslöser können genetisch, durch einen Virus, Alkohol, und auch Fettleibigkeit sein. Daher ist es wichtig, eine Lebererkrankung frühzeitig zu erkennen.

Blutverklumpung

Dabei handelt es sich um feste Klumpen aus Blut, es kommt zu einer Durchblutungsstörung. Die Klumpen können sich in den Venen der Beine bilden und so die Rückfuhr des Blutes zum Herzen erschweren. Dadurch kommt es zu Schwellungen in den Füßen. Meist erscheint es nur auf einer Seite des Körpers.

Dazu können Symptome auftreten wie

  • Schmerzen
  • Schmerzempfindlichkeit
  • lokale Wärme
  • Rötungen an den betroffenen Stellen
  • Fieber

Bei Verdacht sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Infektionen

Juckreiz und Infektionsgefahr Das Aufkratzen von Insektenstichen kann zu Infektionen führen. (Foto by: kwanchaichaiudom / Depositphotos)

Auch Infektionen können eine Schwellung der Füße hervorrufen. Bei einer Erkrankung an diabetischer Neuropathie oder Nervenleiden sind die Füße besonders gefährdet für Infektionen.

Die Infektionen entstehen meist durch Schnittwunden, Verbrennungen und Insektenstichen. Dazu kommen meist Schmerzen, Rötungen und Irritationen.

Dabei ist dann dringend ein Arzt aufzusuchen um mögliche Infektionen rechtzeitig zu behandeln.

Nebeneffekte von Medikamenten

Gewisse Medikamente können die Schwellungen der Füße als Nebenwirkungen auflisten.
Medikamente bei denen es vorkommen kann sind:

  • Hormone (z.B. Östrogen und Testosteron)
  • Kalziumkanalblocker
  • Steroide
  • Antidepressiva
  • ACE-Hemmer
  • Nichtsteroidales Antirheumatikum
  • Diabetesmedikamente

Sollten die eingenommenen Medikamente eine Schwellung der Füße auslösen, ist es ratsam den behandelnden Arzt aufzusuchen. Dabei kann eine Dosierung geändert, oder eine Alternative gesucht werden.

Herzversagen

Ist das Herz nicht in der Lage das Blut korrekt durch den Körper zu pumpen, kann es zu einem Herzversagen kommen. Dabei schwellen auch die Füße an, da das Blut von den Füßen nicht mehr hinauf zum Herzen gelangt. Salz und Wasser lagern sich ab.

Neben den geschwollenen Füßen, sollte auf folgende Symptome geachtet werden:

  • starkes Unbehagen in einer horizontalen Lage
  • schneller und ungewöhnlicher Herzrhythmus
  • plötzliche Atemprobleme
  • husten von rosa-schaumigem Schleim
  • Brustschmerzen
  • vermehrter Harndrang in der Nacht
  • Schwellung im Bauch
  • schnelle Gewichtszunahme durch Wasseransammlungen
  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit
  • Konzentrationsprobleme
  • Ohnmacht oder Schwächeanfall

Bei diesen Symptomen ist so schnell wie möglich ein Arzt oder Krankenhaus aufzusuchen.

Herzversagen bedarf einer genauen Untersuchung und einer Lebensumstellung. Mögliche Behandlungen beinhalten Medikamente, Operationen oder Herzschrittmacher.


Bewertung: Ø 5,0 (2 Stimmen)

Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 05.02.2020
Überarbeitet am: 06.02.2020

Quellen:

Gesundheitsportal https://www.healthline.com/health/swollen-feet (Aufruf 05.02.2020)

Gesundheitsportal https://www.webmd.com/a-to-z-guides/swollen-ankles-and-feet#1 (Aufruf 05.02.2020)

Gesundheitsportal https://www.apotheken-umschau.de/Beine/Geschwollene-Beine-und-Fuesse--Ursachen-Erkrankungen-innerer-Organe-Stoffwechsel-53776_6.html (Aufruf 05.02.2020)

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