Herzultraschall (Echokardiographie )

Die Ultraschalluntersuchung des Herzens nennt man Echokardiographie. Mit dieser Untersuchung kann der Arzt/die Ärztin Struktur und Funktion des Herzens beurteilen. Mit der Echokardiographie können sichere Diagnosen bei kardiologischen Erkrankungen erstellt werden.

Durchführung einer Echokardiographie Eine Echokardiographie ist eine Ultraschalluntersuchung des Herzens. (Foto by: sudok1 / Depositphotos)

Schnell-Übersicht

  • Was ist ein Herzultraschall?
    Beim Herzultraschall (Echokardiografie) wird das Herz mit Hilfe von Ultraschall-Wellen untersucht und Herzklappen, Herzwände sowie Herzbeutel sichtbar gemacht. Dabei können Herzerkrankungen wie eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) und Klappendefekte erkannt werden.
  • Welche Verfahren gibt es?
    Bei der Transthorakalen Echokardiographie (TTE) wird der Schallkopf auf dem Brustkorb angelegt, während die Person entspannt auf der Seite liegt. Als Ergänzung gibt es noch die Transösophageale Echokardiographie (TEE) - hier wird eine Sode über die Speiseröhre eingeführt, auf deren Spitze sich ein Ultraschallkopf befindet.
  • Was sind die Risiken eines Herzultraschalls?
    Bei der Ultraschalluntersuchung werden durch einen Schallkopf Wellen mit hoher Frequenz ausgesendet. Diese Wellen sind unsichtbar, verursachen auch keine Schmerzen und sind für den Menschen völlig harmlos.

Mit der Echokardiographie wird durch den Ultraschall nicht nur der Aufbau des Herzens ersichtlich, auch viele verschiedene dynamische Prozesse können gesehen werden. Beispielsweise kann die Blutflussgeschwindigkeit gemessen oder die Bewegungsabläufe der Herzklappen sowie Herzwände können bewertet werden.

Eine besondere Form der Echokardiographie stellt die Untersuchung während einer körperlichen Belastung dar. Handelt es sich um komplexe Herzfehler, kann ein Kontrastmittel eingesetzt werden.

Durchführung einer Echokardiographie

Die Untersuchung wird am Patienten in liegender Position und in Ruhe durchgeführt.

Manchmal wird die Herzfunktion allerdings auch unter Belastung aufgezeichnet und beurteilt, was unter körperlicher Belastung wie Radfahren (Fahrradergometer) oder auch durch Medikamente erreicht wird.

Es kommen je nach Fragestellung zur Diagnose verschiedene Verfahren zur Darstellung zum Einsatz wie das eindimensionale M-Mode-Verfahren oder die zweidimensionale Duplex-Sonografie.

Anwendungsgebiete

Durch die Echokardiographie kann der Arzt/die Ärztin viele wichtige Informationen zur Herzbeschaffenheit und der Funktion des Herzens erhalten, wie beispielsweise Informationen zur Größe der Herzhöhlen, der Pumpfunktion des Herzens oder angeborene Herzfehlbildungen.

Untersuchung Herz mittels Ultraschall Mit der Echokardiographie können sichere Diagnosen bei kardiologischen Erkrankungen erstellt werden. (Foto by: Faustasyan / Depositphotos)

Mögliche Komplikationen

Grundsätzlich sind die Risiken bei der äußeren Echokardiographie äußert gering, allerdings kann es bei der transösophagealen Echokardiographie (Untersuchung über die Speiseröhre) zu Komplikationen kommen, jedoch auch nur in sehr geringem Ausmaß.

Mögliche Nebenwirkungen

Nebenwirkungen auf das Betäubungsmittel (beim Einführen der Sonde in die Speiseröhre) können selten auftreten, noch seltener kann es zu Verletzungen von Gefäßen, Nerven oder Gewebe kommen, wenn der Schlauch durch die Speiseröhre geschoben wird.

Eventuell treten Blutungen auf oder es kommt zu Infektionen.

Fazit

Eine Echokardiographie ist eine der wichtigsten Untersuchungsmöglichkeiten um Funktion und Struktur des Herzens beurteilen zu können. Die Echokardiographie kann im Zuge einer Vorsorgeuntersuchung, aber auch bei Verdacht auf kardiologische Krankheitsbilder angewendet werden. Die auch als Herzsonographie bekannte Untersuchung ist für den Patienten schmerzlos.


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