Verkühlung am Rücken

Wer kennt es nicht, dieses unangenehme Ziehen in Nacken-und Rückenpartie, welches sich vornehmlich bei kühlen und feuchten Klimaverhältnissen einstellt?! Wie es dazu kommt und welche effektiven Maßnahmen der Therapie und Prävention es gibt, soll im Zentrum des folgenden Beitrags stehen.

Mann leidet unter RückenschmerzenNiedrige Temperaturen, Zugluft und unpassende Kleidung können zu einer Verkühlung am Rücken führen. (Foto by: AndreyPopov / Depositphotos)

Eine Verkühlung am Rücken äußert sich zumeist durch eine verspannte, schmerzende und unbewegliche Rückenmuskulatur. Dabei sind in der Regel nur einzelne Partien, wie Nacken, Schulter oder Lendenwirbel betroffen.

Jedem ist in diesem Zusammenhang sicherlich die Bezeichnung eines 'steifen Nackens' vertraut, welche nichts weiter als eine andere Ausdrucksform für eine Verkühlung am Rücken ist. Die genannten Symptome treten vor allem bei dem Versuch der Bewegung auf und können für die Dauer der Beschwerden zu einer erheblichen Einschränkung der motorischen Fähigkeiten führen. Diese wird oftmals noch durch die Schonhaltung, die sich viele Betroffene zulegen, um die unangenehmen Schmerzen zu vermeiden, gefördert.

Zudem kann es langfristig zu einem chronischen Krankheitsverlauf kommen, wenn man den Beschwerden nicht die notwendige Aufmerksamkeit widmet und für eine angemessene Behandlung sorgt.

Ursachen von einer Verkühlung am Rücken

Die genauen Auslöser für die Beschwerden lassen sich von den Betroffenen oftmals nicht eindeutig benennen, da eine Verkühlung am Rücken durch zahlreiche Faktoren begünstigt werden kann und oftmals ganz unbemerkt erfolgt.

Niedrige Temperatur und Zugluft

Der Fahrtwind bei einem Fahrradausflug oder das geöffnete Fenster bei der Autofahrt können bereits zu dem Auftreten der unangenehmen Symptome führen. Auch wer gerne bei geöffnetem Fenster schläft, zählt oftmals zu den Leidtragenden, da niedrige Temperaturen und Zugluft die genannten Beschwerden auslösen kann.

Unpassende Kleidung

Eine weitere, oftmals unterschätzte, da besonders naheliegende Ursache ist das Tragen unpassender Kleidung. Wer beispielsweise selbst in Herbst und Winter zu leichter und freizügiger Kleidung greift und modische Aspekte vor die eigene Gesundheit gestellt werden, darf sich über anhaltende Beschwerden in der Rückenpartie nicht wundern. Denn gerade bei ohnehin eisigen Temperaturen reicht oftmals bereits ein Luftzug, um eine schmerzhafte Verkühlung des Rückens herbeizuführen.

Untersuchungen und Diagnose

Da Rückenschmerzen vielfältige Ursachen haben können, gilt es, beim Auftreten der Beschwerden erst einmal in sich zu gehen, und das eigene Verhalten zu rekapitulieren. Kommen einem dabei nicht Aspekte wie eine ungünstige Körperhaltung am Arbeitsplatz oder eine übermäßige Inanspruchnahme beim sportlichen Training in den Sinn, so ist eine Verkühlung als Ursache für die Symptome wahrscheinlich.

Näheren Aufschluss bietet zweifellos der Gang zum Arzt. Die standardmäßigen Untersuchungen bei Rückenproblemen werden ebenfalls mit einem Fragenkatalog eingeleitet, mit dem der Arzt versucht, die Fülle an möglichen Auslösern auf ein Minimum zu begrenzen. Dazu zählen unter anderem Angaben zur Krankheitsgeschichte, Lebensgewohnheiten sowie Begleitumstände.

Oftmals wird bereits in diesem Stadium der Untersuchungen ersichtlich, dass ungünstige Witterungsbedingungen für die Beschwerden verantwortlich sind. Die typische Schonhaltung, das überdurchschnittlich hohe Bedürfnis nach Wärme und die besonders sensible Reaktion Betroffener auf Kälte und Zugluft ergänzen in der Regel die Diagnose, welche besagt, dass das auslösende Moment der Symptome in einer Verkühlung des Rückens liegt.

Arzt untersucht Patienten mit RückenschmerzenEine Verkühlung am Rücken äußert sich meist durch eine verspannte und schmerzende Rückemuskulatur. (Foto by: mangostock / Depositphotos)

Behandlung, Therapie und Komplikationen

Ein Großteil der Behandlungsmethoden ergibt sich aus der Ursache für die Beschwerden.

Wärme tut gut

Denn einer Verkühlung kann nur mit einem Übermaß an Wärme entgegengewirkt werden. Warme Kleidung, Decken, die klassische Wärmflasche oder ein warmes Körnerkissen haben sich hier als grundlegende Voraussetzung für eine erfolgreiche Genesung erwiesen. Auch Rotlicht oder andere Bestrahlungen mit Wärme gelten bei der Behandlung von Verspannungen und Schmerzen in der Rückenpartie als wohltuend.

Linderung durch altbewährte Hausmittel

Zu den bewährten Hausmitteln zählen entspannende Vollbäder mit Lavendel-oder Eukalyptus-Essenzen.

Auch Massagen mit entsprechenden ätherischen Ölen oder dem chinesischen Allheilmittel Tigerbalsam haben sich hier bewährt.

Alternativ besteht die Möglichkeit, sich Fangopackungen oder Moorbäder vom Arzt verschreiben zu lassen.

Gesund mit Entpannungsübungen

Abgesehen davon erweist sich auch eine Erwärmung und Entspannung der Muskeln durch gezielte Körperübungen und Entspannungstechniken wie beispielsweise Mediation sowie Autogenes Training als vorteilhaft.

Komplikationen

Komplikationen können eigentlich nur auftreten, wenn man seine Beschwerden zu lange ignoriert oder im Rahmen des Bewegungsprogramms nicht die notwendige Geduld und Vorsicht aufbringt und seine Wirbelsäule somit zusätzlich reizt.

Prävention und was ich selbst tun kann

Was für ordinäre Erkältungen gilt, trifft auch auf die Rückenpartie zu. Zwar kann es ausgesprochen schnell zu einer Verkühlung kommen, jedoch gibt es zahlreiche Methoden, um seine Wirbelsäule so zu stärken, dass sie weniger anfällig für Beschwerden aller Art ist.

Gesunder Lebensstil

Grundsätzlich ist hier natürlich vor allem ein gesunder Lebensstil zu nennen, welcher sich aus einer folgenden Bereichen zusammensetzt:

  • ausgewogene Ernährung
  • ausreichend Bewegung
  • regelmäßige Schlaf- und Ruhephasen

Übungen für einen gesunden Rücken

Zudem gilt es, beispielsweise durch die Teilnahme an einer Rückenschule Übungen zu erlernen, die dem gezielten Training der Wirbelsäule dienen.

Als präventive Maßnahme haben sich auch ganzheitliche Übungen aus dem asiatischen Raum, darunter Yoga und Tai Chi bewährt, welche nicht nur für eine körperliche, sondern auch für geistige Entspannung sorgen.

Immunsystem stärken

Hinzu kommen alle Mittel, die der Stärkung der Abwehrkräfte dienen. Schwimmen, regelmäßige Saunabesuche und frisches Obst und Gemüse zählen hier zu natürlichen Helfern auf dem Weg zu einem intakten Immunsystem.

Abgesehen davon gilt es natürlich, auslösende Faktoren wie Kälte und Zugluft zu vermeiden und bei kühlem Wetter sowie in der Nacht auf warme Kleidung und angemessene Zimmertemperaturen zu achten.


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