Schleudertrauma

Ein Schleudertrauma ist eine reine Weichteilverletzung die im Bereich der Halswirbelsäule durch eine akute Beugung oder Überstreckung des Kopfes, zumeist bei Unfall, entsteht. Dabei kommt es zu einer schmerzhaften Steilhaltung der Nacken- und Halsmuskulatur und zur Verspannung, in schweren Fällen können die Halswirbelbänder einreißen.

SchleudertraumaMeist entsteht ein Schleudertrauma durch einen Autounfall. (Foto by: 12_Tribes / Depositphotos)

Was ist ein Schleudertrauma?

Bei einem Schleudertrauma handelt es sich um eine Weichteilverletzung der Wirbelsäule im Bereich des Halses. Die Verletzung kommt aufgrund schnell aufeinanderfolgender, entgegengesetzter Bewegungen des Kopfes zustande. Von zumeist einfachen Zerrungen kann ein Schleudertrauma bis zu Bänder- und Bandscheibenzerreißungen führen.

Eher selten kommt es zu begleitenden Nerven- und Knochenverletzungen. Aus medizinischer Sicht sind viele Schleudertraumata harmlos, doch der Patient empfindet die Verletzung psychisch sehr dramatisch. So fühlt er Beschwerden, die oft gar keinen medizinischen Hintergrund haben. Darum muss bei der Behandlung des Schleudertraumas auch immer die psychische Komponente beachtet werden.

Die Ursachen für ein Schleudertrauma

Autounfälle als häufigste Ursache

Die häufigste Ursache für ein Schleudertrauma ist ein Autounfall. Wenn man mit dem Auto auffährt oder angefahren wird, kommt es zum nach vorne oder nach hinten Schleudern des Kopfes und der damit verbundenen gewaltsamen Überstreckung oder Beugung der Halswirbelsäule. Gleich darauf folgt ein zweites Trauma – in die entgegengesetzte Richtung.

Beim Verletzungsmechanismus des Schleudertraumas wirken verschiedene Schwer- und Biegekräfte, die zumeist kleinere, selten schwere Verletzungen hervorrufen. Die Schmerzen nach dem Trauma sind in vielen Fällen psychosomatischer Natur.

Weitere Gründe

Weitere Ursachen für ein Schleudertrauma können sein:

  • Sportunfälle (Boxen, Ringen, Judo, etc.)
  • der Unfälle beim Scooter oder Achterbahnfahren

Die Symptome bei einem Schleudertrauma

Die Symptome bei einem Schleudertrauma richten sich nach dem Ausmaß des Traumas und treten entweder sofort oder nach ein bis zwei Tagen auf. Anfangs zeigen sich Verzögerungen der Bewegung des Kopfes bzw. der Halswirbelsäule.

Sehr oft spüren die Betroffenen zunehmende Schmerzen, obwohl es keinen medizinischen Grund dafür gibt. Hauptsymptome beim Schleudertrauma sind Kopfschmerzen, Nackenschmerzen sowie verspannte Muskeln im Bereich des Nackens. Bei einem leichten Schleudertrauma vergehen diese Symptome nach wenigen Tagen, manchmal Wochen.

Weitere Symptome bei einem Schleudertrauma können sein:

Die Behandlung eines Schleudertraumas

Behandlung SchleudertraumaChiropraktik und Physiotherapie können Linderung bei einem Schleudertrauma verschaffen. (Foto by: lightwavemedia / Depositphotos)

Symptomatische Behandlung

Bei kleineren Verletzungen erfolgt die Behandlung symptomatisch. Halten die Schmerzen länger an, ist eine physiotherapeutische Behandlung sinnvoll.

Manuelle Therapie

Als manuelle Therapie eignet sich in manchen Fällen die Chiropraktik, welche gute Erfolge gegen Beschwerden wie Übelkeit oder Schwindel erzielen kann.

Wärmebehandlungen und Akupunktur

Sind die Verspannungen dauerhaft, wirken regelmäßige Wärmebehandlungen oder eventuell Akupunktur. Diese Maßnahmen wirken schmerzlindernd.

Vorübergehend können schmerzstillende Mittel oder Muskelrelaxanzien eingenommen werden.

Halskrause

Wenn es sich um ernstere Verletzungen der Weichteile handelt, kann es nötig sein, eine ruhig stellende Halskrause zu tragen.

Kann man einem Schleudertrauma vorbeugen?

Unfälle können nicht immer vermieden werden, im Auto sollte auf die richtige Einstellung der Nackenstützen geachtet werden.

Weitere Informationen zum Schleudertrauma

Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen oder Vereine für Unfallopfer helfen bei vielen, auch rechtlichen, Fragen. Interessante Informationen erhält man in der Fachliteratur zum Thema.


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