Hodenkrebs

Beim Hodenkrebs handelt es sich um eine seltene, bösartige Tumorart, die sich meist aus den Keimzellen des Hodens, woraus sich auch die Spermien bilden, entwickelt. Welche Ursachen einen Hodenkrebs auslösen, ist weitgehend unbekannt. Eine genetische Veranlagung sowie ein Hodenhochstand zählen zu den Risikofaktoren.

HodenkrebsHodenkrebs ist ein bösartiges Geschwulst des Hodens. (Foto by: alexraths / Depositphotos)

Hodenkrebs entwickelt sich zumeist aus den Keimzellen des Hodens, woraus auch die Samenzellen (Spermien) entstehen. Die eigentlichen Ursachen, die zu Hodenkrebs führen sind weitestgehend unbekannt. Doch Risikofaktoren, wie ein genetischer Einfluss sind geklärt. Die häufigste Ursache ist ein sogenannter Hodenhochstand (Maldescensus testis). Der bösartige Tumor wird als Keimzelltumor bezeichnet. Die Zelltypen im Hoden sind unterschiedlich, daher wird der Hodenkrebs in zwei Hauptgruppen, die in etwa gleich häufig auftreten, unterteilt:

  • Die Seminome
  • Die Nichtseminome

Die Nichtseminome werden (je nach Gewebe) weiters in Unterformen geteilt. Außerdem kann ein Hodenkrebs aus dem Stützgewebe des Hodens entstehen, was eher selten vorkommt sowie als Tochtergeschwülste anderer Tumore.

Die Ursachen für Hodenkrebs

 Wenn die Hodenwanderung (von der Bauchhöhle in den Hodensack) ab dem zweiten Lebensmonat nicht bis zum ersten Lebensjahr abgeschlossen ist und ein Hoden in einer Fehllage verbleibt (beispielsweise im Bauch oder der Leistengegend), wird das als Hodenhochstand bezeichnet. Männer, die darunter leiden, haben ein bis zu 30faches Risiko an einem Hodenkrebs zu erkranken. Auch wenn der Hodenhochstand frühzeitig korrigiert wurde, besteht noch immer ein erhöhtes Risiko.

Die Symptome bei Hodenkrebs

Hauptsymptom bei Hodenkrebs ist eine harte, schmerzlose und in den meisten Fällen einseitige Schwellung des Hodens, die stetig wächst und sich als Knoten bemerkbar macht.

Weiters können sich folgende Symptome einstellen:

  • Ein einseitiges Ziehen im Hoden oder Samenstrang
  • Ein Schweregefühl im Hoden
  • Angesammelte, wässrige Flüssigkeit um den Hoden

Ist der Tumor hormonaktiv, sich Unfruchtbarkeit, eine Abnahme der Libido (sexuelles Verlangen) oder eine vergrößerte männliche Brust bemerkbar machen.

In einem fortgeschrittenen Stadium des Hodenkrebses kann es durch Metastasen (je nach Lage) beispielsweise zu Rückenschmerzen oder Atemnot kommen.

Die Behandlung von Hodenkrebs

Behandlung HodenkrebsWelche Therapieform bei Hodenkrebs angewendet wird, hängt vom Tumorstadium ab. (Foto by: SimpleFoto / Depositphotos)

 Bei einer Hodenkrebserkrankung stehen folgende Therapien zur Verfügung:

  • Die Chemotherapie
  • Die Strahlentherapie
  • Die Überwachungsstrategie
  • Die Operation

Welche Therapieform angewendet wird, hängt vom Tumorstadium ab. An erster Stelle der Behandlung steht die operative Entfernung des betroffenen Hodens (wird durch Silikon-Hodenprothese ersetzt).

Eine Strahlen- oder Chemotherapie richtet sich nach der Ausbreitung der Metastasen. Eine Chemotherapie kann auch vor der Operation sinnvoll sein, in manchen Fällen muss danach keine Operation mehr stattfinden. Doch sind die Nebenwirkungen von intensiven Chemotherapien trotz neuester Medikationen unangenehm.

Wird der Hodenkrebs frühzeitig erkannt, sind die Heilungschancen sehr gut. Auch bei bereits bestehenden Metastasen ist die Prognose durchaus positiv.

Kann man einem Hodenkrebs vorbeugen?

Die einzige bekannte Vorbeugungsmaßnahme bei Hodenkrebs ist die Selbstuntersuchung. Insbesondere Männer mit Hodenhochstand sollten regelmäßig ihre Hoden abtasten. Die Selbstuntersuchung ist für alle Männer zwischen dem 15. und dem 40. Lebensjahr ratsam.

Weitere Informationen zu Hodenkrebs

Verschiedenen Foren im Internet sowie die Krebshilfeverbände bieten Hilfe und aktuelle Informationen an. Gute Bücher zum Thema sind im Buchhandel zu bekommen. Es gilt: Wenn sich Symptome bemerkbar machen, ist umgehend ein Arzt aufzusuchen.


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