Knochenkrebs (Osteosarkom)

Bei einem Osteosarkom (Knochenkrebs) handelte es sich um eine Krebserkrankung, die häufig Kinder und Jugendliche betrifft und früh erkannt werden sollte. Mehr zu den Ursachen. Symptomen und möglichen Behandlungen.

Knochenkrebs Meist sind vor allem Kinder und Jugendliche im Wachstum von Osteosarkomen betroffen. (Foto by: vadimphoto1@gmail.com / Depositphotos)

Schnellübersicht

  • Was ist ein Osteosarkom?
    Dabei handelt es sich um die häufigste Form von Knochenkrebs, welche vor allem bei Kindern und Jugendlichen  häufig vorkommt.
  • Ursachen
    Die Ursachen sind leider nicht vollständig geklärt. Möglich wären genetische Faktoren, so wie ein Zusammenhang mit dem Knochenwachstum während der Jugend.
  • Symptome
    Rund um den Tumor kann es zu Schmerzen und Schwellungen kommen, sowie auch zu brüchigen Knochen und später auch zu Fieber und rapidem Gewichtsverlust.
  • Behandlung
    Knochenkrebs wird meist mithilfe von Chemotherapie, Operationen und gelegentlich auch einer Strahlentherapie behandelt.
  • Mögliche Komplikationen
    Wird ein Tumor zu spät erkannt, kann es passieren das dieser Metastasen bildet und diese sich neben den Knochen auch auf Organe und anderes ausweiten.
  • Heilungschancen
    Bei rechtzeitiger Erkennung und einem guten Therapieverlauf ist eine längere Freiheit von Tumoren möglich. Jedoch besteht immer die Chance, dass der Krebs in einem späteren Alter wieder neu entsteht.

Was ist ein Osteosarkom?

Knochenkrebs ist eine seltene jedoch ernsthafte Erkrankung, bei welcher das Osteosarkom am häufigsten auftritt. Meist sind Kinder und Jugendliche davon betroffen.

Die Tumorzellen bilden sich direkt aus dem Knochen heraus und schwächen die Knochen stark. Ein Osteosarkom kann in jedem Knochen vorkommen, doch besonders häufig entstehen sie in der Nähe von Gelenken (z.B Im Oberschenkel, oberhalb des Kniegelenks). Statistisch sind Jungen häufiger betroffen als Mädchen und meist sind die Tumore auch bösartig.

Wie bösartig ein Tumor ist, wird in der Regel in Grad 1 bis 3 unterteilt. Beispiele dafür wären:

Grad 1 bis 2 (wenig bösartig, bis mittel bösartig):

  • Parosteales Osteosarkom
  • Niedrigmalignes zentrales Osteosarkom
  • Periostales Osteosarkom

Grad 3 (stark bis sehr stark bösartig):

  • Konventionelles Osteosarkom
  • Teleangiektatisches Osteosarkom
  • Kleinzelliges Osteosarkom
  • Sekundäres Osteosarkom
  • Hochmalignes Oberflächenosteosarkom

Ursachen

Eine genaue Ursache für Osteosarkome konnte bisher noch nicht festgestellt werden. Es hat sich jedoch gezeigt, dass vor allem junge Menschen in ihrer Wachstumsphase davon betroffen sind, also allem voran Kinder und Jugendliche zu Beginn der Pubertät.

Möglich ist auch eine genetische Veranlagung in Zusammenhang mit gewissen Krankheiten, welche in der Familie immer wieder vorkommen. Das Risiko für steigt jedoch auch durch vorhergehende Behandlungen durch Strahlen- oder einer Chemotherapien.

Im Großteil aller Fälle kann jedoch keine wirkliche Ursache für die Enstehung der Krebszellen erörtert werden.

Symptome

Die ersten Symptome zeigen sich meist durch Schmerzen im betroffenen Bereich, welche jedoch meist unregelmäßig auftreten und oftmals auch nur nach Belastungen spürbar sind.

Im späteren Verlauf kann es  zu sichtbaren und spürbaren Schwellungen kommen, welche auch schmerzen können. Auch Einschränkungen in der Bewegung können je nach Lage des Tumors auftreten und weitere Probleme bereiten. So kann auch die Dichte der Knochen unter dem Osteosarkom leiden und es kommt zu brüchigeqn Stellen (ähnlich einer Osteoporose).

Auch Knochenkrebs kann Metastasen bilden und sich so vom Knochen in weitere Teile des Körpers ausbreiten und andere Bereiche, sowie auch Organe, befallen.  Daher kommt es vor allem in späteren Stadien zu Symptomen wie Fieber, Gewichtsverlust, Müdigkeit und einem hohen, anhaltenden Verlust von Energie.

Häufig kommt es bei Kindern zu Schmerzen während ihrer Wachstumsphase. Natürlich müssen diese Schmerzen nicht zwingend auf ein Osteosarkom hinweisen, dennoch ist es ratsam um eine Untersuchung anzufragen und das mögliche Risiko auszuschließen oder sogar frühzeitig zu erkennen.

Untersuchung und Diagnose

Knochenkrebs Die erste Untersuchung erfolgt meist durch ein Röntgenbild der betroffenen Region. (Foto by: stevanovicigor / Depositphotos)

Anhand der bestehenden Symptome kann meist der erste Verdacht aufkommen. Ein Kinderarzt wird dann meist eine Überweisung ins Krankenhaus ausstellen und anhand dessen wird zuerst eine Röntgenuntersuchung vorgenommen.

Größe und Ausbreitung des Tumor wird mithilfe eines MRTs (Magnetresonanztomografie) oder eines CT (Computertomographie) erkannt und genauer definiert.

Besteht der Verdacht auf eine Ausbreitung des Tumors auf andere Bereiche und Organe, werden noch einzelne Untersuchungen dazu eingeleitet.

Wichtige Untersuchungen beinhalten auch eine Blutuntersuchung, sowie eine Biopsie. Bei letzterem wird eine Probe aus dem Gewebe des Tumors entnommen und unter einem Mikroskop genauer untersucht um die Tumorzellen besser klassifizieren zu können (Stufen G1-G3).

Behandlung und mögliche Komplikationen

Nach der Diagnose verläuft die Behandlung meist sehr individuell, angepasst an Lage und Stadium des Tumors. Meist erfolgt noch vor einer Operation eine Chemotherapie um das vorhandene Osteosarkom zu schrumpfen und verstreute Tumorzellen zu zerstören. Ist das gelungen, wird der Rest während einer Operation rausgeschnitten.

Mögliche Metastasen an anderen Organen müssen ebenfalls mitbehandelt werden, jedoch in mehrere Operationen. Anschließend wird wieder eine Chemotherapie angesetzt um die Metastasen im Zaum zu halten. Schlägt eine Chemotherapie mehrmals nicht an, kann auch eine Strahlentherapie angesetzt werden.

In seltenen Fällen ist ein Tumor in Beinen oder Armen dermaßen herangewachsen, dass die sicherste Option eine Amputation des Beins oder des Arms ist.

Ist die Therapie beendet, werden dennoch auch im Nachhinein regelmäßige Termine zur Nachkontrolle, und Beobachtung möglicher Bewegungseinschränkungen, vereinbart.

Die Heilungschancen für Knochenkrebs sind mit der Entwicklung der modernen Medizin deutlich gestiegen. Wie hoch diese wirklich sind, hängt jedoch von den gegebenen Umständen der betroffenen Personen, sowie der Wirkung der Therapie ab.


Bewertung: Ø 5,0 (1 Stimme)

Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 29.07.2020
Überarbeitet am: 29.07.2020

Quellen:

Gesundheitsportal https://www.apotheken-umschau.de/osteosarkom (Aufruf29.07.2020)

Informationsportal https://www.kinderkrebsinfo.de/erkrankungen/weitere_solide_tumoren/osteosarkom/pohpatinfoosteosarkomkurz20101215/index_ger.html#e66568 (Aufruf: 29.07.2020)

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