Voltaren Schmerzgel: Wirkung, Anwendung, Dosierung, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen

Voltaren ist der zuverlässige Helfer bei Muskel- und Gelenkschmerzen. Besonders bei akuten Beschwerden, wie Hexenschuss oder Muskelkater hilft Voltaren schnell und unkompliziert.

Wie wirkt Voltaren und wann kann es angewendet werden?

Voltaren ist die optimale und wirksame Alternative zu Schmerztabletten. Eine Tagesdosis an rezeptfreien Schmerzmitteln lässt sich durch Voltaren ersetzen. Der Wirkstoff gelangt durch das Auftragen des Gels oder die Verwendung des Gels schnell und ohne Umwege zum Schmerzort.

Nach der Anwendung wirkt es bis zu zwölf Stunden schmerzlindernd und braucht nur zweimal täglich angewendet werden. Der Wirkstoff ist Diclofenac in doppelter Konzentration und wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend.

Er entfaltet seine Wirkung direkt am Ort der Entzündung und ein Gramm Voltaren Schmerzgel enthält 23,3 Gramm des Wirkstoffes Diclofenac Diethylaminsalz, also 2,23 Prozent. Es kann angewendet werden, wenn Schmerzen symptomatisch lokal behandelt werden müssen.

Im Falle von akuten Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen aufgrund eines akuten Traumas wirkt Voltaren schnell und zuverlässig. Es kann von Erwachsenen und Jugendlichen ab 14 Jahren verwendet werden.

Was muss vor der Verwendung beachtet werden?

Vor der Anwendung sollte abgeklärt sein, ob der Patient überempfindlich oder allergisch auf den enthaltenen Wirkstoff Diclofenac reagiert.

Das gleiche gilt für die anderen Bestandteile:

  • 2-Propanol
  • Propylenglycol
  • Cocoylcaprylocaprat
  • Paraffin
  • Macrogolcetylstearylether
  • Carbomer
  • Diethylamin
  • Oleylalkohol
  • eukalyptushaltiges Parfum
  • Butylhydroxytoluol

Da Voltaren Propylenglycol und Butylhydroxytoluol enthält, kann es zu Hautreizungen kommen. Diese können örtlich begrenzt sein und es kann auch zu Reizungen der Augen und der Schleimhäute kommen, wenn diese damit in Berührung gekommen sind.

Bevor das Medikament angewendet werden, sollte grundsätzlich erstmal mit einem Arzt oder Apotheker gesprochen werden. Voltaren gehört nicht auf erkrankte oder gar verletzte Haut.

Die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen wird durch die Verwendung von Voltaren nicht beeinträchtigt.

Dosierung und Einnahme

Sofern es vom Arzt nicht anders verordnet worden ist, kann Voltaren bei Jugendlichen ab 14 Jahren und Erwachsenen zweimal täglich angewendet werden. In der Regel sollte dies morgens und abends geschehen.

Die Einzeldosis richtet sich nach der Größe der schmerzhaften und zu behandelnden Stelle, es sollte eine kirsch- bis walnussgroße Menge verwendet werden. Das entspricht 1-4 Gramm. Die gesamte Tagesdosis entspricht somit 8 Gramm des Gels.

Das Medikament wird dünn auf die zu behandelnde Körperregion aufgetragen und leicht eingerieben. Dabei sollte Druck vermieden werden. Nach der Anwendung sollten die Hände gewaschen werden, damit das Gel an keine anderen Stellen am Körper gelangt.

Nach der Anwendung und einer kurzen Trocknungszeit kann ein Verband angewendet werden, dieser sollte allerdings atmungsaktiv sein und nicht dicht abschließend.

Die Anwendungsdauer richtet sich nach den Symptomen und kann ein bis drei Wochen dauern. Für eine längere Behandlung liegen keine Untersuchungen vor. Wenn sich die Beschwerden allerdings nicht nach drei bis fünf Tagen verbessern oder sogar verschlimmern, sollte das mit einem Arzt abgeklärt werden. Wenn der Eindruck entsteht, dass die Wirkung zu schwach oder zu stark ist, sollte auch das mit einem Arzt oder Apotheker geklärt werden.

Wenn eine eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion vorliegt, muss an der Dosierung nichts geändert werden. Eine Überdosierung bei Voltaren ist auch bei einer Verwendung von länger als den drei Wochen sehr unwahrscheinlich. Wenn die Menge der Dosierung deutlich überschritten wurde, sollte das Gel wieder abgewaschen werden. Wenn das Gel versehentlich verschluckt wude, sollte der Arzt informiert werden. Dieser entscheidet dann über die geeigneten Maßnahmen. Wenn die Anwendung einmal vergessen worden ist, darf anschließend nicht die doppelte Dosis verwendet werden.

Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Voltaren während der Schwangerschaft angewendet werden soll, muss das im Vorfeld mit einem Arzt oder Apotheker abgesprochen werden. Das gleiche gilt auch, wenn eine Schwangerschaft in Planung ist. In den ersten beiden Dritteln der Schwangerschaft sollte vor Anwendung von Voltaren mit dem behandelnden Arzt Rücksprache gehalten werden. Wenn die Schwangerschaft bereits dem Ende zu geht und das letzte Drittel erreicht ist, darf Voltaren nicht mehr verwendet werden. Dann lässt sich ein erhöhtes Risiko für Mutter und Kind nicht mehr ausschließen.

In der Stillzeit sollte Voltaren auch nur nach Absprache mit dem Arzt verwendet werden, da der Wirkstoff Diclofenac in geringen Mengen in die Muttermilch übergehen kann. Das Arzneimittel sollte nicht im Brustbereich angewendet werden und auch nicht auf andere große Hautbereiche über einen längeren Zeitraum.

Welche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind zu erwarten?

Auch bei Voltaren sind Nebenwirkungen durchaus möglich, allerdings nicht zwingend für jeden zutreffend. Bei weniger als einem von 1.000 Behandelten, aber mehr als einem von 10.000 Behandelten kommt es zu einer Hautentzündung mit Blasenbildung. Dann sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Bei weniger als einem von 10.000 Behandelten kommt es zu:

  • pfeifendem Atem
  • Kurzatmigkeit, bzw. Engegefühl in der Brust
  • Schwellung von Zunge, Lippen oder Gesicht oder auch des Rachens

Es kann auch zu weiteren Nebenwirkungen kommen, die in der Regel leicht, harmlos und auch nur vorübergehend auftreten. Wenn Beunruhigungen auftreten, kann das im Vorfeld mit einem Arzt oder Apotheker geklärt werden.

Bei weniger als einem von zehn Behandelten, aber bei mehr als einem von 100 Behandelten kommt es zu folgenden Beschwerden:

  • Hautausschlag
  • Ekzemen
  • Hautrötungen
  • Dermatitis
  • Juckreiz

Bei weniger als einem von 10.000 Behandelten kann die Anwendung von Voltaren zu folgenden Symptomen führen:

  • pustelartigem Hautausschlag
  • Überempfindlichkeitsreaktionen (auch Nesselsucht)
  • Lichtempfindlichkeit mit Auftreten von Hauterscheinungen nach Lichteinwirkung

Wird Voltaren über einen längeren Zeitraum und auf großflächigen Hautarealen verwendet, kann es zum Auftreten von systemischen Nebenwirkungen kommen. Das sind Überempfindlichkeitsreaktionen. Sollten einzelne der genannten Nebenwirkungen eintreten, wird die Verwendung von Voltaren sofort beendet und je nach Stärke der Nebenwirkungen muss ein Arzt aufgesucht werden.

Wird Voltaren zusammen mit anderen Medikamenten verwendet, sollte im Vorfeld der Arzt oder Apotheker informiert werden. Dennoch sind bisher bei der bestimmungsmäßigen und äußerlichen Anwendung noch keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bekannt.

Wie sollte Voltaren aufbewahrt werden?

Das Medikament sollte unbedingt für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden. Ansonsten sind keine besonderen Lagerungsbedingungen zu erfüllen, um die Wirksamkeit zu erhalten. Wenn das Verfallsdatum, welches sich auf der Faltschachtel und auf der Tube befindet, abgelaufen ist, darf das Arzneimittel nicht mehr verwendet werden. Nach Anbruch der Tube ist das Medikament noch drei Jahre und höchstens bis zum angegebenen Verfallsdatum anwendbar.

Warnhinweise, wann darf das Medikament nicht angewendet werden

Wenn andere Überempfindlichkeiten oder Allergien gegen Medikamente zur Behandlung von Fieber, Entzündungen und Schmerzen vorliegen, wie zum Beispiel gegen Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure, dann sollte ebenfalls auf Voltaren verzichtet werden.

Die Anzeichen für eine allergische Reaktion wären hierbei ein pfeifender Atmen, bzw. Kurzatmigkeit, eine Schwellung von Gesicht oder der Zunge, Hautausschläge mit Bläschenbildung und Nesselsucht oder auch eine laufende Nase. Wenn der Patient gegenüber Propylenglycol, 2-Propanol oder dem eukalyptushaltigen Parfum überempfindlich, bzw. allergisch reagiert, darf Voltaren ebenfalls nicht angewendet werden.

Bei offenen Wunden, Entzündungen und Infektionen der Haut, auf Ekzemen oder Schleimhäuten darf es ebenfalls nicht angewendet werden.

Bevor Voltaren verwendet wird, sollten die Beschwerden mit einem Arzt oder Apotheker abgesprochen worden sein. Die Haut an der Stelle, wo das Medikament angewendet werden soll, muss intakt sein. Sie darf nicht erkrankt oder verletzt sein.

Wenn die Beschwerden Begleiterscheinungen wie eine starke Rötung, Schwellung oder Überwärmung mit sich bringen, sollten sie unbedingt vorher von einem Arzt abgeklärt werden. Das gleiche gilt für Rückenschmerzen, die in die Beine strahlen oder neurologische Ausfallerscheinungen erzeugen. Dazu zählen unter anderem Taubheitsgefühle und Kribbeln in den Extremitäten. Wenn sich die Beschwerden nach drei bis fünf Tagen nicht verbessert haben oder gar schlimmer geworden sind, muss ein Arzt aufgesucht werden.

Wenn der Patient an Pollenallergie (Heuschnupfen), Asthma bronchiale, Nasenpolypen oder anderen chronischen bronchienverengenden Atemwegserkrankungen leidet, ist die Gefahr eines Asthmaanfalles bei der Anwendung von Voltaren erhöhter als bei anderen Patienten. In diesem Falle darf das Medikament nur bei vorhandener Notfallbereitschaft verwendet werden, das gilt auch für Patienten mit anderen Überempfindlichkeiten gegen andere Stoffe.

Wenn während der Anwendung von Voltaren eine Veränderung der Haut auftritt oder es zu einem Hautausschlag kommt, muss die Behandlung abgebrochen werden.

Weitere Informationen zu Voltaren

Das Medikament beinhaltet neben dem Wirkstoff Diclofenac noch folgende Inhaltsstoffe:

  • Gereinigtes Wasser
  • 2-Propanol
  • Propylenglycol
  • Cocoylcaprylocaprat
  • Paraffin
  • Macrogolcetylstearylether
  • Carbomer
  • Diethylamin
  • Oleylalkohol
  • eukalyptushaltiges Parfum
  • Butylhydroxytoluol

Das Gel ist leicht milchig bis weiß und nur für die äußere Anwendung geeignet.

Diese Informationen zum Medikament ersetzen weder ärztliche noch sonstige Fachberatung. Vor allem bei Nebenwirkungen oder für sonstige Informationen ist der behandelnde Arzt oder Apotheker beizuziehen.


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