Trockenes Auge (Keratoconjunctivitis sicca)

Von Trockenen Augen spricht man, wenn die Bindehaut und die Hornhaut des Auges nicht mit genügend Tränenflüssigkeit benetzt werden. Viele Menschen leiden darunter, Ursache sind häufig Umweltfaktoren, wie Klimaanlagen oder die Arbeit am Bildschirm. Zur Behandlung werden hauptsächlich Tränenersatzmittel eingesetzt.

Trockenes AugeHäufig sind Umweltfaktoren der Grund für trockene Augen. (Foto by: ra2studio / Depositphotos)

Was versteht man unter Trockenen Augen?

Damit man gut und beschwerdefrei sehen kann, ist es wichtig, dass die Augen gleichmäßig und genügend befeuchtet werden. Ist die Bildung der Tränenflüssigkeit gestört, reizt das die Bindehaut und entsteht ein verstärktes Trockenheitsgefühl.

Auf dem Auge bildet die Tränenflüssigkeit im Normalfall einen Tränenfilm, der aus mehreren Schichten besteht und die Augenoberfläche feucht hält. Die Tränenflüssigkeit wird durch den regelmäßigen Lidschlag auf dem Auge verteilt, sie bewegt sich in Richtung der ableitenden Tränenwege. Unter Trockenen Augen leiden häufiger Menschen im höheren Lebensalter, Frauen sind mehr betroffen als Männer.

Die Ursache für Trockene Augen

Die Ursachen für Trockene Augen sind unterschiedlich. Zumeist entstehen Trockene Augen bei Bildschirmarbeit, da die Lidschlagfrequenz dabei stark verringert ist. Auch vom Luftzug der Klimaanlagen, Tabakrauch oder Kontaktlinsen können Trockene Augen entstehen.

Bei älteren Menschen bildet sich weniger Tränenflüssigkeit, darum ist diese Personengruppe speziell von Trockenen Augen betroffen. Auch rheumatische Erkrankungen können Auslöser für Trockene Augen sein.

Weitere Auslöser können sein:

  • Ein Vitamin A-Mangel
  • Eine Virusinfektion
  • Bei Erkrankungen der Schilddrüse
  • Bei bestimmten Medikamenten wie Beta-Blocker oder östrogenhaltigen Präparaten
  • Bei Diabetes mellitus
  • Bei Benetzungsstörungen die aufgrund von Nervenschädigungen auftreten (zum Beispiel Trigeminusneralgie)
  • Bei Hormonstörungen

Die Symptome von Trockenen Augen

Typisch für Trockene Augen ist ein verstärktes Trockenheitsgefühl und das Gefühl, ständig etwas im Auge zu haben (Fremdkörpergefühl). Weiters jucken, brennen und drücken die Augen, manchmal ist ein Trockenes Auge auch schmerzhaft und auch eine erhöhte Lichtempfindlichkeit kann vorkommen. Die Augen sind gerötet und ermüden leichter, oft kommt es wegen der ständigen Reizung zu einem verstärkten Tränenfluss.

Die Behandlung von Trockenen Augen

Behandlung trockenes AugeBei Trockenen Augen wird versucht, die Beschwerden mittels Tränenersatzmitteln zu mindern. (Foto by: g_studio / Depositphotos)

Tränenersatzmittel

Bei Trockenen Augen wird versucht, die Beschwerden mittels Tränenersatzmitteln zu mindern. Diese künstlichen Tränen werden mehrmals täglich ins Auge eingetropft und ersetzen die fehlende Tränenflüssigkeit. Die Hornhautoberfläche wird gleichzeitig benetzt. Je nach Verträglichkeit der Tränenersatzmittel können dünn-oder zähflüssigere Mittel eingesetzt werden.

Wichtiger Punkt: Es sollten Mittel ohne Konservierungsstoffe verwendet werden, um eine erneute Verstärkung des Trockenen Auges oder Allergien zu vermeiden. Während der Therapie sollte die Ursache der Erkrankung beseitigt werden. Das kann beispielsweise durch Raumluftbefeuchter oder gezieltem Zwinkern und kleinen Pausen bei der Bildschirmarbeit erfolgen.

Hyalonsäure

Ist die Erkrankung schwer, kann Hyalonsäure verabreicht werden. In seltenen Fällen müssen die Tränenpünktchen verödet oder verschlossen werden, um ein Zuviel an ablaufender Tränenflüssigkeit zu vermeiden.

Der Verlauf von Trockenen Augen

Zumeist ist der Verlauf gut, allerdings kann der Betroffene dadurch doch sehr in seinen Tätigkeiten eingeschränkt werden. Das Auge, bzw. die Sehkraft ist selten gefährdet. Nur wenn es sich um einen besonders schweren Fall handelt, kann es wegen der ständigen Trockenheit im Auge die Hornhaut schädigen.

Kann man Trockenen Augen vorbeugen?

Damit man dem Entstehen von Trockenen Augen durch Umweltfaktoren entgegenwirken kann, können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden:

  • Frische und feuchte Raumluft
  • Bei der Arbeit am Bildschirm bewusst blinzeln und regelmäßig Pausen einlegen
  • Das Meiden von Tabakrauch
  • Der Luftzug von Klimaanlagen ist zu meiden
  • Das zu lange Tragen von Kontaktlinsen vermeiden
  • Viel Trinken (mindestens zwei Liter täglich)

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