Ernährung bei Arthrose

Mit der richtigen Ernährung lassen sich die Beschwerden bei Arthrose lindern, auch das Fortschreiten der Erkrankung lässt sich verzögern. Die Ernährung sollte das Säure-Basen-Gleichgewicht des Körpers herstellen, unterstützen und halten. In erster Linie sollte auf tierische Fette weitestgehend verzichtet werden.

Arthrose KrankheitIn erster Linie sollte bei einer Arthrose-Erkrankung auf tierische Fette weitestgehend verzichtet werden. (Foto by: stasique / Depositphotos)

Wie ernährt man sich bei Arthrose richtig?

Lebensmittel die Arthrose heilen gibt es nicht. Doch Lebensmittel, die die Beschwerden bei einer Arthrose lindern oder das Fortschreiten der Krankheit verzögern, gibt es.

In erster Linie gilt es, durch die richtige Ernährung das Säure-Basen-Gleichgewicht des Körpers herzustellen und es zu halten. Nahrungsmittel, die Säure liefern, müssen nicht immer auch sauer schmecken, denn die Säure entsteht erst im Körper, wenn sich die Nahrungsmittel verstoffwechseln. Es wird in positive und negative Lebensmittel unterteilt. Doch sollte nicht ganz auf negative Lebensmittel verzichtet werden, sie sollten lediglich sparsamer eingesetzt werden.

Positive Lebensmittel sind:

  • Gemüse
  • Obst
  • Salate
  • Dinkelprodukte wie Brot
  • Naturreis
  • Kartoffeln
  • Kräutertee, kalziumreiches Mineralwasser
  • Magermilch, Magertopfen, magerer Käse
  • vegetarische Brotaufstriche
  • kalt gepresste Öle wie Oliven-, Erdnuss-, Sesam- oder Sonnenblumenöl
  • Kaltwasser- oder Seefische wie Kabeljau, Barsch, Tintenfisch, Forelle oder Heilbutt

Negative Lebensmittel sind:

  • Tierische Fette, gesättigte Fette (Schlagobers, Butter, Eigelb, Vollfettkäse, Nüsse, Margarine und fetter Fisch wie Aal oder Lachs, u.a.) und gehärtete Fette (auch gehärtetes Pflanzenfett)
  • Fleisch vom Schwein, Rindfleisch (wenn öfter als 2 x die Woche), Wurst
  • große Mengen an Zitrusfrüchten
  • Tomaten
  • Spargel
  • Erdbeeren
  • Kaffee
  • roter Pfeffer
  • schwarzer Tee
  • Rotwein
  • Süßigkeiten und Zucker
  • generell Alkohol

Wie kann der optimale Säure-Basen-Ausgleich erreicht werden?

Ernährung bei ArthroseBestimmte Lebensmittel können die Beschwerden bei Arthrose lindern. (Foto by: lsantilli / Depositphotos)

Die Übersäuerung wird durch die konsequente Ernährungsumstellung oft sehr langsam abgebaut.

Ein Beispiel: Fleisch liefert bekanntermaßen viel Säure, das kann mit einer Portion basenreichem Gemüse nicht ausreichend ausgeglichen werden. So liefern 200g Rindfleisch so viel Säure, dass man 400 g Karfiol oder eineinhalb Kilo Erbsen zu sich nehmen müsste, um für ein Gleichgewicht zu sorgen.

Nur durch eine konsequente und dauerhafte Ernährungsumstellung, kann ein optimaler Säure-Basen-Haushalt erzielt werden. Zur Unterstützung können Basentees (erhältlich in Apotheken) getrunken werden.

Was kann die Ernährung unterstützen und bei Arthrose helfen?

  • Ausreichend Flüssigkeit: Viel Trinken führt zu einer vermehrten Säureausscheidung über die Nieren. Es ist darauf zu achten, in erster Linie neutrale Flüssigkeiten zu sich zu nehmen wie Wasser oder verdünnte Säfte.
  • Ärger und Stress sollten weitestgehend vermieden werden, denn eine Übersäuerung des Körpers kann die Folge sein.
  • Bewegung und Sport: Wer sich viel bewegt oder Sport treibt, fördert eine tiefe Atmung und damit das Abatmen von Kohlendioxid.
  • Das Schwitzen: Schwitzen, ob beim Sport oder in der Sauna fördert die Säureausscheidung über die Haut.

Bewertung: Ø 3,7 (12 Stimmen)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Richtige Ernährung bei Sodbrennen

Richtige Ernährung bei Sodbrennen

In dem Beitrag verraten wir Ihnen wertvolle Ernährungstipps, wie Sie Sodbrennen wirksam lindern oder beseitigen können.

weiterlesen
Ernährung bei Neurodermitis

Ernährung bei Neurodermitis

Es gibt keine spezielle Neurodermitis-Diät. Prinzipiell hilft es, wenn man jene Lebensmittel, die die Neurodermitis verstärken oder auslösen, weglässt.

weiterlesen
Ernährung bei Herzerkrankungen

Ernährung bei Herzerkrankungen

Menschen, die an Erkrankungen des Herzens leiden, müssen sich ausgewogen ernähren, da dies eine Senkung des Blutdrucks zu Folge hat, was wiederum die Gefäße schützt.

weiterlesen

User Kommentare