Blutgruppen-Diät

Jeder Mensch sieht anders aus, jeder Mensch hat andere genetische Veranlagungen und nicht jeder hat die gleiche Blutgruppe. Nach Meinung des amerikanischen Arztes Peter d’Adamo, liegt es an der Blutgruppe, ob ein Mensch dünn oder dick, gesund oder krank ist.

Blutgruppe bestimmen Laut einem amerikanischen Arzt ist die richtige Ernährung von der jeweiligen Blutgruppe abhängig. (Foto by: kasto / Depositphotos)

Was genau ist eine Blutgruppen Diät?

Wenn es nach Dr. d’Adamo geht, dann wird die Gesundheit des Menschen nur von seiner Blutgruppe bestimmt. Sie ist dafür verantwortlich, welche Lebensmittel ein Mensch verträgt und welche nicht. Wer zum Beispiel die Blutgruppe A hat, der kann nicht das Gleiche essen wie derjenige, der die Blutgruppe O hat.

Nach Peter d’Adamo wehrt sich das Immunsystem, wenn es die falsche Ernährung bekommt, was wiederum zu Stoffwechselerkrankungen führt und die Verdauung beeinflusst. Auch die Schilddrüse und damit der komplette Hormonhaushalt werden in Mitleidenschaft gezogen.

Die Folge können schwere Erkrankungen sein, die unter Umständen sogar chronisch werden können. Schuld an diesem möglichen Desaster ist die falsche Ernährung, die nicht zur jeweiligen Blutgruppe passt. Aber was darf man mit welcher Blutgruppe alles essen und nimmt dabei auch noch ab?

1. Blutgruppe O

Menschen mit der eher seltenen Blutgruppe O sind Fleischesser. Laut Dr. d’Adamo hatten unsere Vorfahren nur eine Blutgruppe und das war O. Da der Urmensch sich ausschließlich von Fleisch ernährt hat, ist Fleisch das Essen für alle, die Blutgruppe O haben. Viel Fleisch und auch Fisch, aber keine Milchprodukte, kein Gemüse und keine Hülsenfrüchte, denn die reinen Fleischesser vor 40.000 Jahren kannten weder das eine noch das andere.

2. Blutgruppe A

Menschen mit dieser Blutgruppe, die auch noch gerne Gemüse, Obst und Rohkost essen, können sich freuen, denn etwas anderes dürfen sie nach der Blutgruppen Diät nicht essen. Fisch und Fleisch sind tabu und alles was mit Milch zu tun hat, darf nur in Maßen genossen werden. Da sehr viele Menschen Blutgruppe A haben, könnten viel mehr Menschen zu Vegetariern werden.

3. Blutgruppe B

Man könnte die Blutgruppe B auch als die „Exoten Gruppe“ bezeichnen, denn ihr Speiseplan sieht wirklich ungewöhnlich aus. Wild, Lamm und Hammel sind erlaubt, ebenso wie die Tiefseefische Kabeljau und Lachs. Tabu sind

  • Geflügel
  • Schalentiere

Getreide und Milch ist nur in einem kleinen Maß erlaubt.

4. Blutgruppe AB

Auch Menschen mit der Blutgruppe AB werden nach der Blutgruppen Diät zu strengen Vegetariern. Aber anders als bei Blutgruppe A ist hier auch mal ein Stück Fleisch und auch ein wenig Fisch erlaubt. Ansonsten nur Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte. Zurückhaltend sollte man auch mit Milch und Milchprodukten umgehen, oder sie besser ganz weglassen.

Blutgruppen-Diät Eine Diät, die sich allein nur auf die Blutgruppe stützt, ist nicht zu empfehlen. (Foto by: agencyby / Depositphotos)

Risiken und Nachteile der Blutgruppen Diät

Eine Blutgruppen Diät kann unter Umständen gefährlich werden, weil sie zu einseitig ist. Alle, die zum Beispiel keine Milch und keine Milchprodukte zu sich nehmen dürfen, werden über kurz oder lang einen Mangel an lebenswichtigem Kalzium bekommen.

Nur Rohkost ist schwer verdaulich, macht auf Dauer nicht satt und wer ständig von Hungergefühlen geplagt wird, der bricht eine Diät sehr schnell wieder ab.

Zudem sind die Thesen von Peter d’Adamo, was das Immunsystem und die Auswirkung auf die einzelnen Blutgruppen angeht, nicht wissenschaftlich belegbar.

Unser Fazit zu dieser Diät

Die Blutgruppen über das Essverhalten entscheiden zu lassen klingt ein wenig nach Esoterik und hält sich auch in wissenschafltichen Belangen nicht wirklich gut. An eine korrekte Ausführung einer Ernährungsumstellung kommt sie sicher nicht heran und wird vermutlich sehr schnell zu Frust führen.

Möchte man sich zu einer Ernährungsumstellung entscheiden, sollte man das aus Überzeugung und mit Disziplin tun. Jedoch nicht, weil die Blutgruppe es verlangt.

 


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Autor: BSc. Barbara Schulz
Infos zum Autor: Ernährungsberaterin und Diätassistentin
Erstellt am: 19.09.2009
Überarbeitet am: 17.06.2020

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