Tipps und Hausmittel gegen Schweißfüße

Schweißige Füße, verbunden mit üblem Geruch, sind neben Schweißhänden die häufigste Art des übermäßigen Schwitzens. In Fachkreisen nennt sich dies Hyperhidrose. Alle, die darunter leiden, sind in ihrem Alltag eingeschränkt. Doch worin liegen die Ursachen für Schweißfüße und was kann man dagegen tun?

Tipps gegen SchweißfüßeMit einfachen Tipps können Schweißfüße behandelt werden. (Foto by: suravid / Depositphotos)

Ursachen von Schweißfüßen

Erblich bedingt

In vielen Fällen von Schweißfüßen spielt das Erbmaterial eine entscheidende Rolle. Wenn der Vater oder Großvater bereits Schweißfüße hatte, so ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass dies vererbt wird.

Pubertät

Weiterhin kann die Pubertät eine Ursache sein. In der Zeit der vielen hormonellen Umstellungen im Körper produzieren auch die Schweißdrüsen vermehrt Sekret - starkes Schwitzen und unangenehme Gerüche sind die Folge.

Körperliche Ursachen

Schweißfüße entstehen hauptsächlich, wenn die Schweißdrüsen übergroß sind und dadurch das Schweißzentrum in unserem zentralen Nervensystem zu stark reagiert. Menschen, die grundsätzlich schnell schwitzen, haben auch die Tendenz zu Schweißfüßen.

Ungesunder Lebensstil, Medikamenteneinnahme

Schweißfüße sind außerdem zurückzuführen auf einen Entgiftungsprozess im Körper. Nikotin, Alkohol oder die Einnahme von Medikamenten begünstigen die Ansammlung von Toxinen und ebenso übler Körpergerüche.

Stress

Als Risikofaktor und Ursache für Schweißfüße kommt emotionaler Stress hinzu.

Mangelnde Hygiene

Die wohl offensichtlichste Ursache für Schweißfüße liegt in mangelnder Fußhygiene sowie ungenügendem Wechsel von Socken oder Schuhen. Schlüpft man jeden Tag erneut in die noch vom Vortag feuchten Strümpfe, begünstigt dies die Geruchsbildung und Ansammlung von Bakterien.

Hilfreiche Tipps, um Schweißfüße zu bekämpfen

Salbei gegen SchweißfüßeSalbei kann aufgrund seiner schweißhemmenden Wirkung bei Schweißfüßen helfen. (Foto by: robynmac / Depositphotos)

Die Füße pflegen

Die Grundregel bei Schweißfüßen lautet: regelmäßige Fußhygiene! Wer unter Schweißfüßen leidet, pflegt seine Füße entweder selbst sehr ordentlich oder geht etwa zwei Mal im Monat zu einer professionellen Fußpflege.

  • Die Füße sollten am Morgen und am Abend gewaschen und gut eingecremt werden.
  • Überschüssige Hornhaut sollte entfernt werden.
  • Ein Fußbad sorgt für ein wohltuendes Gefühl.
  • Die Füße sollten nach dem Waschen gut abgetrocknet werden.

Aufs richtige Schuhwerk setzen und Schweißfüße ade

Als Strümpfe und Schuhe sollten unbedingt ausschließlich atmungsaktive Materialien, wie Baumwolle oder Leder, verwendet werden, damit die Füße abschwitzen können und die Hitze nach außen entweicht. Damit der Schweiß von vornherein aufgesogen wird, empfehlen sich dünne Einlegesohlen sowie Sohlen aus Leder, Zedernholz, mit Aktivkohle oder mit Zimt.

Auf Synthetiksohlen sollte verzichtet werden, ebenso auf Schuhe aus Plastik. In ihnen staut sich die Wärme und damit verbundene Nässe. Stattdessen empfehlen sich Sportschuhe mit einer Netzstruktur, da diese die Wärme nach außen transportieren und die Füße dadurch besser atmen können.

Jeder Schuh sollte regelmäßig gewechselt werden. Es ist ratsam, den Schuh immer einen Tag zu tragen und am zweiten Tag zum Trocknen aufzustellen. Dies geht noch schneller, wenn man die Schuhe innen mit Zeitungspapier ausstopft und an die leicht warme Heizung stellt.

Barfuß gehen ist gesund

Im Sommer sollten Betroffene so oft es nur geht barfuß laufen oder zumindest offene Schuhe tragen. Somit können nicht nur Schweißfüße behandelt werden, auch Fußfehlstellungen können vorgebeugt werden.

Fußbad

Um die Füße mit Hausmitteln zu pflegen und gegen Schweißfüße anzukämpfen, kann man jeden Morgen ein Fußbad mit dem Zusatz von Salbei machen. Salbei hat eine schweißhemmende und antibakterielle Wirkung und ist daher als Hausmittel perfekt geeignet. Teebaumöl, Apfelessig, Natron oder schwarzer Tee als Zugabe zum Fußbad kann genauso hilfreich sein - wichtig ist immer die Regelmäßigkeit der Anwendung. Nach dem Fußbad sollten die Füße immer gut abgetrocknet werden.

Spezielle Produkte verwenden

Im Anschluss an das Fußbad kann die Verwendung eines Antitranspirants Schweißfüßen genauso entgegenwirken wie Puder oder eine Creme. All dies sind speziell für Schweißfüße entwickelte Produkte, die die Beschwerden deutlich bessern. Fußpuder hat beispielsweise den Effekt, entstehende Schweißperlen aufzusaugen. Eine gute Kombination dazu sind Socken mit integrierten Silberfäden. In diesen Fäden sind Silberionen enthalten und diese sorgen dafür, dass die Vermehrung der Bakterien gehemmt und der Schweiß zersetzt wird. Auch sie sind ein gutes Helferchen, um unangenehmen Geruch bereits im Keim zu ersticken und somit Schweißfüßen vorzubeugen.

Zusätzlich können Salben und Lotionen mit Aluminiumchlorid dafür sorgen, dass sich die Schweißkanäle zusammenziehen. Aluminiumchlorid ist jedoch in der Anwendung auf den Körper ziemlich umstritten, sodass man diese Methode vielleicht sparsamer verwenden sollte.

Ärztliche Hilfe

Sollte keine Besserung in Sicht sein, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann feststellen, ob eine übermäßige Schweißproduktion die Ursache für Schweißfüße ist.


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