Schöllkraut als Heilpflanze

Dieses Kraut wird besonders bei Leber- und Gallenbeschwerden, bei Hauterkrankungen und bei Darm- und Verdauungsstörungen eingesetzt. Die Inhaltsstoffe wirken anregend, beruhigend, entkrampfend, antibakteriell, schweißtreibend und schmerzstillend auf den Körper.

Heilpflanze SchöllkrautBesonders wirksam ist das Schöllkraut bei Warzen oder Erkrankungen der Leber bzw. Galle. (Foto by: Markit / Depositphotos)

Steckbrief und Merkmale

Diese Pflanze gehört zur Familie der Mohngewächse und stammt ursprünglich aus Europa, aus Asien und aus dem Mittelmeerraum.

Sie zeichnet sich durch folgende Merkmale aus: die Pflanze wird bis zu 50 cm hoch, diese hat gelbe Blüten, leicht behaarte Blätter und besonders markant ist der gelbe Saft der entsteht wenn man einen Stängel oder ein Blatt entfernt.

Von Juni bis Juli wird das Kraut eingesammelt und verarbeitet.

Inhaltsstoffe Schöllkraut

Dieses Kraut beinhaltet folgende Wirkstoffe: Alkaloide, Coptisin, Chelidonin, Chelidoxanthin, Berberin, Chelerythrin, Sanguinarin, Glaucin, Glaukopikrin, Protopin (Fumarin), Spartein, Chelidonsäure, Chelidoninsäure, Glauciumsäure, Flavone, Bitterstoffe und ätherisches Öl.

Wirkung

Diese wirken beruhigend, entkrampfend, wachstumshemmend, antibakteriell, fungizid, hautreizend, schweißtreibend und schmerzstillend auf den Organismus.

Die Anwendung

Bei folgenden Beschwerden kann diese Heilpflanze eingesetzt werden und diese sind: bei Gallenbeschwerden (Gallenblasenentzündung, Gallengries), Gelbsucht, Gicht, bei Leberbeschwerden (Leberschwellung), Magenerkrankungen, bei Menstruationskrämpfen bei einem Reiz- und Krampfhusten, Rheuma, Gicht, Warzen, bei einer Milzerkrankungen, bei Algerien, Arteriosklerose, Ödemen, Augenentzündungen, Asthma, Krampfhusten, Geschwüren, Ekzemen, Akne, Warzen, Hühneraugen, Schuppenflechte - Psoriasis und bei Neuralgien.

Für die medizinischen Anwendungen werden das blühende Kraut und der Saft aus den Wurzeln herangezogen. Vor einer solchen Behandlung sollte ein Arzt konsultiert werden, da diese Pflanze in der falschen Dosierung giftig wirken kann.

Zudem können Leberbeschwerden positiv beeinflusst werden, Gallenerkrankungen können gelindert werden, die Verdauung wird reguliert, das Hautbild verbessert sich (Warzen können bekämpft werden) und Gelenkserkrankungen können sich verringern.


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