Montignac-Diät

Sich nach der Montignac-Diät zu ernähren, ist ein wenig kompliziert und nicht jeder will sich bei einer Diät die Mühe machen, seine Nahrungsmittel in schlecht und gut einzuteilen. Man kann mit der Montignac-Diät zwar abnehmen, aber nicht seine Ernährung umstellen.

Montignac DiätBei der Montignac-Diät werden die Nahrungsmittel in schlechte und gute eingeteilt. (Foto by: SIphotography / Depositphotos)

Der Franzose Michel Montignac hat politische Wissenschaften studiert, bevor auf den Gedanken kam, sich mit Ernährung zu beschäftigen. Seiner Meinung nach, die er auch immer wieder in seinen zahlreichen Büchern vertritt, sind alle Kohlehydrate, die vom Körper schnell verdaut werden, schuld daran, dass es zu Übergewicht kommt. Bei der Montignac-Diät kommt es immer darauf an, dass die Ernährung nur die Kohlehydrate enthält, die den Insulinspiegel im Blut senken können.

Dabei muss man, so Michel Montignac, alle Lebensmittel in gut und schlecht unterscheiden. Gute Lebensmittel sind die, die einen niedrigen glykämischen Index haben und den Blutzuckerspiegel nur sehr langsam erhöhen. Schlechte Lebensmittel oder auch schlechte Kohlehydrate haben einen hohen glykämischen Index und sorgen dafür, dass der Insulinspiegel im Körper in die Höhe getrieben wird.

Im Prinzip hat Michel Montignac nicht ganz unrecht, denn zum Beispiel Zucker gehört zu den Dingen, die den Blutzuckerspiegel schlagartig in die Höhe treiben, aber keinen besonders hohen Nährwert darstellen. Trotzdem hat die Montignac-Diät so ihre Tücken und man sollte sich, bevor man sich für diese Diät entscheidet, mit einem Arzt besprechen.

Die Zweiphasen Diät

Die Montignac-Diät besteht aus zwei Phasen. In der ersten Phase, die einen Zeitraum von zwei bis drei Monaten umfasst, muss man streng nach dem Ernährungsprogramm leben und nimmt in dieser Zeit ab.

Die zweite Phase dauert, wenn es nach dem Erfinder der Diät Michel Montignac geht, ein Leben lang. Genau das ist es aber, was Ärzte und Ernährungswissenschaftler nicht empfehlen, denn wer das macht, der kann langfristig mit gesundheitlichen Schäden rechnen.

Was erlaubt die Montignac-Diät?

Vollkornprodukte Monitgnac DiätVollkornprodukte sorgen für eine lange Sättigung. (Foto by: karissaa / Depositphotos)

Wer sein Gewicht nach Montignac reduzieren will, der darf, wie schon erwähnt, nur gute Kohlehydrate zu sich nehmen und sollte die schlechten nach Möglichkeit meiden. Zu den guten Lebensmitteln gehören

  • alle Vollkornprodukte, wie Vollkornbrot und auch Vollkornnudeln
  • Obst ist in großen Mengen erlaubt

Diese Lebensmittel haben einen niedrigen glykämischen Index und sorgen dafür, dass der Blutzuckerspiegel sehr langsam erhöht wird.

Zu den schlechten Lebensmitteln, die verboten sind, zählen:

  • weißes Mehl, also Weißbrot und Brötchen
  • auch alle Süßigkeiten
  • vor allem Kartoffeln

Es klingt unglaublich, aber bei der Montignac-Diät sind jeden Tag 2200 Kalorien erlaubt. Diese unglaublich hohe Zahl kommt zustande, weil man während der Diät zum Beispiel auch sehr fette Käsesorten essen darf. Diese Anzahl an Kalorien ist bei keiner anderen Diät erlaubt und doch soll man mit dieser Masse an Kalorien abnehmen. Montignac ist davon überzeugt, dass sich auf diese Weise die Fettpolster im Körper nach und nach auflösen.

Die Nachteile der Montignac-Diät

  1. Nach Meinung von Ernährungsexperten ist der glykämische Index nie allein am Übergewicht schuld, es bedarf noch anderer Faktoren.
  2. Die Diät ist sehr unausgewogen und daher einseitig und das kann schnell zu Mangelerscheinungen führen.
  3. Die Diät ist nicht besonders alltagstauglich und es fällt schwer, sie auf Dauer durchzuhalten.
  4. Da alles Süße verboten wird, ist es nur eine Frage der Zeit, bis es zu wahren Heißhungerattacken kommt.

Nicht umsonst nennt man die Montignac-Diät auch die Steinzeit Diät, denn unsere Vorfahren ernährten sich schließlich auch nur von Fleisch, Eiweiß, Fisch, Gemüse und Früchten. Sie kannten es aber auch nicht anders, denn Getreide und Kartoffeln gab es noch nicht. Und im Unterschied zu heute, mussten die Menschen damals auch noch wesentlich schwerer körperlich arbeiten.


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