Schön mit Öl: Was Beauty-Öle alles können

Trockene Haut, sprödes Haar, rissige Nägel, all dafür können Öle eingesetzt werden. Natürlich nicht das herkömmliche Salatöl. In der Schönheitspflege setzt man auf Quellen wie Argan, oder Oliven. Dabei sollte aber doch einiges beachtet werden.

Anwendung mit Beauty-Ölen Beauty-Öle können sowohl zur Haar- als auch zur Hautpflege angewendet werden. (Foto by: GekaSkr / Depositphotos)

Was sind Beauty-Öle?

Beauty-Öle gelten als wahre Allroundtalente. So versorgen sie die Haut und Haare mit wertvollen Inhaltsstoffen, wie ungesättigten Fettsäuren und Vitaminen, zudem schützen sie vor Hautalterung und wirken positiv auf die Abwehrkraft der Haut.

Das Haaröl war eines der ersten Beauty-Öle auf dem Markt, das größere Beliebtheit erlangte. Zuvor waren Öle in Kosmetik eher ungern gesehen, da Haut und Haare auch wieder nicht zu viel Feuchtigkeit und vor allem fettähnliche Substanzen abbekommen durften.

Heutzutage weiß man aber, dass gerade trockene Haut oder auch zu Unreinheiten neigende Haut- und Haartypen diese Feuchtigkeit dringend brauchen.

Die typischen Beauty-Öle stammen aus pflanzlichen Quellen, besonders beliebt ist Arganöl. Es begann seinen Siegeszug als Haaröl, kommt aber mittlerweile auch als Body-Öl oder als Zutat von Körperlotionen, Handcremes und Gesichtscremes vor.

Ebenfalls sehr beliebt sind Öle aus verschiedenen Blumen, da diese nicht beschweren und vor allem für Haare gut geeignet sind. Da pflanzliche Beauty-Öle in der Pflanze dazu gedacht sind, Nährstoffe für schlechte Zeiten zu speichern und diese bei Bedarf an die Pflanze abzugeben, können sie diese Nährstoffe auch gut an Haut und Haar abgeben.

Wofür werden Beauty-Öle genutzt?

Trockene Haut, splissige Haare, brüchige Nägel... all diese Warnzeichen deuten darauf hin, dass Haut und Haare nicht genug Nährstoffe bekommen. Insbesondere fehlt es ihnen an Feuchtigkeit, die aus einer öligen Quelle besonders gut zu verwerten wäre.

Haaröl für gesundes Haar

Haaröl hilft beispielsweise auf verschiedene Weise gegen den altbekannten Spliss in den Spitzen. Im ersten Schritt kittet er die gespaltenen Haarenden wieder zusammen und lässt sie einheitlich wirken, sodass das Haar sofort nach der Anwendung wieder gesünder erscheint. Zweitens dringt das Beauty-Öl ins Haar ein und stärkt gerade die unteren Abschnitte und beugt somit Spliss und brüchige Spitzen vor.

Öl für schöne und gesunde Nägel und Haut

Beauty-Öle dringen genauso tief in Nägel und Haut ein und machen sie zunächst etwas elastischer, ohne sie aber aufzuweichen und dadurch anfällig zu machen. Manchmal hilft es schon, das Haaröl nach der Anwendung in den Handflächen und auf den Fingernägeln zu verreiben - bei leichter Trockenheit tut allein diese Behandlung schon gut.

Was ist bei Beauty-Ölen zu beachten?

Wie jedes Beauty- und Pflegeprodukt ist Beauty-Öl nicht zur Verwendung in großen Mengen gedacht. Es handelt sich in jedem Fall um ein sehr feuchtigkeits- und nährstoffreiches Beauty-Produkt, das Haut, Haare und Nägel schnell überversorgen kann.

Dann leiden sie unter sichtlicher Unreinheit, weichen zu stark auf oder entwickeln Mitesser. Bei der Anwendung im Haar kann man mit bloßem Auge erkennen, ob zu viel Beauty-Öl verwendet wurde: wirken die Spitzen nach der Anwendung strähnig und fettig, war es zu viel des Guten.

Grundsätzlich sollte man sich bei der Anwendung an die Dosierungs-Tipps auf der Verpackung halten. Falls keine angegeben sind, gilt:

  • bei Haaröl: maximal eine haselnussgroße Menge
  • bei Körperöl: pro Extremität ein Spritzer aus der Öl-Flasche
  • bei Handcreme: maximal eine haselnussgroße Menge, eher weniger
  • bei Gesichtscreme: eine Fingerspitze gut auf dem Gesicht verteilen, mehr nur bei Bedarf

Kosmetika mit Beauty-Öl sollten eher sparsam verwendet werden. Bei allen Cremes und Anwendungen auf der Haut empfiehlt es sich, erst mit sehr wenig zu beginnen und das Öl oder Produkt sehr dünn zu verstreichen. Zieht es gut ein, reicht die Menge und man sollte die Stelle nicht nachcremen oder -ölen, sondern mit der nächsten Hautpartie weiter machen.

Pflegende Öle Beauty-Öle besitzen hautpflegende und hautverjüngende Eigenschaften. (Foto by: matka_Wariatka / Depositphotos)

Reine Beauty-Öle werden meistens in einer Pumpflasche verkauft, sodass man nur mit einem Pumpstoß auf einmal arbeiten sollte. Zieht dieses restlos ein, kann man mit einem zweiten Pumpstoß nacharbeiten, so lange, bis sich Haut und Haar deutlich weicher und feiner anfühlen. Mehr darf es jedoch nicht sein, da das Öl nicht mehr einziehen würde.

Falls einmal doch zu viel Beauty-Öl aufgetragen wurde, hilft es, die Haut mit einem Papiertuch kurz abzuwischen - nicht mehr eingezogenes Öl wird aufgenommen und die Menge stimmt wieder. Das Haar sollte bei zu viel Öl gut durchgekämmt werden, da sich dadurch das Öl von den Spitzen auf den Kamm legt, der wiederum abgewaschen werden kann.

Die beliebtesten Beauty-Öle und deren Wirkung

Kokosöl

Kokosöl verwöhnt die Haut mit Feuchtigkeit, und sorgt somit für weiche Haut und seidiges Haar. Auch bei unreiner Haut sowie gegen Cellulite und Herpes kann dieses Öl eingesetzt werden. Zudem sorgt es für einen frischen Teint und beruhigt die Haut nach der Rasur.

Avocadoöl

Avocadoöl wird aus der Frucht der Avocadopflanze gewonnen. Phytosterine und Vitamine glätten die Haut. Außerdem kann dieses Öl bei trockener Haut oder für eine Haarmaske bei strapaziertem Haar angewendet werden.

Arganöl

Arganöl wird aus den Kernen der Arganbaumfrüchte gewonnen. Dieses Öl ist reich an wertvollen ätherischen Ölen und Vitamin E. Verschiedene Hautkrankheiten können mit Erfolg behandelt werden. Auch als natürliches Anti-Aging-Mittel ist dieses Öl beliebt, zudem wirkt es positiv bei Haarausfall und Schuppen.

Olivenöl

Olivenölhat mit seinen Inhaltsstoffen eine pflegende Wirkung auf Haut und Haar.

Mandelöl

Mandelöl wird oft als Zusatz in verschiedenen Kosmetikprodukten verwendet und ist reich an folgenden Inhaltsstoffen:

Mandelöl ist auch als Zutat in Babypflegeprodukte beliebt und kann vorbeugend gegen Schwangerschaftsstreifen angewendet werden, denn es erhöht die Elastizität der Haut.

Lavendelöl

Lavendel ist durch seine entzündungshemmende Wirkung bei Hautproblemen bekannt und sehr beliebt.

Sanddornöl

Sanddorn-Öl ist reich an Vitamin A, C, E, an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und es wirkt bei Hautirritationen beruhigend. Besonders bei Ekzemen und Wunden kann Sanddornöl angewendet werden.

Traubenkernöl

Traubenkernöl bietet die Basis für viele verschiedene Pflegeprodukte. Durch den hohen Gehalt an Antioxidantien gilt es als natürliches Anti-Aging-Mittel und wird auch gerne als Jungbrunnen bezeichnet.

Traubenkernöl sorgt für eine straffe und elastische Haut und schützt sie vor Verletzungen.

Jojobaöl

Dieses Öl versorgt die Haut mit wertvollem Vitamin A und E, schützt vor Austrocknung und Schuppenbildung.


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Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 24.08.2015
Überarbeitet am: 12.11.2020

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