Alzheimer vorbeugen: Tipps für ein fittes Gehirn

Viele Menschen planen auch den dritten Lebensabschnitt nach der Kindererziehung sowie der Erwerbstätigkeit. Oft wird gerade dieses Alter jedoch von Krankheiten gestört, besonders häufig tritt hier der Alzheimer auf. Meist kommt es zu dieser Erkrankung ab einem Alter von 65 Jahren, jedes Jahr steigt das Risiko erheblich an. Und auch die Symptome treten erst sehr spät auf, sodass der Alzheimer meist plötzlich in das Leben eintritt. Dennoch finden sich einige Bereiche im Leben, die zur Verbeugung des Alzheimers optimiert werden können. Welche dies sind, wird in diesem Beitrag erfahren.

Alzheimer vorbeugenMit einem gesunden Lebensstil kann Alzheimer vorgebeugt werden. (Foto by: Wavebreakmedia / Depositphotos)

Die vier Säulen der Vorbeugung

Damit dem Alzheimer ideal vorgebeugt werden kann, gilt es vor allem vier Bereiche des alltäglichen Lebens zu beachten. Darunter zählen die folgenden vier Punkte:

  1. Bewegung
  2. Ernährung
  3. geistige Aktivität
  4. soziales Leben

1. Die Bewegung - die Häufigkeit ist ausschlaggebend

In den unterschiedlichsten Studien wurde erfahren, dass das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, mit einer regelmäßigen Bewegung erheblich verringert werden kann. Die Gründe hierfür sind vielfältig, allen voran gilt es aber die Durchblutung im Gehirn zu nennen. So wird durch die Bewegung das Gehirn mit Sauerstoff versorgt, die Durchblutung steigt während des Sports an. Dies hat zur Folge, dass die Konzentration steigt, auch die Gedächtnisleistung wird hiermit optimiert. Zudem erhöht eine anwachsende Muskelmasse die Stoffwechselaktivität, auch wenn sich der Körper im Ruhezustand befindet.

Beim Sport zur Vorbeugung gegen Alzheimer gilt es wie so oft auf die richtige Ausführung zu achten. So kommt es hier in erster Linie nicht auf die Intensität an, vielmehr die Häufigkeit ist zu beachten. Ein regelmäßiges Training ist wichtig, sodass der Stoffwechsel und die Hirndurchblutung möglichst oft angeregt werden. Ideal eignen sich hierfür leichte Ausdauersportarten wie die folgenden:

Und auch im Alltag kann gelungen für mehr Sport gesorgt werden, anstelle des Aufzugs sollte die Treppe gewählt werden. Oder auch eine kurze Autofahrt kann mit dem Fahrrad oder zu Fuß abgeleistet werden.

Auf die Ernährung kommt es an

Die gesunde und ausgewogene Ernährung, sie wirkt vorbeugend auf die unterschiedlichsten Erkrankungen. Darunter ist auch der Alzheimer zu zählen, das Risiko dieser Krankheit lässt mit der richtigen Ernährung erheblich minimieren.

Im Rahmen einer Langzeitstudie in New York kamen Forscher zu dem Ergebnis, dass das Alzheimerrisiko vor allem dann verringert werden kann, wenn auf eine mediterrane Ernährung gesetzt wird. Diese traditionelle Küche, die meist am Mittelmeerraum betrieben wird, verwendet besonders leichte und gesunde Kost.

So ist es zur Vorbeugung von Alzheimer zu empfehlen:

  • hohe Anteile an Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Getreide
  • einen mittleren Anteil der Ernährung sollte die Aufnahme von Milch und Fisch ausmachen, auch Alkohol kann hier in bewussten Mengen getrunken werden.
  • der Anteil an rotem Fleisch und auch an Geflügel sollte jedoch vergleichsweise gering ausfallen, sodass wenige tierische Fette verzehrt werden. Stattdessen empfiehlt sich die Verwendung von Olivenöl, sodass viele Omega-3-Fettsäuren aufgenommen werden können.

Der gesunde Geist - ein wichtiger „Muskel“ des menschlichen Körpers

Es liegt auf der Hand, dass ein gesunder und aktiver Geist vorbeugend gegen den Alzheimer wirkt. Aus diesem Grund ist es jedermann zu empfehlen, für ein regelmäßiges Training des Gehirns und des Geistes zu sorgen.

Damit dieses Vorhaben gelingen kann, können die unterschiedlichsten Trainingsvarianten gewählt werden.

Neue Sprachen lernen

Als besonders effektiv, um den Alzheimer vorzubeugen, gilt das Erlernen einer Sprache. Doch nicht nur das Lernen selbst, sondern auch das Sprechen der Zweitsprache sorgt für ein gelungenes Training des Gehirns. Bei einer solchen Fitnessübung spielt vor allem das Lernen und Überlegen eine Rolle, doch auch der kommunikative Kontakt kann zu einer Verminderung des Alzheimerrisikos führen. Ideal ist es, wenn die neue Sprache zusammen mit einem Bekannten erlernt wird, sodass eine ausreichende Motivation sowie ein gelungener Austausch stattfinden kann.

Fitnessübungen für das Gehirn

Gedächtnis fit halten und Alzheimer vorbeugenGedächtnisübungen oder Sprachen zu lernen, helfen Alzheimer vorzubeugen. (Foto by: Djemphoto / Depositphotos)

Neben dem Erlernen einer Sprache können zahlreiche weitere Fitnessübungen für das Gehirn abgehalten werden. Zu beachten ist jedoch, dass ein übermäßiger Fernsehkonsum sowie zu viel Arbeit mit dem Computer oder Tablet das Risiko der Alzheimererkrankung steigern kann.

Soziale Kontakte - verantwortlich für ein grundlegend gesundes Leben

Es ist bekannt, dass das Knüpfen von sozialen Kontakten auch im hohen Alter wichtig ist. Seien es Freunde, Verwandte oder Nachbarn, der Gedankenaustausch mit anderen ist enorm wichtig. Doch auch eine gemeinsame Freizeitgestaltung kann die Gefahr des Alzheimers erheblich minimieren. Sei es ein Kochen mit der Familie oder ein Ausflug mit guten Freuden, derartige Erlebnisse helfen, die unterschiedlichsten Krankheiten vorzubeugen.

Obwohl diese Wichtigkeit des sozialen Kontaktes bekannt ist, sind viele Menschen im hohen Alter alleine. Die Folgen hierfür sind unterschiedlich, sei es das Versterben von guten Bekannten oder die geringe Mobilität.

Doch auch im fortgeschrittenen Alter finden sich zahlreiche Möglichkeiten, um neue Kontakte zu knüpfen und somit für ein gesundes, soziales Umfeld zu sorgen. Damit dies gelingt, gilt es jedoch eine Eigeninitiative zu ergreifen. Hierfür bietet es sich vor allem an, Menschen mit einem gleichen Interessensgebiet zu treffen. Dies erleichtert es, schnell ins Gespräch zu kommen und neue Beziehungen aufzubauen.

Damit Gleichgesinnte getroffen werden können, bietet sich das Lesen der Tageszeitung an. Hier werden immer wieder Aktivitäten in der Umgebung kundgegeben, auch Kurse an der Volkshochschule sind hier zu finden. Doch auch viele Kirchengemeinden bieten regelmäßige Treffen für ältere Menschen an. Bei Kaffee und Kuchen fällt es einfach, neue Bekanntschaften zu knüpfen und so ins Gespräch zu kommen.


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