Radfahren: Ein Sport, der Spaß macht und gesund ist

Viele Menschen suchen nach einem Freizeitsport, bei dem sie sich richtig auspowern können. Besonders wichtig ist der körperliche Ausgleich für diejenigen, die eine sitzende Tätigkeit ausüben. Sie sind von Bandscheiben-, Schulter- und Nackenbeschwerden sowie von Knieproblemen besonders oft betroffen. Schuld daran ist die Mangelversorgung der Gelenkknorpel mit Nährstoffen. Wer vorbeugen oder Abhilfe schaffen möchte, muss also aktiv werden.

RadfahrenRadfahren macht Spaß und ist gesund. (Foto by: luckyraccoon / Depositphotos)
 
Das Radfahren ist ein Ausdauersport, der gleich mehrere positive Aspekte miteinander vereint. Das regelmäßige Training bringt unter anderem folgende Vorteile mit sich:
  • Das Herz-Kreislauf-System und das Immunsystem werden gestärkt.
  • Der Blutdruck wird reguliert.
  • Der Muskelaufbau gefördert, vor allem in den Beinen, im Gesäß sowie im Rückenbereich.

Stress abbauen

Beim Radfahren lassen sich aufgestaute Energien abbauen. Wer an Schlafstörungen, an Gereiztheit oder Unausgeglichenheit leidet, wird bereits nach wenigen Wochen des Radfahrens eine Verbesserung seines psychischen und körperlichen Zustands feststellen.
 
Seelisch ausgeglichen lässt sich so manches berufliche und private Problem schneller überwinden. Letztlich wirkt sich das Training positiv auf die Bewältigung des Arbeitspensums aus.

Diese Punkte sollten Sie beim Radfahren beachten

  1. Wichtig ist, dass die Rahmengröße sowie die Einstellungen des Sattels und des Lenkers auf die individuellen Bedürfnisse des Radlers angepasst werden. Sonst kommt es zu orthopädischen Beschwerden.
  2. Anfangs sollten keine langen Strecken gefahren werden. Niemand muss Tagesetappen wie ein Profi bewältigen. Auch das Tempo lässt sich individuell dosieren. Neueinsteigern ist sogar anzuraten, die Ziele nicht zu hoch zu stecken. Hat sich der Körper an die Belastungen gewöhnt, kann das Pensum langsam gesteigert werden.
  3. Wichtig ist für Anfänger auch die richtige Strecke, damit sie sich nicht überlasten. Nach Möglichkeit beginnt man in einem ebenen Gelände, das keine großen Steigungen aufweist. Der Untergrund sollte asphaltiert sein. Im Laufe der Zeit steigt die Geschicklichkeit. Dann darf man sich auch ins Gelände wagen.

Radfahren trainiert die Balance

Das Radfahren trainiert zugleich die Balance und verbessert die Kondition. Von diesem Effekt profitieren auch Kinder und ältere Menschen, da ein gut ausbalancierter Körper seltener stürzt.

Überhaupt eignet sich diese Sportart für beinahe alle Gruppen. Selbst Gehbehinderte und anderweitig körperlich eingeschränkte Personen können oft mit dem Fahrrad gut unterwegs sein, während sie sich zu Fuß kaum fortbewegen könnten. Insofern dient das Fahrrad gleichzeitig als Fortbewegungs- und Transportmittel.

Gelenke werden geschont

Wer unter Gelenkproblemen leidet, wird auf das Ausüben so mancher Sportart verzichten müssen. Beispielsweise bedeutet eine Kniearthrose (Arthrose) für viele Läufer das sportliche Aus. Auf das Radfahren brauchen sie allerdings nicht zu verzichten. Im Gegenteil, es verlangsamt das Fortschreiten der Erkrankung.

Bewegung ist nämlich wichtig. Der Grund hierfür liegt in der geringeren Gewichtsbelastung, die auf die Gelenke ausgeübt wird. Während beim Laufen ein Mehrfaches des eigenen Körpergewichts beim Aufprall auf jedes einzelne Gelenk trifft, wird beim Radfahren das Körpergewicht größtenteils vom Sattel und vom Rahmen abgefangen.

Spaß am RadfahrenDer Kalorienverbrauch beträgt pro Stunde Fahrrad fahren zwischen 200 und 800 Kalorien. (Foto by: nenetus / Depositphotos)

Ein weiterer positiver Einfluss auf die Gelenke ist beim Radfahren der harmonische Bewegungsablauf, der beim Treten in die Pedale entsteht. Die runden Bewegungen fordern den Bewegungsapparat gleichmäßig. Auf diese Weise lassen sich teilweise muskuläre Dysbalancen beheben.

Die Natur erleben

Neben dem sportlichen Aspekt soll der ästhetische und umweltfreundliche nicht unbeachtet bleiben. Ist es nicht wunderschön, bei lauen Sommertemperaturen an blühenden Rapsfeldern und Blumenwiesen vorbei zu fahren oder durch duftende Lindenalleen zu radeln? Im Auto sitzend ließen sich diese Aussichten nicht mit allen Sinnen genießen.

Beachtlicher Kalorienverbrauch

Der Kalorienverbrauch beträgt pro Stunde Fahrrad fahren zwischen 200 und 800 Kalorien. Dieser hängt individuell von Geschwindigkeit, Körpergewicht und Alter ab. Da beim Radfahren wichtige Muskeln gestärkt und aufgebaut werden, bedeutet dies gleichzeitig eine höhere Fettverbrennung. Außerdem wird der Stoffwechsel angeregt, wodurch ebenfalls die unbeliebten Fettpölsterchen dahinschmelzen.

Fazit

Es gibt also unzählige Gründe, mit dem Radfahren zu beginnen. Hat man es nicht gelernt, kann man dies in jedem Alter nachholen. Vielerorts werden entsprechende Kurse angeboten. Sie eignen sich insbesondere für diejenigen, denen keine Hilfsperson zur Verfügung steht oder für solche, die sich scheuen, erste Radfahr-Versuche in der Öffentlichkeit zu unternehmen.
 
Wer sich trotz aller Vorteile nicht zum regelmäßigen Training überreden kann, sollte zumindest nach Feierabend einige Wege mit dem Rad zurücklegen. So kann es genutzt werden, um kleinere Einkäufe zu erledigen oder den Weg zur Arbeit zurückzulegen. Vielleicht entdeckt der eine oder andere bei diesen Gelegenheiten, dass das Radfahren doch nicht zu verachten ist.

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