Ab wann ist Vergesslichkeit gefährlich?

Ab und an mal etwas vergessen ist keine Schade und passiert allen. Manchmal bekommt man jedoch das Gefühl es passiert öfter als gewollt. Ab wann sollte man damit zum Arzt gehen? Wann kommt der Verdacht für Alzheimer auf?

Ab wann ist Vergesslichkeit bedenklich? Um das Gehirn fit zu halten, muss man es auch trainieren, z.B, Rätsel lösen oder Instrumente lernen. (Foto by: SIphotography / Depositphotos)

Hat man nicht gerade ein ungewöhnlich ausgeprägtes Gedächtnis, passiert es jedem Menschen einmal, dass er etwas vergisst. Wo hat man den Autoschlüssel  hingelegt? Wie hieß die neue Kollegin nochmal mit Vornamen? Wo hat man das Auto geparkt?

Das sind alles normale Dinge, die man manchmal im Gedächtnis verliert und die einem oftmals bald wieder einfallen. Selbst junge Leute sind von Vergesslichkeit nicht ausgenommen.

Kein Grund zur Sorge

Vor allem Dinge wie kürzlich gelernte Namen werden schnell vergessen, wenn man sie noch nicht im Gehirn verankern konnte. Auch schnell ausgemachte Termine und Uhrzeiten müssen so bald wie möglich notiert werden, da sie meist nur im Kurzzeitgedächtnis gelagert werden.

Oftmals ist es auch eine Frage der Konzentration, wie gut man sich etwas merken kann. Ist man mit den Gedanken woanders, gehen die Worte der Chefin ins eine Ohr rein und aus dem anderen wieder raus. Weitere Ursachen sind oftmals auch Stress, falsche Ernährung und Probleme beim Einschlafen.

Schnelle Tipps gegen Vergesslichkeit

Ein wenig muss man sich auch bemühen, wenn man weniger vergesslich sein möchte. Medikamente und Mittelchen für mehr Konzentration werden zwar oft angepriesen, aber im Endeffekt geht nichts über einen leicht verbesserten Lifesyle.

  • Sich besser organisieren
    Brillen, Autoschlüssel, Fernbedienungen, usw. Alle Dinge sollten einen fixen Platz haben, an welchen man sie zu Beginn auch immer bewusst ablegen muss.
  • Aufschreiben
    Möchte man sich einen Geburtstag wirklich merken, ist es am besten diesen per Hand in einen Kalender einzutragen. Natürlich wird Facebook oder das Handy einen an den Geburtstag erinnern, dennoch sollte man sich nicht immer darauf verlassen.
  • Wortspiele und Brücken
    Wer oftmals Passwörter ändern muss und diese immer wieder vergisst, sollte sich dafür kleine Gedächtnisbrücken bauen oder Akronyme einbauen. Möglich wäre auch eine Zeile aus einem Song, bei der man immer nur die ersten Buchstaben verwendet und am Ende eine bedeutende Zahl einbaut.
  • Gehirnjogging
    Wenn man im Alltag hängen bleibt, fehlt oft gefühlt die Zeit für Neues. Jedoch ist es besonders wichtig, dass man sich immer wieder neuen Herausforderungen stellt. Es ist nie zu spät ein Instrument zu lernen, oder ein paar Wörter einer neuen Sprache. Nichts muss perfekt werden, doch man sollte das Gehirn etwas fordern.

Mehr Tipps zur Verbesserung des Gedächtnisses findet man hier: Gedächtnis fit halten

Ab wann ist Vergesslichkeit gefährlich? Alzheimer muss nicht immer erst im hohen Alter beginnen. Oftmals wird die Krankheit vererbt. (Foto by: AndrewLozovyi / Depositphotos)

Ab wann wird Vergesslichkeit bedenklich?

Hier und da etwas zu vergessen ist völlig normal. Tatsächlich beginnt man ab den 20ern immer mehr Gehirnzellen zu verlieren und auch die chemischen Vorgänge nehmen im Gehirn langsam ab und lassen einen vergesslich werden. Diese ständige Abnahme lässt es deutlich erscheinen, warum man als Kind besser lernen kann als im Erwachsenenalter.

Vor allem im späteren Alter kommt mit der Vergesslichkeit auch die Angst vor Krankheiten wie Alzheimer. Jedoch ist das eher selten der Fall. Erinnerungslücken können auch mit Schlaganfällen, Kopfverletzungen oder einem Mangel an Vitaminen und einer schlechten Diät zusammen hängen. Auch Rauchen, Alkohol und andere Suchtmittel beeinträchtigen das Gehirn stark und schaden über einen langen Zeitraum dem Gedächtnis.

Nimmt die Vergesslichkeit bedenklich zu, dann könnte es auch notwendig seinen einen Arzt aufzusuchen. Anzeichen dafür könnten sein, dass man täglich vergisst wo man parkt, oder nicht mehr weiß wo man arbeitet oder gar wohnt.

Diese Zeichen sollte man auch bei anderen beobachten und auf Verwirrungen achten. Das kann jedem passieren und es ist wichtig sich rechtzeitig Hilfe zu holen. Sollte man auf die Krankheit diagnostiziert werden, gibt es Möglichkeiten Alzheimer vorzubeugen.

 


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Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 21.10.2020
Überarbeitet am: 21.10.2020

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