Verkühlung im Unterleib

Verkühlungen im Unterleib können für Frauen und Männer zu einem schmerzhaften Problem werden. Und diese werden schneller durch Kälte ausgelöst, als so mancher Betroffener vermuten mag. Deshalb ist es ungemein wichtig, Verkühlungen im Unterleib zu vermeiden.

Frau verspürt Schmerzen im UnterleibVermehrter Harndrang und Ziehen im Unterbauch sind Anzeichen für eine Verkühlung im Unterleib. (Foto by: CITAlliance / Depositphotos)

Verkühlungen im Unterleib treten dann auf, wenn der Unterleib zu kalt wird. Das kann bei kälteren Temperaturen, aber auch durch nasse Kleidung passieren. Die Ursachen sind hier sehr vielfältig. Betroffen sind zudem, anders als man oft glaubt, ebenso Männer als auch Frauen der verschiedensten Altersklassen.

Eine Verkühlung im Unterleib geht bei beiden Geschlechtern oft mit Schmerzen und Blasenbeschwerden einher. Allerdings kann eine Verkühlung im Unterleib bei Frauen schnell zu Nachfolgerkrankungen führen, wie eben einer Eierstockentzündung. Auch die Nieren können betroffen sein, dies gilt auch für die Männer. Wird der Körper also in dieser sehr empfindlichen Region unterkühlt, können sich Keime viel leichter in den Harnwegen ausbreiten und eine Infektion auslösen.

Ursachen von Verkühlungen im Unterleib

Eine Verkühlung im Unterleib wird meistens dadurch verursacht, dass der Unterleib – wie es die Bezeichnung der Erkrankung bereits andeutet – unterkühlt. Die häufigsten Ursachen für eine Verkühlung im Unterleib sind

  • Kälte oder Wind, die beispielsweise durch zu dünne oder zu kurze Kleidung an den empfindlichen Unterleib gelangen. 
  • Nässe, die beispielsweise durch Regen die Kleidung durchnässt. Das sorgt ebenfalls dafür, dass der Unterleib unterkühlen kann.
  • Das längere Sitzen auf kaltem Untergrund.

Untersuchungen und Diagnose

Bei Schmerzen oder auch Blasen- und Nierenproblemen, die durch eine Verkühlung im Unterleib verursacht wurden, sollte man einen Arzt aufsuchen. Denn eine Verkühlung im Unterleib kann unbehandelt schnell drastische Folgen haben. Häufige Folgen einer Verkühlung im Unterleib sind beispielsweise Erkältungen der Blase und der Nieren. Diese machen sich durch Symptome wie erschwertes und schmerzhaftes Wasserlassen bemerkbar.

Eine Verkühlung im Unterleib kommt zudem oft mit Unterleibsschmerzen einher. Bei Frauen können zudem speziell die Gebärmutter und die Eierstöcke und bei Männern die Hoden und die Prostata unterkühlen.

Der behandelnde Arzt wird, je nach Art der Beschwerden, durch Abtasten des Unterleibs, durch Urinuntersuchungen oder durch Ultraschalluntersuchungen die Schwere der Verkühlung im Unterleib feststellen. Dabei wird er Krankheiten und Schäden an den möglicherweise betroffenen Organen ausschließen oder diagnostizieren.

Behandlung, Therapie und Komplikationen

wohltuendes und wärmendes BadWärme, wie durch ein entspanntes Bad, tut bei einer Verkühlung im Unterleib gut. (Foto by: IuriiSokolov / Depositphotos)

Handelt es sich um eine leichte Art der Verkühlung, kann man diese oft sanft zuhause behandeln. Das Erste, was man nach einer Verkühlung im Unterleib tun sollte, ist diesen wieder aufzuwärmen. Zum Beispiel

  • mit einem warmen Bad
  • mit einer Wärmflasche
  • durch warme Kleidung

All diese Dinge können auch während der weiteren Behandlung hilfreich sein. Jedoch sollte man es mit der Wärme, zum Beispiel beim Baden oder beim Nutzen einer Wärmflasche, nicht übertreiben. Etwa, um eine schnellere Genesung zu erzwingen. Der Körper braucht Zeit, um zu genesen. Während dieser Zeit sollte man den Unterleib stets warmhalten.

Weitere Verkühlungen sollte man unbedingt vermeiden. Denn eine Verkühlung im Unterleib kann schnell zu einem Blasen- oder Nierenleiden werden. Bei schwereren Symptomen sollte ein Arzt aufgesucht werden. Der kann eine medikamentöse Behandlung einleiten.

Prävention und was ich selbst tun kann

Verkühlungen im Unterleib kann man oft vermeiden, indem man versucht eine solche nicht durch eigenes Fehlverhalten zu provozieren.

  • Bei kalten Außentemperaturen sollte man beispielsweise auf warme Kleidung setzen.
  • Frauen sollten zudem vermeiden, sich nahezu bauchfrei oder in zu kurzen Röcken oder Shorts der Kälte auszusetzen.
  • Ebenso sollte man vermeiden auf kalten Untergründen zu sitzen und nasse Kleidung so schnell wie möglich ablegen.
  • Falls es jedoch dennoch zu einer Unterkühlung kommt, sollte man versuchen, den Unterleib sanft wieder aufzuwärmen. Das kann man, wie bereits erwähnt, am besten mit einer warmen Dusche oder einem warmen Bad oder auch mit einer Wärmflasche tun.

Kommt es nicht zu einer spürbaren Verkühlung im Unterleib, sollte man in den folgenden Tagen trotzdem vorsichtig sein und den Unterleib warmhalten. Denn nicht jede Verkühlung im Unterleib ist so schwerwiegend, dass sie gleich mit spürbaren Beschwerden einhergeht. Jedoch könnte man Symptome hervorrufen, wenn sich die Verkühlung im Unterleib durch eine weitere Verkühlung verstärkt.


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