Verkühlung der Blase

Wenn es im Unterleib zieht, brennt oder schmerzt, dann kann es sein, dass die Blase verkühlt ist. Besonders Frauen leiden immer mal wieder unter einer Verkühlung der Blase, manchmal kann dies auch chronisch werden.

Frau mit WärmeflascheBesonders Frauen leiden vermehrt an einer Verkühlung der Blase. (Foto by: Wavebreakmedia / Depositphotos)

Speziell bei Frauen kann eine Blasenverkühlung schnell entstehen, da die Harnröhre gegenüber dem Mann kürzer ist und Bakterien schneller in die Blase geraten. Bekommt es die Blase mit einer Unterkühlung zu tun, also wird es kalt in der Gegend Unterleib, können die Bakterien sich noch rascher fortbewegen und ans Ziel kommen, sich vermehren und Infekte auslösen.

Schmerzen, vermehrtes Wasserlassen, wobei es da auch noch schmerzen kann, sind die Folge. Zudem darf eine Blasenverkühlung nicht einfach mal so übergangen werden, denn diese kann chronisch werden – wovon insbesondere viele Frauen betroffen sind. Aber auch Männer können sich die Blase verkühlen, die Symptome sind dieselben.

Ursachen für eine Verkühlung der Blase

Zur Unterkühlung kann es durch unpassende Kleidung im Winter kommen, oder man sitzt auf kaltem Untergrund und auch kaltes Wasser beim Baden ist nicht empfehlenswert. Die Blase ist ein kälteempfindliches Organ, in der kalten Jahreszeit sollte sie besser warmgehalten werden.

Aus chronischen Blasenentzündung können schwere Nierenerkrankungen werden, niemand will das. Also besser ein wenig mehr einmummeln, auch wenn es nicht immer trendy aussieht.

Untersuchungen und Diagnose

Entgegen der landläufigen Meinung, man könne seine Blase "verkühlen", löst die Kälte an sich noch keine Blasenentzündung aus.

Die Untersuchung nimmt immer der Arzt vor, der Patient wird aber schon sehr eindeutige Symptome in Form von heftigem Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen haben. Oft kommt ein eigenartiger Geruch hinzu und der ständige Harndrang, auch wenn man eben erst auf der Toilette gewesen ist. Der Arzt wird mit Hilfe eines kleinen Teststäbchens eine Urinprobe, die der Patient zuvor abgibt, auf Entzündungswerte und Blut testen, eventuell wird er auch versuchen, damit Erreger nachzuweisen.

Sind die Entzündungswerte erhöht und lässt sich Blut nachweisen, kann schon von einer Blasenentzündung ausgegangen werden. Die Diagnose ist somit relativ schnell gefällt. Auch eine direkte Entnahme des Urins mit Hilfe eines Einmalkatheters ist möglich.

Behandlung, Therapie und Komplikationen

Sind die Schmerzen noch nicht allzu schlimm und treten sie lediglich beim Wasserlassen auf, kann man mit viel Flüssigkeit vielleicht Schlimmeres verhindern. Das bedeutet, zumindest 3 Liter, besser 4, am Tag zu trinken. Wasser, ungesüßter Tee und verdünnte Fruchtsäfte sind gut geeignet.

Menschen mit Herz- oder Nierenleiden und Schwangere sollten aber besser den Arzt befragen. Durch die viele Flüssigkeit kann das Abfließen der Bakterien unterstützt werden, sie können sich nicht so leicht vermehren und eine Entzündung kann eventuell verhindert werden.

Ist der Infekt im Anfangsstadium, kann Blasen- oder Nierentee aus der Apotheke den oben genannten Vorgang unterstützten. Denn die darin enthaltenen Kräuter regen die Tätigkeit der Nieren an, mehr Urin zu produzieren, was wiederum das Ausspülen der Bakterien forcieren kann. Auch Kapseln sind erhältlich.

Dazu sei gesagt: Trinkt man die speziellen Tees oder nimmt man Kapseln ein, sollte dazu kein Vitamin C eingenommen werden, denn dieses kann die Wirkung der Pflanzenextrakte wieder aufheben. Werden die Schmerzen aber nicht gelindert, ist ein Arzt aufzusuchen. Um die dann schon vorhandene Entzündung zu stoppen und auszuheilen, wird in den meisten Fällen Antibiotikum eingesetzt.

Prävention und was ich selbst tun kann

Frau trinkt Wasser für eine gesunde BlaseDie beste Prävention vor einer Verkühlung der Blase ist ausreichend zu trinken. (Foto by: Wavebreakmedia / Depositphotos)

Zur Prävention einer Blasenentzündung sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • reichlich trinken
  • sich warm genug anziehen
  • eine korrekte Intimhygiene betreiben
  • nach dem Geschlechtsverkehr eine Toilette aufsuchen

Frauen, die wissen, dass sie empfindlich sind, wissen auch, dass Warmhalten des Unterleibs die beste Prävention ist. Bauchfreie Tops und Hüfthosen sind ja schick, aber eben nicht jedem zu empfehlen und vor allem nicht in jeder Jahreszeit. Eine gute Vorbeugung ist außerdem immer viel zu trinken, nicht erst, wenn die Blase schon verkühlt ist.


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