Schnittwunde

Wird mit einem scharfkantigen Gegenstand in die Haut geschnitten, spricht man von einer Schnittwunde. Eine Schnittwunde ist in den meisten Fällen glattrandig. Ist die Schnittwunde nicht tief und frei von einer Infektion, heilt sie ohne Komplikationen, eine kleine Narbe bleibt zurück.

Schnittwunde Schnittwunden zählen zu den häufigsten Verletzungen im Haushalt. (Foto by: ruslanchik / Depositphotos)

Schnell-Übersicht

  • Was ist eine Schnittwunde: Sie entsteht durch eine Schnittverletzung und kann in unterschiedlichen Tiefen erfolgen, sind meist glattrandig und können in m anchen Fällen stark bluten.
  • Ursachen: Meist entstehen Schnittwunden durch falschen oder unvorsichtigen Umgang mit Messern, Scheren, scharfkantigen Gegenständen, Glasscherben und weiterem.
  • Behandlung: Kleine Wunden können mit einem Pflaster versorgt werden. Tiefe Wunden müssen jedoch in einem Krankenhaus, oder von einem Arzt genäht werden. Falls notwendig, kommt es zu einer Auffrischung der Tetanus-Impfung.
  • Mögliche Komplikationen: Ist man nicht gegen Tetanus geimpft, kann es zu Folgen wie dem Wundstarrkrampf kommen. Ebenfalls kann es zu Entzündungen und Infektionen kommen.
  • Vorbeugung: Die richtige Ausrüstung beim Umgang mit gefährlichen Geräten ist von Wichtigkeit. In der Küche muss sorgfältig mit Messern umgegangen werden und Scherben sollten nicht mit bloßen Händen aufgesammelt werden.

Was ist eine Schnittwunde?

Die Schnittwunde entsteht durch eine Schnittverletzung und zählt zu den häufigsten Verletzungen im Haushalt. Schnittwunden können unterschiedlich tief sein, sie sind glattrandig und zumeist bluten sie stark.

Eine Schnittwunde kann mit Scheren, Messern, scharfkantigen Rändern beispielsweise von Konservendosen, Glasscherben und vielem mehr beigefügt werden. Zumeist führen Unfälle (Freizeit, Haushalt, u.a.) zu einer Schnittwunde, doch auch Gewaltanwendung kommt vor. Manche Menschen fügen sich selbst Schnittwunden (an Armen oder den Beinen, etc.) zu. Oft kommt das im Zusammenhang mit Persönlichkeitsstörungen vor; man nennt diese Art der Selbstverletzung das Borderline-Symptom.

Symptome bei Schnittwunden

Ein charakteristisches Symptom bei einer Schnittwunde ist der Wundschmerz. Zudem blutet die Wunde mehr oder weniger stark. Kommt es bei einer tiefen Schnittwunde zusätzlich zu Verletzungen der Nerven oder Sehnen, kann das zu Bewegungseinschränkungen, Gefühlsstörungen oder Lähmungen führen.

Behandlung bei Schnittwunden

Erstversorgung

Behandlung Schnittwunde Meist kann eine Schnittwunde selbst mit einem Pflaster versorgt werden. (Foto by: dmitrimaruta / Depositphotos)

Prinzipiell zielt die Behandlung auf die Verschließung der Wunde ab – handelt es sich um eine kleine Wunde, kann diese mittels Pflaster selbst versorgt werden, bei tieferen Wunden ist ein Arzt oder das Krankenhaus aufzusuchen.

Tiefe Wunden müssen genäht, geklammert oder mit Gewebekleber behandelt werden. In der Regel heilt eine Wunde, die durch sogenannten primären Wundverschluss (bei frischen Wunden) behandelt werden kann, komplikationslos ab. Auf Vollbäder oder Wassersport sollte verzichtet werden.

Ist die Wunde älter als sechs Stunden, bevor es zur Behandlung kommt, heilt sie wesentlich langwieriger ab, es bleiben deutliche Narben. Wichtig: Liegt die Tetanus Impfung länger als fünf Jahre zurück, sollte sie unbedingt aufgefrischt werden, besteht keine Grundimmunisierung sollte die Impfung erfolgen.

Erste Hilfe bei Schnittwunden

  • Schutzhandschuhe tragen, um sich vor Infektionen wie Hepatitis zu schützen
  • Betroffenes Körperteil möglichst höher lagern
  • Wunde steril abdecken
  • Blutung stillen, beispielsweise mit Druck

Prävention - was ich selbst tun kann

Wie andere Hautverletzungen auch kann man Schnittwunden am besten vorbeugen, wenn man geeignete Schutzausrüstungen wie Handschuhe, Helme oder Knieschützer verwendet. Umsichtiges Verhalten im Allgemeinen hilft Verletzungen zu vermeiden.

Weitere Informationen zu Schnittwunden

Da es mitunter schnell zu einer Verletzung kommen kann, ist es sinnvoll, die Tetanusimpfung regelmäßig aufzufrischen. Sie hilft gegen den gefährlichen Wundstarrkrampf, der auch schon bei kleinen Wunden auftreten kann.


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Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 05.02.2010
Überarbeitet am: 05.08.2020

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