Sieben Lebensmittel, die Heißhunger auslösen

Heißhunger ist der Feind der Diäthaltenden. Er kommt unerwartet und wirft den Abnehmerfolg manchmal einige Tage zurück. Die gute Nachricht lautet jedoch, dass Heißhunger vermieden werden kann.

1. Süßigkeiten

Süßigkeiten Zucker lässt den Insulinspiegel rasant ansteigen, anschließend sinkt er jedoch schnell wieder ab. (Foto by: pioneer111 / Depositphotos)

Dass Süßigkeiten Heißhunger auslösen, ist keine große Überraschung. Immerhin steckt in Schokolade, Kuchen und Co jede Menge Zucker. Dieser lässt den Insulinspiegel rasant ansteigen, anschließend sinkt er jedoch ebenso schnell wieder ab. Die Konsequenz ist das Verlangen nach viel schnell verfügbarer Energie.

Besonders tückisch ist Traubenzucker. In einer Prüfung liefert er uns zwar schnelle Energie für das Gehirn, zwischendurch gegessen ist er jedoch Gift für das Hungergefühl.

2. Light-Produkte

Wer Light-Produkte kauft, denkt oft, dass er seiner Figur etwas Gutes tut. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Besonders von Milchprodukten gibt es häufig eine leichte Variante. Light-Joghurt beispielsweise enthält zwar kaum Fett, sättigt dafür aber auch nicht annähernd so gut wie die Vollfett-Variante. Der Körper wird sich früher oder später die Energie zurück holen, die ihm vorgegaukelt wurde.

Da Fett ein wichtiger Geschmacksträger ist, muss auch dieses im Light-Joghurt ersetzt werden. Dies geschieht meist durch Zucker, der den Insulinspiegel in die Höhe schnellen lässt. Die beste Alternative ist ein vollfetter Naturjoghurt, der mit frischen Früchten serviert wird.

3. Light-Getränke

Eine Sonderrolle spielen Light-Getränke wie Diät-Limonade. Diese enthalten statt Zucker Süßstoff. Dies spart zwar einige Kalorien, der enthaltene Süßstoff lässt den Insulinspiegel bei einigen Menschen jedoch rasant ansteigen - und ebenso schnell wieder in den Keller sinken. Heißhunger ist die logische Konsequenz daraus.

4. Alkohol

Alkohol ist in vielerlei Hinsicht schlecht für den Diäterfolg. Er hat viele Kalorien, er lässt uns die Kontrolle über uns selbst und unsere Disziplin verlieren, er entzieht unserem Körper Mineralien, er verhindert für die Zeit seiner Wirkung die Fettverbrennung des Körpers und er macht uns hungrig.

Alkohol signalisiert dem Gehirn eine leichte Unterzuckerung. In Kombination mit der gehemmten Selbstdisziplin und dem leichten Mangel an Mineralien sind Pizza und Pommes dann schnell bestellt.

5. Weißmehlprodukte

Die Liste an Lebensmitteln, die Weißmehl enthalten, ist lang. Weißbrot, Laugengebäck, Kuchen, helle Nudeln, Pizza und Burger sind nur einige der Lebensmittel, bei denen Vorsicht geboten ist. Sie enthalten kaum sättigende Ballaststoffe und bestehen aus kurzkettigen Kohlenhydraten, die der Körper schnell verdaut hat.

Anschließend reagiert er mit erneutem Hunger. Zeitgleich macht der Insulinspiegel eine Achterbahnfahrt. So greifen wir schnell erneut in den Brotkorb. Die bessere Variante ist bei Getreideprodukten diejenige aus Vollkorn. Vollkornnudeln, Vollkornbrot und selbstgemachte Pizza mit einem Teig aus Vollkornmehl liefern ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl.

6. Frühstückscerealien

Cornflakes Meist sind Cornflakes sehr zuckerreich. (Foto by: Subbotina / Depositphotos)

Bei den vermeintlich gesunden Frühstückscerealien kommen gleich zwei Effekte zusammen: Sie bestehen aus kurzkettigen Kohlenhydraten und enthalten meist noch reichlich Zucker. Eine Kombination, die uns nicht lange sättigt und den Insulinspiegel verrückt spielen lässt. Ein Frühstück aus Cerealien wird nicht lange satt machen.

Die bessere Wahl ist ein gesundes Müsli mit Haferflocken, Obst und Nüssen.

7. Chips

Chips bestehen aus kurzkettigen Kohlenhydraten und jeder Menge Salz. Die einfachen Kohlenhydrate lassen den Insulinspiegel kurzfristig ansteigen und sofort darauf wieder abfallen.

Dazu kommt der Effekt des Salzes: Es macht durstig, doch wir verwechseln das Durstgefühl häufig mit Hunger. Ein abgesunkener Insulinspiegel ist in dieser Situation besonders tückisch. Diese zwei Faktoren begünstigen, dass wir beim Chips-Essen nicht mehr aufhören können.

Zudem enthalten Chips auch jede Menge Geschmacksverstärker wie Glutamat, die im Gehirn ebenfalls Heißhunger auslösen.


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Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 24.08.2015
Überarbeitet am: 20.07.2020

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