Feuermal (Naevus flammeus)

Ein Feuermal (Naevus flammeus) ist eine gutartige, zumeist angeborene Gefäßfehlbildung, die sich bei der Geburt als hell- bis dunkelroter Fleck zeigt. Die Ursachen für die Entstehung eines Feuermals sind nicht geklärt, in manchen Fällen tritt es gemeinsam mit anderen Krankheiten auf wie dem Sturge-Weber-Syndrom.

Untersuchung FeuermalEin Feuermal kann überall am Körper auftreten und ohne Therapie bleibt es ein Leben lang bestehen. (Foto by: AndreyPopov / Depositphotos)

Das Feuermal ist eine gutartige, meist angeborene, seltener auch frühkindlich erworbene Gefäßfehlbildung der Kapillaren (kleine Gefäße) der Haut. Ein Feuermal kann überall am Körper auftreten und ohne Therapie bleibt es ein Leben lang bestehen.

Es gibt zwei Formen eines Feuermals:

  • Die symmetrische Form des Feuermals: Ursache ist eine Reifungsverzögerung der Versorgung der Nerven der Gefäße - bilden sich selbständig in den ersten Lebensjahren zurück. Diese Form ist häufiger anzutreffen.
  • Die asymmetrische Form des Feuermals: ist eine seltene Fehlbildung und betrifft maximal 0,3% der Neugeborenen. Bei rund 5% dieser Fälle tritt das Feuermal als Teilsymptom anderer Erkrankungen (Bsp.: Sturge-Weber-Syndrom) oder gleichzeitig mit anderen Fehlbildungen größerer Gefäße oder anderen Geweben (beispielsweise der Knochen) auf.

Ursachen für ein Feuermal

Wieso ein Feuermal entsteht oder was die erbliche Grundlage dafür ist, ist nach wie vor unbekannt. Es wird nicht vererbt. So kann die Entstehung des Feuermals lediglich als eine Laune der Natur betrachtet werden.

So ist die Ursache für ein Feuermal weder in der Lebensführung oder dem Tragen von zu enger Kleidung der Mutter noch auf Ereignisse während der Schwangerschaft (Trauer, Stöße, etc.) oder Geburt (Saugglocke, Zange, etc.) zurückzuführen. Sehr selten tritt ein Feuermal als Begleiterscheinung von Krankheiten wie dem Sturge-Weber-Syndrom oder dem Proteus-Syndrom auf. Hier gibt es einen genetischen Zusammenhang.

Die Symptome eines Feuermals

In den meisten Fällen liegt das Feuermal bereits bei der Geburt in voller Form vor. Seltener bildet sich das Feuermal in den ersten Lebenstagen aus. Die Farbveränderungen der Haut sind entweder hellrot, blaurot oder weinrot, sie sind bizarr und scharf begrenzt. Drückt man auf das Feuermal, verschwindet die Hautfärbung.

Das asymmetrische Feuermal

Ein asymmetrisches Feuermal kann von ein paar Millimetern bis zu ganzen Körperregionen groß sein. Die Größe passt sich im Laufe des Lebens dem Wachstum des Körpers an. Ein asymmetrisches Feuermal kann an allen Körperstellen auftreten und bleibt ohne Therapie das ganze Leben bestehen.

Das symmetrische Feuermal

Ein symmetrisches Feuermal befindet sich an den embryonalen Verschlussstellen, also an den Oberlidern, der Kreuzbeingegend und den Nasenflügeln. Sonderfälle sind der sogenannte „Lachsfleck“ in der Mitte der Stirn oder der „Storchenbiss“ im Nacken. In den meisten Fällen von symmetrischen Feuermalen bilden sich diese selbständig zurück.

Die Behandlung des Feuermals

Behandlung FeuermalEine Behandlungsmethode bei einem Feuermal ist die Entfernung mittels Laser. (Foto by: NinaMalyna / Depositphotos)

Zwei Formen der Behandlung können bei einem Feuermal eingesetzt werden.

  • Camouflage Make-up Methode: Hierbei kann das Feuermal einfach und nicht invasiv abgedeckt werden.
  • Alternativ dazu kann das Feuermal mittels Laser entfernt werden. Das Feuermal wird mit einem Blitzlampen-gepumpten Farbstofflaser (FPDL) behandelt, was ein Zerplatzen und Zerreißen der kleinen Gefäße zur Folge hat. Diese Lasertherapie ist durch die neuartige Technik beinahe komplikationsfrei, was bedeutet, dass bereits Säuglinge behandelt werden können.

Da es zu Komplikationen (Gefäßerweiterungen- und Verdickungen, Knotenbildung, Blutungen) führen kann, wenn ein Feuermal, speziell im Gesicht, unbehandelt bleibt, sollte die invasive Laser-Therapie in Erwägung gezogen werden.

Außerdem bedeutet ein Feuermal im Gesicht oft starke psychische Belastungen für das Kind. Das symmetrische Feuermal verblasst in den meisten Fällen bis zu einem Alter von zwei Jahren. Einem Feuermal kann man nicht vorbeugen.

Fazit

Ein Feuermal ist eine harmlose Gefäßfehlbildung. Doch sollte, speziell, wenn es sich im Gesicht des Kindes befindet, eine Behandlung angedacht werden, um das Kind vor späteren psychischen Beeinträchtigungen zu schützen. Informationen dazu erhalten Betroffene bei jedem Dermatologen.


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