EKG - Elektrokardiographie

Für den Begriff EKG stehen zwei Verfahren: die Elektrokardiographie – stellt den elektrischen Erregungsablauf des Herzens dar, und das Elektrokardiogramm – das technisch aufgezeichnete Bild. Das EKG wird mittel auf der Haut aufgebrachter Elektroden aufgezeichnet.

Untersuchung EKGMittels EKG können Erkrankungen des Herzens oder auch der Lunge festgestellt werden. (Foto by: peshkova / Depositphotos)

Das EKG wird mittels auf der Haut des Patienten angebrachten Elektroden als Kurve auf einem Monitor dargestellt und zeigt die elektrischen Vorgänge im Herzen. Damit kann der Arzt/die Ärztin wichtige Informationen über die Erregung des Herzmuskels des Patienten erhalten.

Mit dem EKG können Fragen zu einem eventuellen krankhaften Zustand beantwortet werden – somit ist ein EKG eine sehr wichtige Untersuchungsmethode, mit folgenden Vorteilen:

  • Es treten bei der Untersuchung keine Schmerzen auf
  • Kann relativ kurzfristig durchgeführt werden
  • Durchführung ohne große Aufwände

Durchführung

Dem zu Untersuchenden werden 10 Elektroden am Körper angebracht, an Armen und Beinen (Extremitätenableitungen) sowie der Brust im Bereich des Herzens (Brustwandableitungen, linke Brustseite).

Auf die Elektroden wird vorab ein Gel aufgetragen, um eine bessere Kontaktfähigkeit zwischen Haut und Elektroden zu erreichen.

Es gibt drei Formen des EKGs:

  1. das Ruhe-EKG
  2. das Belastungs-EKG
  3. das Langzeit-EKG

Das Ruhe-EKG dauert in der Regel nur wenige Minuten und kann oft nicht alle Fragen ausreichend beantworten.

Ein Langzeit-EKG wird über einen Zeitraum von 24 Stunden mittels kleinem, batteriebetriebenen, Aufnahmegerät aufgezeichnet und ist wichtig, um alle Belastungen im untersuchten Zeitraum aufzunehmen. Damit ist eine sehr gezielte Beurteilung möglich.

EKG AufnahmeDas EKG ist für den Patienten absolut schmerzfrei und hat keinerlei Nebenwirkungen. (Foto by: withGod / Depositphotos)

Anwendungsgebiete

Das EKG kann im Zuge einer Vorsorgeuntersuchung oder aber zur genaueren Abklärung bei Verdacht auf mögliche Erkrankungen angewendet werden. Erkannt werden können unter anderen Herzrhythmusstörungen, koronare Erkrankungen des Herzens, gestörte Mineral- und Salzversorgung sowie bestimmte Lungenerkrankungen.

Ein Langzeit-EKG wird dann eingesetzt, wenn Durchblutungs- oder Herzrhythmusstörungen nicht permanent auftreten und bei einem herkömmlichen EKG unentdeckt bleiben.

Das EKG ist für den Patienten absolut schmerzfrei und hat keinerlei Nebenwirkungen.

Fazit

Ein EKG ist eine wichtige Untersuchungsmethode, um Erkrankungen des Herzens oder auch der Lunge sicher diagnostizieren zu können. Es wird unterschieden zwischen Ruhe, Langzeit und Belastungs-EKG. Der zu Untersuchende verspürt keinerlei Schmerz bei einem EKG, es ist mit wenig Aufwand verbunden.


Bewertung: Ø 5,0 (1 Stimme)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Herzkrankzgefäß-Erweiterung (PTCA)

Herzkrankzgefäß-Erweiterung (PTCA)

Unter einer perkutanen transluminale coronare Angioplastie - kurz auch PTCA genannt - beschreibt der Mediziner ein gängiges Verfahren, damit etwaige verengte Herzkrankgefäße (die Koronararterien) geweitet werden können

weiterlesen
Titerbestimmung

Titerbestimmung

Im Rahmen einer Titerbestimmung wird die Konzentration der Antikörper gegen bestimmte Krankheiten im Blut gemessen.

weiterlesen
Blasenspiegelung

Blasenspiegelung

Bei der Blasenspiegelung handelt es sich um eine endoskopische Untersuchung der Harnröhre und Blase.

weiterlesen

User Kommentare