COPD (Raucherlunge)

Eine COPD oder chronisch obstruktive Lungenerkrankung bedeutet unterschiedliche Krankheitsbilder. Die Symptomatik ist bei allen ähnlich – Husten, Auswurf, Atemnot und Leistungsminderung – der Risikofaktor Nummer 1 ist das Rauchen. Einzelne Erkrankungen unterscheiden sich in der Entstehung, der Diagnose und auch der Therapie.

Arzt mit Patientin COPDCOPD, ist eine chronische Erkrankung der Lunge - die Hauptursache ist Rauchen. (Foto by: andresr / Depositphotos)

COPD ist die Abkürzung für die englische Bezeichnung "Chronic Obstructive Pulmonary Disease" oder zu deutsch "Chronisch obstruktive Lungenerkrankung". Da als Hauptauslöser Rauchen genannt werden kann, wird die Krankheit umgangssprachlich oft als "Raucherlunge" bezeichnet.

COPD ist keine einzelne Krankheit, sondern eine ganze Erkrankungsgruppe, die alle eine Ähnlichkeit in der Symptomatik zeigen. COPD ist nicht heilbar.

Inzwischen gilt die COPD als Volkskrankheit, Tendenz extrem steigend. Bis zum Jahr 2020 wird die COPD die dritthäufigste Todesursache sein, davon gehen Experten aus. Bei COPD handelt es sich um eine progrediente Krankheit, das bedeutet, dass sich die Beschwerden mit der Zeit verschlechtern und sogar zum Tod führen kann.

Liegt eine oder mehrere der folgenden Erkrankungen vor, sprechen Mediziner von einer COPD:

  • Eine Chronische Bronchitis (inklusive asthmatischer Komponente)
  • Ein Lungenemphysem (die Lunge ist krankhaft überbläht)
  • Eine chronische, obstruktive (verengte) Bronchitis

Die Ursachen für eine Raucherlunge

Als Ursache Nummer 1 gilt bei einer COPD, chronisch obstruktiver Lungenerkrankung, das Rauchen. Je mehr geraucht wird, umso höher ist das Risiko, an einer COPD zu erkranken.

Seltener lösen Gase, Dämpfe, Chemikalien oder giftiger Staub eine COPD aus – Beispiel: Eine verbreitete Berufskrankheit bei Bergleuten ist das Lungenemphysem.

Sehr selten ist eine genetische Veranlagung (der Alpha-1-Antitrypsinmangel) Ursache an Störungen der Lunge.

Leiden Kinder häufig unter Atemwegserkrankungen kann das im Erwachsenenalter ebenso zu einer COPD führen.

Meist tritt die Krankheit bei Personen über dem 40. Lebensjahr auf.

Die Symptome von COPD (Raucherlunge)

Die typischen Symptome der COPD, der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung, sind:

Vor allem Menschen mit chronischer, chronisch obstruktiver und chronischer Bronchitis mit asthmatischen Komponenten leiden unter Husten. Weiters ist bei diesen Erkrankungen auch der Auswurf ein charakteristisches Symptom.

Zu Atemnot kommt es vor allem bei Patienten mit chronisch obstruktiver Bronchitis und bei einem Lungenemphysem. Ist das Stadium der Erkrankung fortgeschritten, kann bereits die kleinste körperliche Anstrengung zu Atemnot führen.

Die vier Stadien von COPD

COPD wird in vier verschiedene Stadien eingeteilt:

  1. Frühstadium - Stadium I: Häufig zeigt sich hier chronischer Husten und vermehrte Schleimproduktion.
  2. Mittelschweres Stadium - Stadium II: Viele Betroffene stellen in diesem Stadium, dass sich bei körperlicher Tätigkeit Atemlosigkeit einstellt. Meist wird in dieser Phase erstmals ein Arzt aufgesucht.
  3. Schwere COPD - Stadium III: Schon bei der kleinsten körperlichen Anstrengung tritt Atemnot auf.
  4. Stadium IV: Hierbei treten sogar im Ruhezustand Atembeschwerden auf, oft zeigen sich Herzprobleme.

Behandlung der COPD

In erster Linie zielt eine Behandlung darauf ab, das Fortschreiten der Erkrankung einzudämmen, die Symptome und Anfallshäufigkeit zu verringern, insgesamt die Lebensqualität zu verbessern und Komplikationen vorzubeugen.

Wichtig ist es, den Auslöser für die COPD zu meiden – in den meisten Fällen bedeutet das: das Einstellen vom Nikotinkonsum.

Medikamentös helfen bei chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen bronchienerweiternde Sprays.

Bei fortgeschrittener Erkrankung wird Kortison eingesetzt. Die Behandlung erfolgt zumeist lebenslänglich, denn Schäden an Lunge und Bronchien lassen sich nicht heilen.

Der Verlauf einer COPD hängt insbesondere vom Verhalten des Betroffenen ab: Wird beispielsweise bei einer einfachen Bronchitis weiterhin geraucht, entsteht eine chronisch obstruktive Bronchitis, danach das Lungenemphysem.

Komplikationen

Komplikationen reichen von einer Lungenentzündung bis zum Versagen der Atemmuskulatur und Herzversagen.

Kann man einer COPD vorbeugen?

Prävention COPDMit dem Rauchen aufzuhören ist die effektivste Maßnahme um COPD zu vermeiden. (Foto by: piotr_marcinski / Depositphotos)

Grundsätzlich gilt: Die Risikofaktoren sind zu meiden. 90% aller an einer COPD Erkrankten sind Raucher. Mit dem Rauchen aufzuhören ist also die effektivste Maßnahme, um vorzubeugen bzw. um eine Verschlechterung der Krankheit zu begünstigen.

Während einer COPD-Erkrankung empfiehlt es sich, eine Grippe- oder Pneumokokken-Schutzimpfung vornehmen zu lassen.

Es gibt aufgrund der Häufigkeit der COPD-Erkrankungen eine Vielzahl an Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen, die Hilfestellungen für den Alltag und aktuelle Informationen bieten.

Es ist oft nicht einfach mit dem Rauchen aufzuhören, Hilfe gibt es bei allen Ärzten, Apotheken und im Internet. Da das Rauchen auch für viele andere Erkrankungen ein nicht von der Hand zu weisender Risikofaktor ist, sollte die Überlegung, damit aufzuhören, doch ernsthaft erwogen werden. Hilfestellungen dazu gibt es reichlich.


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