Helicobacter pylori

Bei Helicobacter pylori handelt es sich um ein Bakterium, welches vor allem im Magen-Darm-Trakt aufscheint und Erkrankungen wie Gastritis (Typ B) auslösen kann. Vor allem in ärmeren Ländern kommt es noch häufig zu Übertragungen.

Helicobacter pylori Häufig löst das Helicobacter pylori eine Entzündung des Magens und des Darms aus. (Foto by: Tharakorn / Depositphotos)

Schnellübersicht

  • Was sind Helicobacter pylori
    Dabei handelt es sich um ein Bakterium, das im Magen-Darm vorkommt und schwere Entzündungen wie Gastritis verursachen kann.
  • Ursachen
    Dieses Bakterium wird von Mensch zu Mensch übertragen, vermutlich häufig über Speichel, aber auch befallene Nahrung und Trinkwasser.
  • Symptome
    Eine Befall von Helicobacter pylori zeigt nicht immer Symptome. Es kann jedoch zu vermehrter Übelkeit, Völlegefühl und Druckschmerzen kommen.
  • Behandlung
    Das Bakterium wird wie üblich mit einer Antibiotika-Therapie behandelt,  sowie zusätzlichen Medikamenten zum Magenschutz.
  • Komplikationen
    In manchen Fällen kann es durch das Bakterium zu starken Schäden an der Magenschleimhaut, sowie auch Geschwürbildungen und Krebs kommen.

Ursachen von Helicobacter pylori

Es wird davon ausgegangen, dass bereits die Hälfte aller Menschen das Helicobacter pylori bereits in sich tragen. Davon ist der größte Teil jedoch aus dem afrikanischen Raum. Der Anteil in Österreich wird weitaus niedriger geschätzt.

Dieses Bakterium wird von Mensch zu Mensch übertragen, vermutlich häufig über Speichel, aber auch befallene Nahrung und Trinkwasser. Zu finden sind die Bakterien im Magen-Darm-Trakt, wo diese auch in der Magensäure überleben können. Jedoch können sie auch die Magenschleimhaut besiedeln und so eine Anzahl an entzündlichen Krankheiten hervorrufen.

Symptome von Helicobacter pylori

Ein Großteil der betroffenen Personen mit Helicobacter pylori sind frei von Beschwerden. Möglich sind jedoch auch unspezifische Symptome wie Völlegefühl, Übelkeit und ein Druckgefühl beim Magen.

In manchen Fällen kann es jedoch auch zu schwerwiegenden Erkrankungen kommen wie:

Diagnose und Untersuchungen

Es gibt mehrere Möglichkeiten um eine Infektion mit Helicobacter pylori festzustellen. Möglich sind eindringende (invasive) und nicht-eindringende (nicht-invasive) Diagnoseverfahren.

Invasive Verfahren:

Nicht-Invasive Verfahren:

Behandlungen

In den meisten Fällen wird eine Antibiotikatherapie in Kombination mit ergänzenden Medikamenten verschrieben. Diese Therapie soll dabei helfen die Bakterien vollständig aus dem Körper zu entfernen. Dabei wird jedoch auch darauf geachtet den Magen und die Magenwand vor den Medikamenten und der eigenen Säure zu schützen.

Die Therapie dauert meist eine Woche. Eine Nachprüfung des Bakterienbestandes gibt es jedoch meist erst frühestens vier Wochen nach Beendigung der Therapie. Dabei wird dann kontrolliert, ob sich noch  Helicobacter pylori im Körper befinden, oder ob die Therapie Erfolg hatte. Dafür reichen meist bereits die nicht-invasiven Diagnosemittel.


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Erstellt am: 22.06.2020
Überarbeitet am: 22.06.2020

Quellen:

Informationsportal https://cara.care/de/erkrankungen/oberbauch/helicobacter-pylori/ (letzter Aufruf 22.06.2020)

Informationsportal https://www.msdmanuals.com/de/heim/verdauungsst%C3%B6rungen/gastritis-und-peptisches-geschw%C3%BCr/infektion-mit-helicobacter-pylori (letzter Aufruf: 22.06.2020)

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