Triglyceride - Blutfette

Die Triglyceride (die sogenannten Neutralfette) werden als natürlicher Bestandteil vieler fetthaltiger Lebensmittel (wie zum Beispiel Butter, Wurst, Eier, aber auch Öle und Nüsse) über die Nahrung in den menschlichen Körper aufgenommen.

Ein Großteil der über die Ernährung aufgenommenen Fette besteht aus den Triglyceriden (einem jeweils mit drei Fettsäuren verknüpften Glycerinmolekül). Weitere Nahrungsfette wie zum Beispiel das Cholesterin oder die Phospholipide werden ebenfalls über die Nahrung aufgenommen. Diese jedoch machen den kleineren Teil der Nahrungsfette aus. Der menschliche Körper kann die Triglyceride auch selber aus Bestandteilen der Nahrung herstellen.

Die Bedeutung der Triglyceride für die Funktion des menschlichen Körpers liegt vor allem in dessen Energieversorgung. Die im Vergleich zu den ebenfalls durch die Nahrung aufgenommenen Kohlehydrate und Proteine stellen Triglyceride  einen für den Körper wichtigen Energielieferanten dar.

Diese Energie wird bei Nichtverwendung im Fettgewebe als Energiereserve abgespeichert. Werden jedoch dauerhaft mehr Fette aufgenommen als diese abgebaut werden, kann der Triglyceridspiegel ansteigen, was mit zahlreichen Risiken für die Gesundheit des Menschen verbunden ist.

Bestimmung des Triglycerid-Wertes

Eine Bestimmung der Höhe des Triglycerid-Wertes erfolgt über eine Blutuntersuchung beim Arzt. Hierbei erfolgt eine Nüchternblutabnahme, um den Wert nicht durch bereits aufgenommene Nahrungsfette zu verfälschen.

Anlässe für eine Bestimmung des Triglycrides im Blut können sein:

Die Untersuchung des Blutes dient einer Einschätzung des Risikos, an einer Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems zu erkranken oder deren Verlaufskontrolle im Rahmen der Behandlung einer bereits bestehenden Erkrankung zu ermöglichen und eine dafür optimale Therapiestrategie entwickeln zu können.

Welcher Triglycerid-Wert gilt als normal?

Der Normalwert (Referenzwert) für das Triglycerid im Serum des menschlichen Blutes beträgt weniger als 150 mg/dl (Milligramm pro Deziliter) oder weniger als 1,71 mmol/l (Millimol pro Liter). Das bedeutet, dass beispielsweise eine Erhöhung dann vorliegt, wenn dieser Wert überschritten wird. Es gibt hierbei jedoch keine unterschiedlichen Grenzwerte für Frauen und Männer, wie es bei vielen Laborwerten ansonsten der Fall ist.

Ein niedriger Triglycerid-Wert

Zu niedrige Triglycerid-Werte treten allerdings weitaus seltener als auf als erhöhte und können ein Hinweis auf eine Fehl-, Mangel- oder Unterernährung sein. Auch im Falle einer Überdosierung von blutfettsenkenden Medikamenten oder einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) können verminderte Werte des Triglycerid bei einer Blutuntersuchung auffallen.

Was bedeutet ein zu hoher Triglycerid-Wert?

Häufiger ist jedoch dessen Erhöhung (die sogenannte Hypertriglyzeridämie). Dabei handelt es sich um einen Triglycerid-Wert von über 200 mg/dl (Milligramm pro Deziliter)Wie bereits angesprochen wurde, kann dies einen großen Risikofaktor für die Gesundheit des Menschen darstellen.

Ein Zuviel an im Blut vorhandenen Fetten kann zu Ablagerungen in den Blutgefäßen führen, die wiederum zu deren Verkalkung (Arteriosklerose) führen können. Diese stellt eine mögliche Basis für das Entstehen der benannten Erkrankungen an Herz und Kreislauf dar.

Die Triglyceride können bei einem ungesunden (bewegungsarmen) Lebensstil und einer einseitigen oder fettreichen Ernährung ebenso wie auch durch bestimmte Medikamente (zum Beispiel die „Pille“), bei einer Fettleibigkeit oder auch bei bestehenden Nierenfunktionsstörungen erhöht sein.

Auch in der Schwangerschaft kann es zu einer Erhöhung an Triglyceriden im Blut kommen. Inwiefern jedoch im individuellen Falle ein Krankheitswert vorliegt oder ob sich die Notwendigkeit einer Therapie ergibt, sollte mit einer ärztlichen Kontrolle des Trilycerid-Wertes unter Beachtung der jeweiligen Gesamtsituation abgeklärt werden.


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