Schürfwunden

Als Schürfwunden bezeichnet man Verletzungen der obersten Hautschicht. Zumeist reicht die natürliche Wundheilung aus, um die Haut vor möglichen Infektionen oder einer Narbenbildung zu schützen. Handelt es sich jedoch um großflächige Abschürfungen, kann sich eine Infektion ausbreiten. In diesem Fall ist eine ärztliche Versorgung notwendig.

Schürfwunde Schürfwunden sind Verletzungen der obersten Hautschicht. (Foto by: schankz / Depositphotos)

Schnell-Übersicht

  • Was sind Schürfwunden: Durch gewaltsame Einwirkung auf die Oberhaut, kann es zu oberflächlichen Verletzungen kommen.
  • Behandlung: Bei oberflächlichen Verletzungen startet der Körper einen eigenen Heilungsprozess. Die Wunde kann gereinigt werden. Bei tieferen Wunden ist ein Arzt erforderlich.
  • Heilung: Die Heilphase kann bis zu 14 Tage dauern. Währenddessen sollte auf Vollbäder und Wassersport verzichtet werden.
  • Vorbeugung: Wichtig ist vor allem bei Sport das Tragen von Helmen und Gelenkschützern.

Was sind Schürfwunden und wodurch entstehen sie?

Bei Schürfwunden handelt es sich um oberflächliche Verletzungen der Oberhaut (Epidermis). Sie bluten in der Regel wenig bis gar nicht, denn die tieferen Schichten, in denen sich die Blutgefäße befinden, sind bei Schürfwunden nicht betroffen. Allerdings tritt Gewebeflüssigkeit aus der Wunde aus. In manchen Fällen kommt es zu Verletzungen der kleinen Blutgefäße in der Lederhaut, dann kann es zu punktförmigen Blutungen kommen.

Ursache für Schürfwunden ist Gewalteinwirkung auf die Haut. Unter großem Druck wird die Haut gestreift - beispielsweise wenn ein Kind vom Fahrrad fällt und sich am Knie aufschürft.

Symptome bei Schürfwunden

Primäres Symptom bei einer Schürfwunde ist der Wundschmerz. Eine Schürfwunde muss rechtzeitig und sachgemäß gereinigt werden, sonst bilden sich eitrige Beläge auf der Wunde, die ein Anzeichen für eine Infektion sind. Aus der Schürfwunde tritt Gewebsflüssigkeit aus, und wenn die Wunde tief ist, auch etwas Blut.

Behandlung von Schürfwunden

Behandlung Schürfwunde Auf Cremes, Verbände oder Pflaster sollte bei einer kleinen Schürfwunde verzichtet werden. (Foto by: Di-Studio / Depositphotos)

Bei oberflächlichen Hautverletzungen wie den Schürfwunden ist in der Regel keine Therapie erforderlich, da sofort nach der Verletzung die natürliche Heilung einsetzt. Dabei versucht der Körper, die Wunde selbständig zu schließen. Diese Wundheilung sollte nicht durch Cremes oder Salbenverbände gestört werden.

Nur wenn es sich um größere Wunden handelt oder sich Gegenstände in der Wunde befinden, ist ein Arzt hinzuzuziehen. Auf Vollbäder und Wassersport ist während der Heilphase (rund 14 Tage) zu verzichten.

Erste Hilfe

  • Bei blutenden Wunden Handschuhe tragen, um einer Infektion wie Hepatitis vorzubeugen
  • Schürfwunde mit sterilem Verbandsmaterial verbinden
  • Das Auswaschen oder Entfernen von Fremdkörpern sollte der Arzt vornehmen
  • Keine Cremes, Puder, Desinfektionsmittel, etc. direkt auf die Wunde auftragen

Kleine Schürfwunden heilen nach der Säuberung unproblematisch ab.

Kann man Schürfwunden vorbeugen?

Beim Sport kann beispielsweise durch die richtige Schutzausrüstung, wie Knies- oder Armschoner beim Inline-Skaten, Verletzungen vorgebeugt werden. Vor allem Kinder sind zu schützen, denn schnell ziehen sie sich beispielsweise beim Spielen Schürfwunden zu.

Weitere Informationen zu Schürfwunden

Besonders Eltern sollten über die Ersten-Hilfe-Maßnahmen bei Verletzungen Bescheid wissen. Detaillierte Informationen zur Wundbehandlung etc. kann der Arzt vermitteln. Ein Thema bei Verletzungen ist die Tetanusimpfung.


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ICD-10: T14.0 mehr Infos


Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 05.02.2010
Überarbeitet am: 05.08.2020

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