Sonnenschutz: Tipps für richtiges und gesundes Sonnenbaden

Wir Menschen und auch Pflanzen und Tiere brauchen die Sonne sowie das Sonnenlicht zum Leben. Die Sonne wärmt, sorgt für unser Wohlbefinden und ist wichtig für die Vitamin-D-Versorgung unseres Körpers. Jedoch haben die Sonnenstrahlen auch ihre gesundheitlichen Risiken.

Sonnenschutz Sonnenschutz ist wichtig, um Hautkrebs und eine vorzeitige Hautalterung vorzubeugen. (Foto by: Subbotina / Depositphotos)

Sonnenbrand vermeiden

Ein Sonnenbrand ist eine Verbrennung der Haut, die durch UV-Strahlung verursacht wird. Abhängig vom Hauttyp kann sich bereits nach einem kurzen Aufenthalt in der Sonne eine Rötung der Haut zeigen, die meist von Juckreiz und Schmerzen begleitet wird.

Unsere Haut vergisst nichts! Häufige Sonnenbrände, vor allem im Kinder- Jugendalter, begünstigen die Entstehung von Melanomen (schwarzer Hautkrebs), außerdem bilden sich vermehrt Altersflecken und die Hautalterung wird durch zu viel an Sonne beschleunigt.

Durch einfache, aber effektive Maßnahmen kann ein Sonnenbrand vermieden werden:

  • Sonnencreme
  • natürlicher Schatten
  • Sonnenschutzkleidung

Die richtige Kleidung

Besonders für helle Hauttypen lohnt es sich spezielle Kleidung zu tragen, die vor UV-Strahlen schützen. Auch auf eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille sollte nicht vergessen werden.

Richtig Eincremen

Bei der Auswahl der richtigen Sonnencreme gilt es folgende Punkte zu beachten:

  1. Lichtschutzfaktor: Dieser kennzeichnet die Höhe des UVB-Schutzes und reicht von 6 bis 50+. LSF 30 bedeutet zum Beispiel, dass man 30-Mal länger in der Sonne bleiben kann, als ohne. Jedoch gibt dieser nur einen Durchschnittswert an, deshalb ist es empfehlenswert bereits nach zwei Dritteln der berechneten Zeit in den Schatten zu wandern.
  2. UVA-Kennzeichnung: Dieser bietet Schutz vor UVA-Strahlen und muss auf den UVB-Schutz abgestimmt sein.
  3. Haltbarkeit des Produktes: Ein Symbol, das einen geöffneten Cremetiegel darstellt, gibt die Haltbarkeit des Produktes nach dem Öffnen an.
  4. Wasserfest: Auch wenn ein Produkt als "wasserfest" beworben wird, ist es wichtig, sich nach einer gewissen Zeit nachzucremen, denn durch Abtrocknen, einer langen Badedauer oder durch Schweiß wird die Wirkung der Sonnencreme beeinträchtigt.

Die Haut langsam an die Sonne gewöhnen

Außerdem ist es wichtig, die Haut langsam an die Sonne zu gewöhnen. Es lohnt sich also in der ersten Zeit im Schatten zu bleiben. Auch hier scheint die Sonne - mit einem Ausmaß von 50 Prozent. Daher soll auch im Schatten ein Sonnenschutz zur Selbstverständlichkeit zählen. Der Vorteil ist, dass man auf schonende Weise braun wird.

Verschiedene Hauttypen

Es gibt vier verschiedene Hauttypen. Dieser gibt darüber Auskunft wie viel Zeit man in der Sonne verbringen kann, ohne eine Schädigung der Haut durch UV-Strahlen davonzutragen.

1. Der keltische Hauttyp

Dieser Typ hat meist rote Haare, eine helle Haut mit Sommersprossen und helle Augen. Die Zeit in der sich dieser Typ ungeschützt in der Sonne aufhalten kann beträgt lediglich 5-10 Minuten. Außerdem wird er nie braun und ist sehr gefährdet für einen Sonnenbrand. Als Lichtschutzfaktor empfiehlt sich 50+.

2. Der Nordische Hauttyp

Blonde Haare, blaue Augen und eine helle Haut - das sind die Kennzeichen dieses Hauttyps. Auch dieser wird bereits nach einigen Minuten in der Sonne rot und neigt zu Sonnenbrand. Empfohlen wird hier ein hoher Sonnenschutz (30-50 Lichtschutzfaktor).

3. Der Normale Hauttyp

Kennzeichen hierfür sind eine brünette Haarfarbe, helle oder hellbraune Haut und dunkelgraue oder braune Augen. Dieser Typ bräunt sehr gut und die Gefahr für einen Sonnenbrand ist geringer als bei den ersten zwei Typen. Es sollte ein Lichtschutzfaktor von 20-25 verwendet werden.

4. Der Mittelmeer-Typ

Den Mittelmeer-Typ erkennt man an einer dunklen Haarfarbe und Haut sowie durch braune Augen. Dieser Typ erleidet nur selten einen Sonnenbrand und bräunt sehr leicht. Als Lichtschutzfaktor empfiehlt sich 15-20.

Der richtige Sonnenschutz für Kinder Die Haut von Kindern ist noch weit empfindlicher und dünner als die eines Erwachsenen. (Foto by: shalamov / Depositphotos)

Sonnenschutz für Kinder

Eltern sollten beachten, dass die Haut von Kindern weit empfindlicher und dünner als die von Erwachsenen ist. Deshalb bekommen sie auch weit schneller einen Sonnenbrand.

Für den Sonnenschutz empfiehlt es sich Produkte mit einem hohen Schutzfaktor zu werden. Außerdem sollten Kinder und besonders Babys keiner direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt sein. Der beste Schutz ist Kleidung und der Aufenthalt im Schatten. Eltern sind Vorbilder für ihre Kinder und sollten auch zum Thema Sonnenschutz mit gutem Beispiel voran gehen.

Weitere Tipps für einen richtigen Sonnenschutz:

  • Die Mittagssonne meiden.
  • Bei einem Sonnenbrand können kühlende Produkte helfen. Bei starker Rötung und Blasenbildung sollte jedoch ein Arztbesuch in Erwägung gezogen werden.
  • Ein Großteil der Erkrankungen an Hautkrebs sind bei Früherkennung heilbar. Deshalb ist Selbstbeobachtung der Haut und eine Kontrolle von auffälligen Muttermalen sehr wichtig.
  • Bei der Wahl des richtigen Sonnenschutzes sollte darauf geachtet werden, wo man sich aufhält und welche Aktivität geplant ist. So ist die Sonnenstrahlung in den Bergen anders als am Meer. Die Wirkung der UV-Strahlung verstärkt sich zum Beispiel im Sand um bis zu 20 Prozent, im Wasser bis zu 75 Prozent und im Schnee sogar um bis zu 85 Prozent. Auch ist die Intensität der UV-Strahlen von der Jahreszeit abhängig.
  • Sonnencreme sollte mindestens eine halbe Stunde vor dem Sonnenbaden aufgetragen werden!
  • Laut Empfehlungen der EU sollen zwei Milligramm Sonnenmilch pro Quadratzentimeter verwendet werden. Dies entspricht für den ganzen Körper einer Menge von sechs Teelöffeln.

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Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 03.06.2015
Überarbeitet am: 06.08.2020

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