Makuladegeneration (AMD)

Eine Makuladegeneration (AMD) ist zumeist eine altersabhängige Sehstörung, die nicht zur Erblindung führt. Das zentrale, also das scharfe Sehen wird beeinträchtigt. So bleibt die Orientierung im Raum erhalten, doch Dinge wie Autofahren oder Lesen sind im Endstadium nicht mehr möglich.

MakuladegenerationBei einer Makuladegeneration wird das zentrale, also das scharfe Sehen beeinträchtigt. (Foto by: Kesu01 / Depositphotos)

Was ist eine Makuladegeneration (AMD)?

Zumeist handelt es sich bei einer Makuladegeneration oder altersabhängige Makuladegeneration (AMD) um einen fortschreitenden Verlust der zentralen Sehschärfe vor allem im höheren Alter. Genannt wird die Makula auch gelber Fleck. Sie ist ein zentraler Fleck auf der Netzhaut des Auges und für das scharfe Sehen – auch Fixation oder Fixierung genannt – zuständig. Auch wenn die Erkrankung kontinuierlich fortschreitet, ist kaum mit einer kompletten Erblindung des Betroffenen zu rechnen. Die meisten Erkrankten können sich problemlos in ihrer näheren Umgebung orientieren, sind aber nicht mehr in der Lage, beispielsweise zu lesen oder mit einem Auto fahren zu können. Oft können die Betroffenen andere Personen sehr schwer erkennen.

Es werden zwei Formen der Makuladegeneration unterschieden:

  • Die trockene Form: Diese schreitet langsam voran, etwa 85% aller Fälle sind davon betroffen
  • Die feuchte Form: Diese schreitet schnell und dramatisch voran, etwa 15% aller Fälle sind davon betroffen

Die Häufigkeit der an einer Makuladegeneration (AMD) erkrankten Personen nimmt mit dem Alter deutlich zu. Beispielsweise treten die meisten Fälle im Endstadium bei Menschen im Alter zwischen 75 und 84 Jahren auf.

Was ist die Ursache für eine Makuladegeneration (AMD)?

Eine genaue Ursache für eine Makuladegeneration konnte bislang noch nicht gefunden werden. Vermutet wird eine Schädigung durch Stoffwechselprodukte unter der Makula. Das nur ein Teil der Menschen von einer Makuladegeneration betroffen ist liegt vermutlich daran, dass Faktoren wie eine genetische Prädisposition, Arteriosklerose, Lichtexposition (UV-Strahlung) oder Rauchen das Risiko verstärken, aber eben nicht alle Menschen davon betroffen sind. Dunkelhäutige Menschen haben ein kleineres Risiko, an einer Makuladegeneration (AMD) zu erkranken.

Die Symptome einer Makuladegeneration (AMD)

Erkrankte Menschen spüren keine Schmerzen und bemerken die Sehstörung zumeist beim Lesen. Anfangs ist der in der Mitte des Schriftbildes auftretende graue Schatten oder verschwommene Fleck noch klein, im fortgeschrittenen Stadium wird er immer größer. Auch kommt es zu einer Veränderung der Sehschärfe sowie der Farbwahrnehmung. Auch Verzerrungen des Sehbildes treten auf.

Der Verlauf einer Makuladegeneration (AMD)

Die Erkrankung ist fortschreitend, führt aber nicht zu einer Erblindung. Wie schnell eine Makuladegeneration fortschreitet, ist nicht vorher zu sehen. Der Betroffene behält auch im Endstadium die Orientierung im Raum, doch lesen oder Autofahren kann er nicht mehr.

Die Behandlung der Makuladegeneration (AMD)

Makuladegeneration (AMD)Die Erkrankung Makuladegeneration ist fortschreitend, führt aber nicht zu einer Erblindung. (Foto by: imagepointfr / Depositphotos)

Es wird ständig an neuen Therapieformen für eine Makuladegenertaion gearbeitet, doch sind die möglichen Therapiemaßnahmen sehr eingeschränkt. Nur wenige Betroffene können behandelt werden. Handelt es sich um die feuchte Makuladegeneration, kann diese mit der herkömmlichen Laserkoagulation behandelt werden. Dabei werden gezielt die gebildeten Gefäße mit einem Laser entfernt (verbrannt). Doch auch in diesem Fall sind nur in etwa 6% der Fälle therapierbar, da die Lage der Gefäßneubildungen sehr schwer erreichbar ist. Diese liegen direkt unter der Fovea (dem gelben Fleck), zudem bilden sich bei 50% der Erkrankten im Laufe eines Jahres neue Gefäße. Weitere Behandlungsmethoden sind:

  • Die photodynamische Therapie – alternative Laserbehandlung
  • Die medikamentöse Behandlung – Medikation direkt in den Augapfel gegen den Botenstoff VEGF
  • Die Makulaoration – neue Operationstechnik, erfolgversprechend
  • Die Bestrahlung – wird aufgrund wenig erfolgreicher Ergebnisse selten angewandt
  • Die vergrößernden Sehhilfen – viele Betroffene (ca. 80%) haben dadurch zumindest

vorübergehend eine Lesefähigkeit durch Lupen, Lupenbrillen, Prismen- und Fernrohrlupenbrillen, elektronische Sehhilfen. Fahren können die Patienten mit diesen Hilfen allerdings nicht mehr.

Kann man einer Makuladegeneration (AMD) vorbeugen?

Prinzipiell sind keine Maßnahmen bekannt, mit denen sich eine Makuladegeneration vorbeugen ließe. Empfohlen ist es, mit dem Rauchen aufzuhören. Hoher Blutdruck kann ein Risikofaktor sein, regelmäßige Kontrolle ist wichtig. Beim Sonnenlicht sin sich die Mediziner nicht einig. Es konnte kein vollständiger Zusammenhang mit der Entstehung von einer AMD hergestellt werden, dennoch empfehlen Ärzte, die Augen vor grellem Sonnenlicht mit einer Sonnenbrille zu schützen.

Informationen

Für Interessierte gibt es Vereine, die sich auf die Problemstellung von Menschen mit Sehbehinderung spezialisiert haben. Auch im Internet finden sich Foren zum Thema Augenheilkunde. Alle Augenärzte und Augenkliniken halten umfangreiches Informationsmaterial bereit.


Bewertung: Ø 5,0 (1 Stimme)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Netzhautablösung

Netzhautablösung

Besondere Risikofaktoren sind vorher bestandene Verletzungen des Auges, eine Kurzsichtigkeit oder vorherige Kataraktoperationen (Grauer Star Operation).

weiterlesen
Hornhautentzündung (Keratitis)

Hornhautentzündung (Keratitis)

Die Hornhaut ist der wichtigste Teil des lichtbrechenden Apparates des Auges, ein transparentes und gleichmäßig gewölbtes Fenster.

weiterlesen

User Kommentare