Kruste im Ohr

Krusten im Ohr bilden sich recht häufig nach Entzündungen oder Verletzungen des Gehörganges und des Trommelfells. Aber auch ein Überschuss an Ohrenschmalz kann leicht zu dieser unangenehmen Begleiterscheinung führen. Eine Kruste im Ohr wirkt sich auf Hörvermögen und Gesundheit aus und sollte immer ärztlich behandelt werden..

Mädchen hat OhrenschmerzenEine Mittelohrentzündung ist oft der Grund für eine Kruste im Ohr. (Foto by: TatyanaGI / Depositphotos)

Ursächlich für die Entstehung einer Kruste im Ohr ist in den meisten Fällen eine Mittelohrentzündung, aber auch Verletzungen des Trommelfells oder eine allgemeine Verstopfung mit Ohrenschmalz können ausschlaggebend sein. Der Ohrenschmalz verhärtet sich, und es kommt dann recht schnell zu unangenehmen Krusten.

Immer wiederkehrende Schmerzen und manchmal auch ein eingeschränktes Hörvermögen sind dann die Folge. Der Betroffene leidet unter den Beschwerden. Hier gibt es einiges zu beachten und es kann in den meisten Fällen selbst der Entstehung dieser unangenehmen Erscheinung entgegengewirkt werden.

Die Kruste im Ohr stellt eine nicht immer harmlose und äußerst unangenehme Begleiterscheinung unterschiedlicher Ursachen dar, die in jedem Fall behandlungsbedürftig ist. Ein Abwarten kann unter Umständen die Situation verschlimmern.

Ursachen einer Kruste im Ohr

Mittelohrentzündung als Ursache

Ursächlich gibt es viele Gründe, aus denen eine Kruste im Ohr entstehen kann. Am häufigsten wird eine Entzündung des Mittelohrs beobachtet. Durch die Mittelohrentzündung entsteht Flüssigkeit im Gehörgang. Ist diese nicht restlos ausgeflossen, können sich hier schnell Bakterien bilden und festsetzen. Eine Kruste bildet sich dann. Nach Erkältungskrankheiten können Viren und Bakterien aus dem nasalen Bereich ins Ohr aufsteigen und dort Entzündungen hervorrufen. Hier ist häufig das Trommelfell betroffen.

Kruste durch Verletzungen

Zu Verletzungen kann es kommen, wenn spitze Gegenstände oder auch Wattestäbchen zum Entfernen von Ohrenschmalz verwendet werden. Auch in diesem Fall bildet sich dann im späteren Verlauf eine Kruste, die durchaus schmerzhaft sein kann. Auch kann dadurch eine Entzündung auftreten.

Chronische Erkrankungen

Auch chronische Erkrankungen des Ohres führen zu einer Krustenbildung, die dann unbedingt ärztlich behandelt werden sollte.

Untersuchungen und Diagnose

Untersuchung OhrEine Kruste im Ohr sollte immer ärztlich behandelt werden (Foto by: photographee.eu / Depositphotos)

Häufig stellt der Arzt eine Mittelohrentzündung fest, die gerade akut auftritt oder bereits abklingt. In manchen Fällen kann auch eine schon längere Zeit zurückliegende Infektion verantwortlich sein. Zusammen mit den Symptomen wie der typischen Krustenbildung oder einem eingeschränkten Hörvermögen stellt der Arzt dann daraufhin die Diagnose.

Manchmal wird es notwendig, noch weiterführende Untersuchungen durchzuführen wie beispielsweise die Computertomografie. Diese wird dann von einem entsprechenden Facharzt vorgenommen. In einigen Fällen findet dies auch ambulant in einer Klinik statt.

Behandlung, Therapie und Komplikationen

Die Behandlung der Kruste im Ohr erfolgt idealerweise durch einen Arzt, der dann die Krusten aus dem Ohr mit entsprechenden Hilfsmitteln entfernt. Der HNO-Arzt ist in jedem Fall der richtige Ansprechpartner. Der Hausarzt stellt die Überweisung aus, sofern es erforderlich ist. Grundsätzlich ist mit größter Vorsicht vorzugehen.

Niemals sollte der Betroffene die Kruste eigenmächtig entfernen, da es hier sehr schnell zu Verletzungen des Gehörgangens und des Trommelfells kommen kann. Weitere Infektionen sind dann die Folge.

Der Arzt wird gegebenenfalls zur Therapie noch ein Antibiotikum verschreiben, um einer drohenden bakteriellen Infektion vorzubeugen oder diese einzudämmen. Weitere Komplikationen können so auf einfachem Wege verhindert werden.

Prävention und was ich selbst tun kann

Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, dass sich nicht so leicht ein Überschuss an Ohrenschmalz bildet. Das kann grundsätzlich sehr einfach verhindert werden. Der natürliche Ohrenschmalz reguliert sich meist von selbst, und es wird nur selten notwendig, ihn mit einem Hilfsmittel wie beispielsweise dem Wattestäbchen zu entfernen.

Sollte es bei starker Ohrenschmalzbildung dennoch einmal unumgänglich sein, ist es ratsam, hier sehr vorsichtig vorzugehen und nicht zu tief zu stochern. Dieses führt zu Verletzungen, die dann wieder mit einer Krustenbildung einhergehen. Des Weiteren wird der Ohrenschmalz nur noch tiefer in den Gehörgang geschoben und kann sich dann festsetzen. Auch eine akute oder chronische Mittelohrentzündung, die sehr häufig die Ursache für die Krustenbildung darstellt, sollte unverzüglich behandelt werden.


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