Ernährung bei Neurodermitis

Für Neurodermitis-Erkrankte gilt es, eine kombinierte Therapie anzuwenden, die psychische Aspekte ebenso wie eine Veränderung der Lebensgewohnheiten beinhaltet. Die Ernährung spielt dabei eine wichtige Rolle. Das Jucken bei einer atopischen Dermatitis ist sehr unangenehm, doch die Patienten können aktiv etwas tun, um die Symptome zu verbessern.

Neurodermitis Richtige Ernährung bei Neurodermitis ist wichtig, um keine weiteren Unverträglichkeiten auszulösen. (Foto by: Tharakorn / Depositphotos)

Warum die richtige Ernährung bei einer Neurodermitis wichtig ist

Es gibt keine spezielle Neurodermitis-Diät. Prinzipiell hilft es, wenn man jene Lebensmittel, die die Neurodermitis verstärken oder auslösen, weglässt. Jedoch ist Vorsicht geboten, denn rigide Diätvorschriften, beispielsweise bei Unverträglichkeiten gegen tierisches Eiweiß, können Mangelerscheinungen hervorrufen.

Wichtig ist es, die Lebensmittelunverträglichkeit austesten zu lassen. Die Tests reichen von Hauttests bis zu Bluttests und werden bei einem Dermatologen durchgeführt. Eine 100%ige Zuverlässigkeit bekommt man allerdings durch die Tests auch nicht, darum muss man, wie schon bei den Kleinkindern, die Verträglichkeit der verschiedenen Lebensmittel selbst ausprobieren. Spezielle Suchdiäten, zusammengestellt vom behandelnden Arzt und einem Diätassistenten, helfen dabei am effektivsten.

Ernährung bei Neurodermitis Auf Lebensmittel, die die Neurodermitis verstärken bzw. auslösen, sollten vermieden werden. (Foto by: AndreyPopov / Depositphotos)

Was man bei einer Neurodermitis essen kann

Die Liste dieser Lebensmittel muss nicht auf alle Personen zutreffen, beinhaltet jedoch hauptsächlich Nahrungsproduklte die selten Allergien auslösen.

  • Reis
  • Putenfleisch
  • Karfiol
  • Gurken
  • Brokkoli
  • Raffiniertes Pflanzenöl
  • milchfreie Margarine
  • Mineralwasser
  • schwarzer Tee
  • Salz
  • Zucker

Ernährung bei Neurodermitis Auf Lebensmittel, die die Neurodermitis verstärken bzw. auslösen, sollten vermieden werden. (Foto by: AndreyPopov / Depositphotos)

Was man bei einer Neurodermitis meist NICHT essen kann

Es ist allgemein meist schwer festzulegen wodurch die Neurodermitis verursacht wird. Meist ist es von Person zu Person unterschiedlich und manche vertragen Lebensmittel, die bei anderen einen sofortigen Neurodermitissschub bedeuten können. Häufig kommt es bei Folgendem zu Unverträglichkeiten:

  • Fertiggerichte
  • Alkohol
  • scharfe Gewürze
  • Zitrusfrüchte
  • Milchprodukte
  • Gebäck
  • Wurstwaren
  • Süßigkeiten
  • Eier
  • Nüsse
  • Soja
  • Fisch
  • Tomaten
  • Zitrusfrüchte

Was bei Neurodermitis sonst noch wichtig ist

  • Ernährungsplan
    Wenn man ausgetestet hat, welche Lebensmittel man nicht verträgt, kann man gezielt einen gesunden Ernährungsplan zusammenstellen. Zu achten ist auch darauf, dass die gekauften Lebensmittel möglichst wenig Schadstoffe enthalten, um keine weiteren Unverträglichkeiten auszulösen.
  • Bio 
    Empfehlenswert sind Bio-Lebensmittel ! Um die Darmflora zu unterstützen, bekommen Betroffene in den Apotheken (Liste auf unserem Portal) und Reformhäusern Kuren, beispielsweise milchsaure Enzymgetränke-Kuren.
  • Babys und Neurodermitis
    Gibt es in Familien bereits Neugeborene, soweit es möglich ist, vier bis sechs Monate stillt. Die stillende Mutter des möglicherweise Neurodermitis-gefährdeten Kindes sollte möglichst, unter Aufsicht des Arztes, auf allergieauslösende Lebensmittel wie Kuhmilch oder Nüsse verzichten. Sobald das Baby Beikost bekommt, ist es sinnvoll, einmal die Woche ein neues Lebensmittel auszuprobieren, um sehen zu können, ob es eventuelle Reaktionen des Säuglings darauf gibt.

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Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 20.04.2010
Überarbeitet am: 30.03.2020

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