Betaisodona Wundgel

Betaisodona ist eine antiseptische Wundsalbe, die auf dem Wirkstoff Povidon-Jod basiert. Das Medikament fördert die Wundheilung und fungiert als Desinfektionsmittel. Als Antiseptikum schützt es den Körper vor Vergiftungen und Keimeinfällen, die über offene Wunden eintreten können. Zu den Anwendungsgebieten von Betaisodona gehören unter anderem Hautinfektionen, Wundbehandlung und Entzündungen.

Wirkung und Anwendungsgebiete

Offene Wunden bergen ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Krankheitserreger wie Bakterien oder Viren können sich in Windeseile in die Blutbahn schleusen und den Organismus infizieren. Der Wirkstoff Povidon-Jod wirkt keimtötend und befreit offene Stellen in der Haut schnell von unerwünschten Eindringlingen. Dadurch wird der Blutkreislauf vor Verunreinigung und Infektion geschützt. Betaisodona ist somit antiseptisch und kommt bei Schürfwunden und Geschwüren zum Einsatz.

Zu den weiteren akuten Anwendungsbereichen gehören zudem Entzündungen des Mund- und Rachenraums sowie hartnäckige Pilzinfektionen in der Scheidenregion. Darüber hinaus wird Betaisodona in der Medizin angewendet, um die Haut vor chirurgischen Eingriffen, Blutabnahme oder Injektionen zu desinfizieren und einen infektiösen Kontakt zu vermeiden.

Auf einen Blick:

  • antiseptische (keimtötende) Wirkung
  • wirksam bei Wunden, Geschwüren und Infektionen
  • Förderung der Wundheilung, Beseitigung von Entzündungen
  • hilfreich bei der Desinfizierung vor äußerem Kontakt mit der Haut

Dosierung und Anwendung

Betaisodona wird in der Regel unverdünnt verabreicht. Bei der äußeren Desinfektion geschlossener Haut und chirurgischer Handreinigung wird Betaisodona immer unverdünnt verwendet. Je nach Empfindlichkeit der wunden Stellen kann die Lösung jedoch während der Wundheilung verdünnt benutzt werden. Im Zweifelsfall sollte ein Arzt konsultiert werden, um die empfohlene Lösungsdichte zu eruieren.

Die Lösung darf mehrmals täglich auf die erkrankten Stellen aufgetragen werden. Die genaue Häufigkeit muss bei Unsicherheit ebenfalls vom Arzt oder Apotheker eingeholt werden. Die Anwendung von Betaisodona sollte fortgesetzt werden, bis die Wundheilung abgeschlossen und die Entzündung beseitigt ist.

Haben sich nach mehr als fünf Tagen noch keine bemerkenswerten Erfolge eingestellt, ist es empfehlenswert, einen Arzt aufzusuchen.

Anwendung in der Schwangerschaft und in der Stillzeit

Bis zur neunten Schwangerschaftswoche sollte das Medikament nicht eigenhändig aufgetragen werden. Es ist ratsam, dass Anwendungen von Betaisodona in den ersten neun Schwangerschaftswochen von einem Arzt durchgeführt werden.

Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

Selten:

  • Überempfindliche Reaktionen der Haut, z. B. Jucken, Rötung, Bläschen oder Brennen.
  • Hautreizungen als Reaktion des Körpers auf eine Desinfektion vor Eingriffen.
  • Beeinträchtigung der Nieren und der Blutqualität nach hochgradiger Anwendung des Wirkstoffs Povidon-Jod, z.B. im Falle gravierender Verbrennungen.

Sehr selten:

  • plötzlicher Blutdruckabfall oder Luftnot
  • akute Haut- oder Schleimhautschwellungen
  • Schilddrüsenüberfunktion mit Pulsbeschleunigung
  • Rastlosigkeit bei Patienten mit Schilddrüsenerkrankungen

Aufbewahrung

Die Betaisodona-Lösung darf nicht in die Hände von Kindern gelangen und muss deshalb ohne Zugangsmöglichkeit verstaut werden. Andernfalls besteht das Risiko, dass die Lösung über den Rachenbereich in den Körper aufgenommen wird.

Wann darf das Medikament nicht angewendet werden?

Es gibt Krankheitsbilder und physische Dispositionen, bei denen eine Verwendung von Betaisodona unbedingt unterlassen werden muss. Diese sind im Folgenden aufgelistet:

  • Schilddrüsenüberfunktion und andere Schilddrüsenerkankungen
  • vor oder während einer Strahlentherapie mit Jod
  • bekannte Allergie gegen den Wirkstoff oder Teile der Lösung
  • Dermatitis herpetiformis (eine sehr seltene Hautentzündung)
  • im hohen Alter oder bei Säuglinge muss vor der Anwendung die Schilddrüsenfunktion getestet werden

Diese Informationen zum Medikament/Salbe ersetzen weder ärztliche noch sonstige Fachberatung. Vor allem bei Nebenwirkungen oder für sonstige Informationen ist der behandelnde Arzt oder Apotheker beizuziehen.


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