Triple-Test

Mit dem Triple-Test können werdende Mütter, ohne den Fötus zu gefährden, ein eventuelles Risiko für die Geburt eines schwer erkrankten Kindes (Bsp: Down Syndrom, Spina bifida) herausfinden. Der Test wird aus abgenommenem Blut der Schwangeren bestimmt.

Durchführung Triple-Test Beim Triple-Test wird der werdenden Mutter Blut abgenommen und untersucht. (Foto by: Astroid / Depositphotos)

Schnell-Übersicht

  • Wann wird ein Triple-Test durchgeführt?
    In erster Linie wurde ein Triple-Test meist zur Feststellung von Trisomie 21 (Down Syndrom) durchgeführt. Vor allem wenn die Mutter bereits ein Alter über 34 erreicht hat, wurde dieser Test durchgeführt. Heute wurde er vom Combined Test abgelöst.
  • Was passiert bei einem Triple-Test?
    Sinn dieses Tests ist die Untersuchung dreier Schwangerschaftshormone, die für die Berechnung einer Formel mit dem alter der Mutter auf ein Down-Syndrom hinweisen soll. Dabei wird der Mutter in der 15./16. Schwangerschaftswoche Blut aus der Ellenbeuge entnommen und untersucht.

Der Triple-Test

In der pränatalen Diagnostik wurde der Triple-Test vom Combined Test abgelöst. Eingesetzt wird ein Triple-Test zur Abschätzung eines individuellen Risikos von Störungen der Chromosomen, in erster Linie dem Down Syndrom und damit der Möglichkeit, einer Erkrankung des Ungeborenen.

Untersucht werden drei Schwangerschaftshormone (freies Estriol, beta HCG und alpha-Fetoprotein), die in einer bestimmten Formel berechnet und mit dem Alter der Mutter und der Dauer der bestehenden Schwangerschaft korreliert werden.

Allerdings sagt der Triple-Test nur aus, dass ein Risiko besteht, dass das Kind am Down-Syndrom (oder anderen Krankheiten wie Spina bifida oder Bauchdeckendefekte) erkrankt. Es handelt sich nicht um eine sichere Diagnose. Ist der Test positiv, müssen die Eltern, wenn sie eine sichere Diagnose haben möchten, weitere Untersuchungen wie eine Fruchtwasseruntersuchung durchführen lassen.

Durchführung

Der werdenden Mutter wird in etwa in der 15./ 16. Schwangerschaftswoche aus der Ellenbeuge Blut entnommen und dieses wird untersucht. Die Risikoangaben vom Testergebnis sind individuell. Liegen sie beispielsweise bei 1:1.000, ist das Risiko, dass das Kind nicht am Down Syndrom leidet, 999 mal so hoch als dass es mit der Krankheit geboren wird.

Triple Test In der pränatalen Diagnostik wurde der Triple-Test vom Combined Test abgelöst. (Foto by: valuavitaly / Depositphotos)

Wird das Risiko aber in die andere Richtung höher, werden nach den Richtlinien der Schwangerschaft weiter Untersuchungen empfohlen. Das Ergebnis bekommt die Schwangere nach 5 Tagen. Ein Triple-Test kann bei Mehrlingsschwangerschaften nicht durchgeführt werden bzw. ist nicht aussagekräftig.

Fazit

Der Triple-Test wird in der Pränataldiagnostik eher selten angewendet, denn der neue Combined Test hat eine höhere Entdeckungsrate. Ein Triple-Test kann nicht zur sicheren Diagnose herangezogen werden, er sagt lediglich aus, ob das Risiko besteht, dass ein Ungeborenes am Down-Syndrom oder Neuralohrdefekten erkranken könnte.

Kommt es zu einem positiven Ergebnis, haben die Eltern die Wahl, ob sie weitere Untersuchungen wie einen Spezialultraschall, durchführen lassen möchten. Der Gynäkologe/die Gynäkologin berät ausführlich über die weiteren Schritte.


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Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 31.08.2010
Überarbeitet am: 21.02.2020

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