Leberbiopsie

Im Zuge einer Leberbiopsie werden kleine Gewebeproben direkt aus der Leber entnommen. Dies wird meist notwendig, wenn es sich um ein chronisches Leberleiden handelt. Das bei der Biopsie entnommene Lebergewebe wird anschließend feingeweblich untersucht.

Untersuchung der LeberEine Leberbiopsie geht sehr schnell, kann ambulant durchgeführt werden und ist beinahe schmerzfrei. (Foto by: Wavebreakmedia / Depositphotos)

Eine Leberbiopsie wird zur Diagnoseerstellung herangezogen, wenn der Patient unter einer chronischen Lebererkrankung leidet. Das können unter anderen folgende Lebererkrankungen sein:

  • Chronische Hepatitis, Bestimmung der Aktivität und es Stadiums
  • Fettleber, Nachweis über Ausmaß und Ursache
  • Tumore in der Leber, Nachweis ob gut- oder bösartig
  • Beispielsweise bei einer Autoimmunhepatitis, wenn der Patient mit Immunsuppressiva behandelt wird

Die Leberbiopsie sichert die Diagnose ab, ist also keine vorrangige Untersuchung einer Lebererkrankung.

Durchführung einer Leberbiopsie

Vor der Leberbiopsie wird dem Patienten Blut abgenommen, um bestimmte Krankheiten ausschließen zu können und die Blutgerinnung zu bestimmen. Am Tag der Untersuchung ist der Patient nüchtern (ein paar Stunden vor der Biopsie keine Nahrungsaufnahme, keine Flüssigkeit) und wird auf dem Rücken liegend, die rechte Hand unter seinem Kopf, behandelt. Die eigentliche Punktion geht sehr schnell – der Arzt/die Ärztin führt eine Hohlnadel durch die Haut zwischen zwei Rippen in die Leber ein, mittels Sog wird das Gewebestück entnommen – der ganze Vorgang dauert maximal ein paar Sekunden.

Die Leberbiopsie kann ambulant, eventuell unter örtlicher Betäubung, durchgeführt werden. Der Patient sollte nach der Gewebeentnahme eine bestimmte Zeit ruhen. Die Lebergewebeprobe wird anschließend im Labor feingeweblich untersucht, bei Bedarf auch unter Ultraschall oder Röntgenstrahlen.

Sympathischer ArztIm Zuge einer Leberbiopsie werden kleine Gewebeproben direkt aus der Leber entnommen. (Foto by: andresr / Depositphotos)

Risiken und Komplikationen einer Leberbiopsie

Bei einer Leberbiopsie kommt es sehr selten zu Komplikationen. Auftreten können folgende Beschwerden:

  • Blutergüsse oder Blutungen
  • eine Bauchfellentzündung
  • Infektionen
  • Verletzungen der Haut oder benachbarten Organen der Leber, Weichteilen oder Nerven
  • allergische Reaktionen auf das örtliche Betäubungsmittel
  • Herz-Kreislaufstörungen, wenn dem Patienten ein Beruhigungsmittel verabreicht wurde.

Fazit

Eine Leberbiopsie ist in der Regel risikoarm und wird zur sicheren Diagnoseerstellung bei bestimmten chronischen Leberkrankheiten durchgeführt. Die Untersuchung geht sehr schnell, kann ambulant durchgeführt werden und ist weitestgehend schmerzfrei.


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