Diese Tipps helfen gegen Kater

Wer nach einer durchzechten Nacht aufwacht, leidet häufig unter Übelkeit und Kopfschmerzen. Grund dafür ist, dass der Abbau von viel Alkohol den Körper stark belastet. Zum einen wird er dehydriert, was auch das Phänomen „Nachdurst“ erklärt, zum anderen fehlen ihm Mineralien. Für den Kopfschmerz sorgen hingegen die zahlreichen Nebenprodukte, die beim Alkoholabbau anfallen. Wer seinen Kater so schnell wie möglich bekämpfen möchte, sollte folgende Tipps beherzigen.

Frau hat Kater am MorgenWer nach einer durchzechten Nacht aufwacht, leidet häufig unter Übelkeit und Kopfschmerzen. (Foto by: olesiabilkei / Depositphotos)

1. Viel Trinken

Genügend Flüssigkeit aufzunehmen ist eines der zuverlässigsten Mittel gegen Kater. Dies gilt auch schon während des Alkoholgenusses. Zwischendurch Wasser oder Fruchtsaft zu trinken verhindert, dass der Körper zu sehr dehydriert.

Am Morgen danach ist natriumreiches, stilles Wasser am besten geeignet. Natrium hilft gegen den Mineralstoffmangel und Kohlensäure belastet den Magen zusätzlich.

Wer hauptsächlich unter Kopfschmerzen und Müdigkeit leidet, kann auf Fruchtsäfte zurückgreifen. Stark säurehaltige Getränke wie Kaffee oder Orangensaft sollten gemieden werden. Wenn der Magen sehr mitgenommen ist, können Tees sehr gut helfen und werden gut vertragen.

2. Was tun gegen Kopfschmerzen?

Viele Menschen schwören darauf, schon vorm Schlafengehen eine Aspirintablette zu nehmen. Wer jedoch unter Übelkeit leidet, sollte darauf verzichten, weil sie den Magen zusätzlich belasten. Paracetamol ist hingegen überhaupt keine Option: Es wird über die Leber abgebaut, die mit dem Alkohol ohnehin viel zu tun hat.

Als Hausmittel, das den Körper schont, hat sich Pfefferminzöl bewiesen. Es soll gegen Kopfschmerzen genauso wirksam helfen wie Tabletten. Einfach ein paar Tropfen Öl mit den Fingerspitzen auf Stirn und Schläfen reiben und leicht einmassieren.

Auch geeignet sind ein Beutel mit Eis oder ein kalter Waschlappen. Sie verengen die Gefäße und mildern so den Schmerz.

3. Nährstoffreich essen

Der Rollmops gilt nicht umsonst als klassisches Katerfrühstück: Er enthält ausgesprochen viele Mineralien. Wer auf ihn verzichten möchte, erreicht einen ähnlichen Effekt mit folgenden Lebensmitteln:

  • Essiggurken
  • Laugenbrezeln
  • Gemüseeintopf
  • frisches Obst

Heiße Suppen oder Tomatensaft mit Salz helfen zusätzlich dabei, den Flüssigkeitsspeicher wieder aufzufüllen.

Den richtigen Zeitpunkt für die Essensaufnahme gibt dabei der Körper von alleine vor. Wenn Betroffene nicht nach Nahrungsaufnahme ist, können sie das Frühstück ruhig nach hinten verlegen. Bis dahin hat sich der Magen wieder etwas beruhigt und Essen führt nicht dazu, dass dem Betroffenen wieder übel wird.

Alkohol sorgt zudem häufig für eine leichte Unterzuckerung des Körpers. Betroffene verspüren einen gesteigerten Appetit auf deftige und stark gewürzte Speisen. Grundsätzlich gilt, dass der Körper selbst am besten weiß, was er benötigt und dies durch Appetit auf bestimmte Speisen anzeigt. Solange es nicht zur Gewohnheit wird, spricht nichts dagegen, den Kater statt mit Gemüsebrühe mit Pizza oder Pommes zu bekämpfen. Wer auf seine Linie achtet, sollte sich allerdings darüber im Klaren sein, dass auch Alkohol sehr viele Kalorien hat.

WechselduscheEine Wechseldusche am Morgen bringt den Kreislauf in Schwung. (Foto by: CITAlliance / Depositphotos)

4. Kreislauf in Schwung bringen

Eine Wechseldusche sorgt für einen Frische-Kick. Von Fuß bis zum Kopf mit kühlem Wasser abbrausen, bringt den Kreislauf ebenfalls ausreichend in Schwung.

Wer ohnehin joggen geht, muss auf seine Laufeinheit nicht verzichten. Wenn erst einmal ein gewisser Punkt erreicht ist, läuft es sich fast wieder von alleine. Die Einheit sollte aber etwas kürzer und gemächlicher ausfallen als üblicherweise. Wer gewohnt ist, auf nüchternen Magen zu laufen, sollte diesmal vorher dennoch ausreichend essen. Zudem muss der Flüssigkeitshaushalt vorher wieder im Lot sein, um den Körper nicht zu stark zu belasten.

Ein Spaziergang ist für fast jeden möglich. Wichtig ist allerdings, dass keine Kreislaufprobleme vorliegen. Genügend Flüssigkeit und eine Kleinigkeit zu essen sollten die Spaziergänger vorher zu sich genommen haben. Zudem sollten sie die Sonne meiden.

5. Reparaturseidl

Auch wenn viele darauf schwören, den Kater mit Alkohol zu zähmen: Die Wirkung verschiebt lediglich das Problem zeitlich. Alkohol weitet zwar die Blutgefäße und kann so den Kater verringern, der neue Alkohol geht jedoch erneut auf die Leber und sorgt wieder für Flüssigkeitsverlust. Wer sich morgens also nicht zum erneuten Alkoholkonsum überwinden kann, sollte sich dazu auf keinen Fall zwingen.

6. Schlaf

Die Müdigkeit am Morgen danach kommt auch daher, dass der Körper unter Alkoholeinfluss die Tiefschlafphasen schlechter erreicht. Ein Extra-Nickerchen, sogenanntes Power napping, sorgt dafür, dass der Körper seine Energiereserven auffüllt.


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