So hat Muskelkater keine Chance!

Jeder kennt ihn, jeder hatte ihn schon einmal: den Muskelkater. Schon kleine Bewegungen sorgen für Schmerzen, die oft für ein bis zwei, im Extremfall sogar sieben Tage anhalten. Doch was ist überhaupt ein Muskelkater und welche Möglichkeiten gibt es, dass er vorgebeugt bzw. behandelt wird?

MuskelkaterGründe für einen Muskelkater können Überanstrengungen oder auch Abbremsbewegungen sein. (Foto by: lzf / depositphotos.com)

Unterschiedliche Meinungen

Viele Ärzte geben zu, dass sie gar nicht zu 100 Prozent wissen, was ein Muskelkater überhaupt ist. Es gab bereits unzählige Forschungen, welche sich mit dem Symptom auseinandergesetzt haben, jedoch sind die Forscher auf unterschiedliche Theorien und Ergebnisse gestoßen.

Viele Wissenschaftler und Ärzte sind der Ansicht, dass die Milchsäurebildung - das Laktat - im Muskel derartige Beschwerden hervorruft. Andere sind wiederum der Meinung, dass Blutergüsse für den Muskelkater verantwortlich sind.

Die Medizin vertritt im Regelfall aber die Ansicht, dass winzige Verletzungen der Muskelfasern der Grund sind, weshalb der sogenannte Muskelkater ausgelöst wird. Vor allem entstehen derartige Verletzungen durch Überanstrengungen oder auch auf Grund von Abbremsbewegung.

So haben Wissenschaftler herausgefunden, dass das Muskelkater-Risiko deutlich höher beim Bergabgehen ist, als wenn der Berg hinaufgelaufen wird. Doch was passiert mit dem Muskel? Auf Grund der Belastung entsteht eine Verletzung der Muskelfibrillen. Jene sind Teile der Muskelfasern. Danach schwillt der Muskel an, sodass die klassischen Schmerzen entstehen. Im Extremfall kann der Muskelkater auch mehrere Tage andauern.

Der Muskelkater ist ungefährlich

Auf Grund der Tatsache, dass sich die Muskeln wieder von selbst regenerieren, ist ein Muskelkater nicht gefährlich und verursacht auch keine Folgeschäden. Jedoch kann ein Muskelkater vorgebeugt werden, obwohl es dafür kein Allheilmittel gibt. Selbst bei ausreichenden Dehnungsübungen ist es möglich, dass ein Muskelkater am nächsten Tag auftritt.

Vorbeugende Maßnahmen

In erster Linie darf der eigene Körper nicht überschätzt werden. Auch wenn die Muskeln enorme Kräfte aushalten, kann eine starke körperliche Belastung oder Betätigung dazu führen, dass dennoch ein Muskelkater auftritt. Vorwiegend tritt dies bei untrainierten Muskeln auf, welche zu stark oder auch zu lange belastet wurden.

Training langsam steigern

Auf Grund der Tatsache, dass ein Muskelkater dann auftritt, wenn etwa eine zu hohe Belastung oder ungewöhnliche Bewegungen ausgeführt wurden, können Personen nur dann die Symptome vorbeugen, wenn das Training langsam erfolgt und mit der Zeit gesteigert wird. Auch die regelmäßige Bewegung sorgt dafür, dass der Muskelkater verhindert wird. Aber nicht nur Laien kennen den Muskelkater; selbst Sportler, die tagtäglich aktiv sind, klagen immer wieder über diese Beschwerden.

Durchblutung fördern

Ebenfalls sollte die Durchblutung gefördert werden. Es gibt verschiedene Muskelöle sowie Lotionen, die durchaus durchblutungsfördernd wirken und gleichzeitig das Risiko vermindern, dass ein Muskelkater auftritt. Vor allem haben Rosmarin und Arnika regelmäßig positive Ergebnisse - bei der Verhinderung des Muskelkaters - erzielt.

Dehnungsübungen und Aufwärmen

Muskelkater vorbeugenMit einem Warm-Up und Dehnungsübungen kann das Risiko für einen Muskelkater gesenkt werden. (Foto by: undrey / Depositphotos)

Auch wenn Dehnungsübungen und das klassische Aufwärmen nicht garantieren, dass der Muskelkater fernbleibt, so kann das Risiko dennoch gemindert werden.

Vor allem sorgt die Tatsache, dass mit den warmen Muskeln trainiert wird, für eine Reduzierung des Verletzungsrisikos. Aber nicht nur der Start ist wichtig; das Training sollte auch nicht zu schnell beendet werden. Auch nach dem Training sollte man daher Dehnungsübungen ausführen, damit der Muskeltonus gesenkt und das Risiko des Muskelkaters reduziert wird.

Die Behandlung des Muskelkaters

Doch was hilft, wenn der Muskelkater bereits eingetreten ist? Massagen helfen - wie viele glauben - nicht, sondern sorgen sogar für eine gegenteilige Wirkung. Starke Massagen sorgen im Endeffekt für eine Verschlechterung, da der Muskel irritiert wird und somit der Heilungsprozess verhindert bzw. verzögert wird.

Entspannung

Vor allem ist Entspannung wichtig:

  • Ein Saunabesuch
  • Ein Vollbad mit Eukalyptus, Fichtennadeln oder Arnika sowie Rosmarin können ebenfalls Wunder vollbringen.

Kühlung

Ebenfalls hilft eine Kühlung der schmerzenden Stelle. Hier werden vor allem die Symptome gelindert.

Einnahme von Magnesium

Leidet der Betroffene zusätzlich unter Muskelkrämpfe, kann etwa die Einnahme von Magnesium helfen. Magnesium kann etwa als Brausetablette eingenommen werden.

Pause einlegen

Der Betroffene sollte des Weiteren auch eine Pause einlegen. Der Muskelkater tritt nicht ohne Grund auf und gibt bekannt, dass der Muskel zu stark beansprucht wurde. Somit ist es wichtig, dass - solange derartige Symptome auftreten - der Muskel geschont wird. Mit dem Sport muss aber nicht komplett pausiert werden. Gymnastik oder längere Spaziergänge können sehr wohl durchgeführt werden.


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