Die 6 häufigsten Irrtümer über Zecken

Sie lauern uns besonders dann auf, wenn das Wetter draußen schön ist. Mit der Sonne kommen nämlich meist auch die Zecken und je milder der Winter, desto mehr scheint es oft von ihnen zu geben. Aber nicht alles was wir zu wissen glauben stimmt auch!

Die 6 häufigsten Irrtümer über Zecken Durch das zunehmend mildere Klima gibt es immer mehr Zecken, auch über 1000 Metern Höhe. (Foto by: Erik_Karits / Depositphotos)

1. Zecken springen von Ästen und Bäumen auf Menschen

Zuerst einmal sei gesagt: Zecken springen nicht, sie lassen sich meist abstreifen. Sie lassen sich auch nicht aus höheren Gestrüpp auf uns herabfallen. Selten findet man Zecken selten höher als 1 1/2 Meter über dem Boden, meist sind sie auf der Kniehöhe zu finden.

2. Zecken gibt es nur im Wald

Vermehrt wir dann an den Schutz vor Zecken gedacht, wenn man in den Wald geht, wo es auch viele andere Spinnentiere und Insekten gibt. Gerne wird vergessen, dass die Zecken sehr wohl auch im hohen Gras lauern. Vorsicht also bei einem gemütlichen Picknick im Gras oder neben Sträuchern, auch im eigenen Garten.

3. Der Körpergeruch zieht die Zecken an

Dabei handelt es sich um eine Vermutung, die bisher jedoch noch nicht bewiesen werden konnte. Es stimmt jedoch, dass Zecken sehr empfindliche Sinnesorgane haben, mit denen sie sich geeignete Wirten aussuchen können.

4. Zecken sollte man mit Butter, Nagellackentferner oder Alkohol entfernen

Davon ist strikt abzuraten. Die Mittel können die Spinnentiere meist nicht schnell genug abtöten, ehe diese ihren gesamten Speichel inklusive Bakterien übertragen und so das Infektionsrisiko noch erhöhen. Besser mit einer spitz zusammenlaufenden Pinzette entfernen und die Stelle beobachten.

5. Eine Zeckenimpfung schützt gegen alle übertragbaren Krankheiten

Leider ist es bisher noch nicht so einfach. Derzeit schützt eine Zeckenimpfung nur vor der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und nicht gegen die gefürchtete Lyme-Borreliose. Der beste Schutz ist  hierbei leider die schlichte Vermeidung von Zeckenbissen.

6. Ein Zeckenbiss überträgt immer Lyme-Borreliose

Das ist zum Glück nicht der Fall. Laut Statistiken kommt es nur bei 5% aller Bisse zu einer Übertragung der Lyme-Borreliose und nur 1% davon entwickelt später auch Krankheitssymptome. Die Krankheit wird meist mit einer Antibiotikatherapie behandelt.


Bewertung: Ø 2,0 (4 Stimmen)

Autor: Lisa Maria Pichler
Infos zum Autor: Redakteurin bei fitundgesund.at
Erstellt am: 24.06.2020
Überarbeitet am: 24.06.2020

Quellen:

Informationsportal https://www.zecken.de/de/wissenschaft-und-forschung/die-haeufigsten-irrtuemer (Aufruf 24.06.2020)

Informationsportal https://www.ages.at/themen/ages-schwerpunkte/vektoruebertragene-krankheiten/zecken/lebensraum-und-mythen/ (Aufruf: 24.06.2020)

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