Baby impfen Pro und Kontra

Immer mehr Eltern stellen sich angesichts der immer größer werdenden Lobby der Impfgegner die Frage: soll ich mein Baby impfen lassen oder nicht? Welches sind die Argumente, die für oder gegen eine Schutzimpfung bei Babys sprechen?

Baby impfenEmpfehlenswert sind Impfungen gegen Krankheiten, die einen schweren Verlauf nehmen können. (Foto by: didesign / Depositphotos)

Gegen welche Krankheiten kann oder sollte das Baby geimpft werden?

Die österreichischen Krankenkassen übernehmen die Kosten für Schutzimpfungen gegen folgende Erkrankungen:

Die Impfimmunisierung gegen die genannten Krankheiten erfolgt bereits im ersten Lebensjahr und wird in unterschiedlichen Abständen aufgefrischt. Zusätzlich werden Impfungen gegen Masern, Röteln und Mumps empfohlen. Viele Impfstoffe sind Kombinationsimpfstoffe, so dass mit einer einzigen Impfung eine Immunisierung gegen mehrere ansteckende Krankheiten erzielt werden kann.

Kostenpflichtige Impfungen

Zu den Impfungen, die die österreichischen Krankenkassen nicht übernehmen, gehören die Impfungen gegen Windpocken, Meningokokken (Hirnhautentzündung), Hepatitis A, Influenza und FSME.

Argumente für den Impfschutz

  • Die Verfechter der Impfimmunisierung führen an, dass das Kind durch die Imfpungen bereits im Babyalter bestmöglichst vor gefährlichen Krankheiten geschützt ist.
  • Impfstoffe gehören zu den sichersten Medikamenten, bei denen schwere Nebenwirkungen sehr selten zu beobachten sind.
  • Der erworbene Schutz vor einer gefährlichen Krankheit überwiegt das minimale Risiko von Impfschäden.

Argumente gegen den Impfschutz

Nebenwirkungen

Die Impfkritiker argumentieren, dass es – wenn auch selten – zu schweren Nebenwirkungen nach einer Impfung kommen kann. Es gibt bis heute kaum unabhängige Studien über die Langzeitfolgen von Impfungen. Oftmals geben Pharmafirmen Studien über Impfstoffe in Auftrag, die jedoch bei Negativresultaten nicht veröffentlicht werden. Von den Pharmafirmen unabhängige Studien werden kaum durchgeführt.

Wirksamkeit

Die Impfkritiker zweifeln auch die Wirksamkeit von Schutzimpfungen generell an, da sie der Meinung sind, dass der nach einer Imfpung zu verzeichnende Anstieg der Antikörper im Blut nicht mit einem erworbenen Impfschutz gleichzusetzen ist.

Kinderkrankheiten schützen

Ein weiteres schwerwiegendes Argument der Impfkritiker besagt, dass das Durchmachen von Kinderkrankheiten das Immunsystem nachhaltig stärkt und vor schweren Erkrankungen im Erwachsenenalter schützen kann. Eine durchgemachte Kinderkrankheit bietet eine lebenslange Immunisierung, während eine Schutzimpfung in regelmäßigen Abständen aufgefrischt werden muss.

Gemäß einer Studie des RKI (Robert-Koch-Institut) sind gestillte Babys von Müttern, die Kinderkrankheiten durchgemacht haben, gegen eben diese Krankheiten in den ersten Lebensmonaten geschützt. Bei geimpften Müttern wird dieser Schutz nicht auf das Baby übertragen.

Kinderarzt impft BabyEs gibt zahlreiche Für und Wider in Bezug auf Impfungen. (Foto by: evgenyataman / Depositphotos)

Sichere Impfstoffe?

Impfstoffe sind standardisiert, aber jeder Mensch reagiert unterschiedlich. Aus diesem Grund werden Impfstoffe von den meisten Menschen in der Regel gut vertragen, in einzelnen Fällen können sie jedoch durch die Zusatzstoffe im Impfserum zu allergischen Reaktionen führen.

Fazit

Empfehlenswert sind Impfungen gegen Krankheiten, die einen schweren Verlauf nehmen können, wie beispielsweise Diphtherie, Keuchhusten, Wundstarrkrampf, Hepatitis und Masern. Ob eine Impfung gegen Röteln, Windpocken und Mumps erforderlich ist, die im Kindesalter sehr selten zu Komplikationen führen, sollte jeder für sich entscheiden.


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