Erste Hilfe für Babys

Etwa die Hälfte aller Kinderunfälle ereignen sich in den eigenen vier Wänden oder im Garten. Daher sind im Normalfall die Eltern gefordert, erste Hilfsmaßnahmen zu ergreifen. Zum Glück sind die meisten Unfälle klein und mit einem bunten Pflaster schnell zu beheben.

Erste Hilfe für BabysBei einem Notruf ist es wichtig alle Informationen weiterzugeben: Wer, Wem, Was und Wo. (Foto by: payphoto / Depositphotos)

Wissen gibt Sicherheit

Das gilt gerade für Notfälle, wo rascher Handlungsbedarf besteht. Wie schnell ist das Kind gestürzt, hat sich die Knie oder den Kopf aufgeschlagen. Was in solchen Situationen zu tun ist, lernen Eltern am besten in speziellen Erste-Hilfe-Kursen zum Thema Kinder. Dadurch kann in diesen Situationen ein kühler Kopf bewahrt, aber auch Fehler und bleibende Schäden vermieden werden.

Tische, Treppen und Türschwellen

An erster Stelle der Kinderunfälle stehen Stürze. So können Kleinkinder beim Krabbeln die Treppe hinunterfallen, über Türschwellen stolpern oder sich den Kopf an der Tischkante verletzen. Viele fallen auch in einem unbeaufsichtigten Moment vom Wickeltisch. Intuitiv machen Eltern dann erst einmal das Richtige, indem sie das Baby hochnehmen, sanft wiegen und liebevoll trösten. Der Körperkontakt und das sanfte Zureden beruhigen die Kleinen dann.

  • Dabei ist es wichtig, den Kopf dabei gut abzustützen.
  • Hin- und Herschaukeln sollte hingegen vermieden werden, um eine eventuelle Verletzung des Gehirns nicht zu verschlimmern.
  • Schreien und Weinen nach einem Sturz ist völlig natürlich, aber auch ein Hinweis dafür, dass die Angelegenheit glücklicherweise nicht ganz so schlimm ist.
  • Bei ernsthafteren Verletzungen sind Kleinkinder bewusstlos und stumm. Dann muss unbedingt der Notarzt unter der Nummer 144 informiert werden, um professionelle Hilfe zu erhalten.

Kochende Flüssigkeiten, heißer Herd

Gerade, wenn Babys anfangen zu krabbeln und ihre Welt zu erforschen, ist dem kleinen Entdeckungsdrang keine Grenzen gesetzt. Da sie alles ertasten wollen, ist schnell die heiße Tasse über die Hand gekippt oder die heiße Herdplatte angefasst. Ernsthafte Verbrennungen oder Verbrühungen mit Schmerzen, Blasenbildung sowie Rötungen können die Folge sein.

Dann muss die Kleidung umgehend entfernt werden, um die betroffenen Körperstellen mit kaltem Wasser zu kühlen. Wenn die Kleidungsstücke jedoch fest an der Haut haften, wird die Verbrennung durch den Stoff gekühlt. Zum Glück sind diese größeren Unfälle die Ausnahme.

Kleinflächige Verbrennungen können unter fließendem kalten Wasser gelindert und mit einer Wund- oder Brandsalbe versorgt werden.

Buntes Reinigungsmittel und runde Pillen

Erste HilfeErste Hilfe Maßnahmen können oft Leben retten. (Foto by: gunnar3000 / Depositphotos)

Vergiftungen zählen ebenfalls zu den häufigen Unfällen im Baby- und Kleinkindalter. Reinigungsmittel werden mit Getränken, Arzneimittel mit Süßigkeiten verwechselt. Daher heißt die oberste Prämisse, diese Sachen immer außer Reichweite von den Kleinen oder im abgeschlossenen Schrank aufzubewahren. Der Notruf für diese Fälle lautet 01 - 406 43 43.

Wiederbelebung

Wenn das Kind nicht reagiert, auch nicht auf Schmerzen auf keinem Fall schütteln. Man sollte ruhig reagieren und es auf eine harte Unterlage, am besten auf den Boden legen und eine Mund-zu-Mund-Beatmung durchführen. Das Kind darf nicht alleine gelassen werden!

Notruf

Am besten werden die Notrufnummern beim Telefon aufgehängt oder ins Handy eingespeichert, damit sie im Notfall griffbereit sind. Sagen Sie bei Notruf unbedingt:

  • WER Sie sind
  • WEM ist etwas passiert
  • WAS ist passiert
  • WO ist der Unfall passiert


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