Aluminiumgehalt in Deos

Aluminium ist den meisten Menschen wohl im Hinblick auf Aluminiumfolie oder Getränkedosen ein Begriff. Es handelt sich bei Aluminium um ein in der Erde vorkommendes Leichtmetall, das wir sowohl über Lebensmittel und Trinkwasser, als auch über aluminiumhaltige Verbraucherprodukte wie beispielsweise Lebensmittelverpackungen in unseren Körper aufnehmen. Dieser scheidet das Aluminium normalerweise über die Nieren wieder aus. Ein gewisser Rest lagert sich jedoch im Laufe des Lebens im Körper ab.

Aluminiumgehalt in Deo Viele Deodorants beinhalten Aluminiumsalze, die leider das Brustkrebsrisiko erhöhen sollen. (Foto by: CITAlliance / Depositphotos)

Aluminiumhaltige Antitranspirante – Gefahr für die Gesundheit?

Auch in Deodorants finden Aluminiumsalze Verwendung. Sie sorgen dafür, dass die Schweißporen verstopft werden, was eine erhebliche Reduktion des Schwitzens ermöglicht. Seit einigen Jahren stehen solche aluminiumhaltigen Antitranspirante jedoch im Verdacht, das Risiko von Brustkrebs zu erhöhen und mit der Erkrankung an Alzheimer in Verbindung zu stehen. Grund für diese Annahme gaben Studien an Patientinnen mit Brustkrebs, deren Brustdrüsengewebe einen höheren Aluminiumgehalt aufwies als das Gewebe gesunder Frauen. Andere Studien konnten jedoch keine Korrelation zwischen dem Auftreten von Brustkrebs und dem Gebrauch aluminiumhaltiger Deos feststellen, sodass die Datenlage insgesamt uneinheitlich bleibt und weitere Forschung auf dem Gebiet betrieben werden muss.

Obwohl der Zusammenhang zwischen dem Gebrauch von Deos mit Aluminium und einem erhöhten Krebsrisiko wissenschaftlich noch nicht belegt ist, empfiehlt es sich, auf aluminiumfreie Deos zurückzugreifen und den Gebrauch aluminiumhaltiger Antitranspirante zu reduzieren. Begründet wird dies unter anderem damit, dass die meisten Menschen allein durch die Aufnahme von Nahrungsmitteln die wöchentlich tolerierbare Aufnahmemenge von 1 Milligramm Aluminium je Kilogramm Körpergewicht erreichen.

Alternative zu aluminiumhaltigen Deos

Als Alternativprodukt zu aluminiumhaltigen Deodorants werden häufig Deokristalle beworben, welche als Naturprodukt präsentiert werden. Meist handelt es sich hierbei jedoch um industriell hergestellte Kristalle, die zu 70 - 100 % aus Aluminiumkaliumsulfat bestehen und demzufolge Aluminium in einer vielfach höheren Konzentration enthalten als herkömmliche aluminiumhaltige Deos. Daneben gibt es aber durchaus auch echte Naturkristalle, die eine gesunde - wenn auch etwas teure - Möglichkeit bieten, den Gebrauch von aluminiumhaltigen Deos zu reduzieren.


Kauf Deodorant Die meisten Drogeriemärkte bieten preiswerte Deos an, die frei von Aluminiumsalzen sind. (Foto by: CandyBoxImages / Depositphotos)

Wer auf der Suche nach einer gesunden Alternative ist, muss aber nicht unbedingt auf teure Produkte aus der Apotheke zurückgreifen. Die meisten Drogeriemärkte bieten preiswerte Deos an, die frei von Aluminiumsalzen sind und allein auf natürlichen Wirkstoffen beruhen. Zur Anwendung kommen hierbei sowohl basische Mineralien, welche das saure Milieu von Schweiß neutralisieren und damit das Wachstum geruchsbildender Bakterien hemmen, als auch pflanzliche Wirkstoffe und ätherische Öle, die den Abbau von Schweiß verhindern, der wiederum zu Geruchsbildung führt.


Bewertung: Ø 4,6 (9 Stimmen)

Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 08.05.2014
Überarbeitet am: 14.10.2018

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User Kommentare

emily
emily am 12.09.2016 um 08:45 Uhr

Danke für die Information, ich verwende nun schon seit geraumer Zeit aluminiumfreie Deodorants. Ich finde es toll, dass immer mehr Marken solche anbieten.

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