Otoskopie - Ohrenspiegelung

Eine optische Untersuchung des Trommelfells und Gehörganges bezeichnet man als Otoskopie oder Ohrenspiegelung. Mithilfe eines Ohrtrichters kann der HNO-Arzt die natürlichen Krümmungen des Gehörganges überbrücken und das Innere des Ohres begutachten.

Durchführung einer Otoskopie Die Otoskopie ist eine einfache Untersuchung des Gehörgangs und des Trommelfells. (Foto by: londondeposit / Depositphotos)

Schnell-Übersicht

  • Wozu wird eine Otoskopiedurchgeführt? 
    Sie dient der Erkennung von Erkrankungen des äußeren Gehörganges und des Trommelfells. So wird zum Beispiel eine Mittelohrentzündung erkannt.
  • Was passiert bei einer Otoskopie?
    Dabei wird ein Otoskop herangezogen. Damit wird das Innere des Ohres beleuchtet und mit einer Lupe vergrößert.
  • Welche Risiken gibt es bei einer Otoskopie?
    Die Otoskopie ist in den meisten Fällen schmerzfrei und ohne jegliche Risiken.

Was ist eine Otoskopie?

Die Otoskopie ermöglicht es dem Arzt/der Ärztin, mögliche Erkrankungen des äußeren Gehörganges und Trommelfells erkennen zu können. Im Normalfall ist das Trommelfell weiß, glänzend und glatt. Erkennt der Arzt/die Ärztin Rötungen, eitrige oder flüssige Ansammlungen oder Schwellungen am Trommelfell oder im Gehörgang, deutet dies auf eine Erkrankung, zumeist Entzündung, hin.

Ist das Trommelfell vorgewölbt oder eingezogen oder Ansammlungen von Flüssigkeiten hinter dem Trommelfell (im Mittelohr) sind Anzeichen für eine Mittelohrentzündung oder andere krankhafte Prozesse. Mit der Otoskopie können weiters Verletzungen oder Fremdkörper sowie Schmalzpfropfen diagnostiziert werden.

Durchführung, Risiken und Komplikationen

Zur Ohrenspiegelung verwendet der Arzt/die Ärztin ein sogenanntes Otoskop. Das Gerät hat eine Lichtquelle und einen Trichter mit aufgesetzter Lupe. Dieser Trichter wird in das Ohr eingeführt. Alternativ kann eine Otoskopie auch mit einem Trichter und einer externen Lichtquelle sowie einem Ohrenspiegel ausgeführt werden. Der Patient verspürt während der Untersuchung im Normalfall keine Schmerzen, auch Komplikationen sind nicht möglich.

Ist allerdings das Trommelfell entzündet, kann bereits die kleinste Berührung des Ohres Schmerzen verursachen. Verletzungen des Ohres oder Trommelfells während der Entfernung eines Gegenstandes beispielsweise sind jedoch nicht zu erwarten.

Otoskopie bei einem kleinen Jungen Eine Otoskopie ist weitgehend schmerzfrei. (Foto by: photographee.eu / Depositphotos)

Fazit

Eine Ohrenspiegelung oder Otoskopie wird notwendig, wenn ein Patient Beschwerden im Bereich des Ohres hat. Die Otoskopie ist eine einfache Untersuchung des Gehörgangs und des Trommelfells und weitestgehend schmerzfrei.


Bewertung: Ø 4,0 (5 Stimmen)

Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 31.08.2010
Überarbeitet am: 28.01.2020

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