Erbrechen bei Babys

Gelegentliches Würgen und Spucken ist bei Babys ganz normal. Hat das Baby zu viel gegessen, wird die überschüssige Nahrung einfach heraufgewürgt. Auch wenn Babys und Kleinkinder krank werden, äußert sich dies meist mit Erbrechen. Das liegt daran, dass die Verdauung bei Babys sobald sie krank werden häufig zum Stillstand kommt und der Mageninhalt erbrochen wird.

Erbrechen BabyErbrechen tritt bei Babys und Kleinkindern häufig als Begleiterscheinung auf. (Foto by: nikkos / Depositphotos)

Die Ursachen für das Erbrechen

Es gibt verschiedene Ursachen für das Erbrechen bei Säuglingen und Kleinkindern.

  • Häufig ist eine Entzündung des Magens der Auslöser für das Erbrechen. Bei einer durch Viren verursachte Mageninfektion leiden die Babys meist unter Erbrechen und Durchfall zugleich. Eine Mageninfektion dauert in der Regel nur ein paar Tage. 
  • Mittelohrentzündungen
  • Entzündungen der Atem- oder Harnwege
  • Blinddarmentzündungen
  • Neugeborene von drei bis fünf Wochen erbrechen manchmal explosiv und häufig. Grund dafür kann eine Magenpförtnerverengung sein. Dabei ist der Übergang vom Magensack zum Darm verengt.

Wie kann das Erbrechen behandelt werden?

Bei Babys und Kleinkinder tritt Erbrechen häufig und relativ schnell auf. Bei länger anhaltendem Erbrechen oder wenn das Kind zusätzlich Fieber bekommt, sollte auf jeden Fall der Kinderarzt konsultiert werden.

Ist das Erbrechen eine Begleiterscheinung einer Entzündung des Mittelohrs, der Atem- oder Harnwege ist meist die Behandlung mit Antibiotika notwendig.

Blinddarmentzündungen müssen in der Regel operativ behandelt werden, kommen aber im Kleinkindalter relativ selten vor. Auch eine Magenpförtnerverengung wird in der Regel operativ behandelt.

Welche Maßnahmen können zu Hause helfen?

Baby trinktWenn Baby erbricht, muss auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. (Foto by: didesign / Depositphotos)

Zu Hause ist die wichtigste Gegenmaßnahme, für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu sorgen. Manchmal wird auch die Flüssigkeit wieder erbrochen. Dann muss der Magen des Babys zunächst für ein paar Stunden geschont werden. Danach können kleine Portionen lauwarmes Wasser löffelweise verabreicht werden. Wenn das Kind für einige Zeit nichts isst, ist dies nicht weiter schlimm. Jedoch sollte es ausreichend trinken. Auch dünner Saft oder Wasser mit Traubenzucker und etwas Salz versetzt wird meist gut vertragen.

Bei jungen Säuglingen, die noch gestillt werden oder Muttermilchersatz bekommen, kann die Milch weiterhin verabreicht werden. Jedoch sollten mehrere kleine Mahlzeiten erfolgen. Wenn möglich sollten Säuglinge und Kleinkinder während des Erbrechens aufrecht gehalten werden. So wird verhindert, dass das Erbrochene wieder zurückfließt und das Kind in Atemnot gerät.

Auch Babys und Kleinkinder verspüren den stark sauren Geschmack des Erbrochenen. Deshalb sollten Kinder, die noch nicht den Mund ausspülen können, nach dem Erbrechen einen kleinen Schluck Wasser oder Tee trinken.


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