Schreikinder (Schreibaby)

Die ganze Schwangerschaft hindurch freuen sich Eltern auf ihr Baby, besuchen Vorbereitungskurse – und dann ist manchmal alles ganz anders, als man es sich vorgestellt hat. Mit einem sogenannten „Schreikind“ kommen junge Eltern oft an ihre Grenzen!

SchreibabySchreibabys bringen ihre Eltern oft an ihre Grenzen. (Foto by: petrograd99 / Depositphotos)

Warum Babys schreien

Natürlich rechnen Eltern damit, dass ihr Baby schreien wird. Neugeborene haben keine andere Möglichkeit, ihre Bedürfnisse zu äußern, und Säuglinge sind in ihrem Wesen noch vollkommen „absolut“. Ein Baby kann noch nicht abgrenzen zwischen „ich“ und „die Anderen“ und schon gar nicht differenziert äußern, was ihm fehlt.

Ein Baby schreit, wenn es Hunger hat, wenn es müde ist, wenn es eine frische Windel braucht, und oft auch, wenn es sich nach Zuwendung sehnt, Körperkontakt braucht oder einfach Langeweile hat. Viele Eltern hören oft schon bald an den ersten Lauten, was ihr Baby braucht und können entsprechend reagieren. Manchmal aber hören Babys einfach nicht auf, anhaltend und intensiv zu schreien.

Der erste Weg führt immer zum Kinderarzt

Wenn das Baby sich einfach nicht beruhigen lässt, obwohl alle Faktoren wie Hunger, Müdigkeit oder Einsamkeit ausgeschlossen werden können, ist es Zeit, einen Arzt aufzusuchen. Manchmal sind Dreimonatskoliken der Auslöser für die Schreiattacken, denn Babys haben einen sehr empfindlichen Verdauungstrakt und empfinden Blähungen als sehr schmerzhaft.

Stillende Mütter sollten daher auf blähende Nahrungsmittel verzichten, bei Fläschchennahrung kann eine Umstellung helfen. Manche Babys zahnen auch sehr früh, was Juckreiz auslösen und Schmerzen verursachen kann. Kann der Kinderarzt allerdings keine medizinische Ursache finden, liegen andere Gründe für das anhaltende Schreien vor.

Wenn der Seele die Schutzhülle fehlt

Glückliche Mutter mit BabyBei Schreibabys hilft es oft durch Rituale Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln. (Foto by: Reanas / Depositphotos)

Oft leiden Babys unter Schreiattacken, weil sie sich beim Weg ins Leben einfach schwer tun. Babys erleben im Mutterleib wunschloses Glück. Sie kennen weder Hunger noch Durst oder Kälte, alle äußeren Reize sind abgeschirmt und dringen nur sanft und leise zu dem Ungeborenen durch. Mit der Geburt setzt für viele Babys ein Schock ein, den sie erst einmal verkraften müssen. Was für die Eltern oft das freudigste Ereignis ihres Lebens ist, ist für das Baby zuerst einmal die Vertreibung aus dem Paradies.

Kinderpsychologen vermuten, dass manche Babys das Trauma der Geburt in periodischen Erinnerungen immer wieder durchleben und diesen Schrecken durch regelmäßig auftretende Schreiattacken ausdrücken.

Manche Babys sind auch hochsensibel und können die Reize, die tagsüber auf sie einströmen, einfach noch nicht verarbeiten. Da hilft es nur, Ruhe auszustrahlen, den Tagesablauf genau zu strukturieren und dem Kleinen durch Rituale Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln.


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